Digitalfotos bearbeiten

Publiziert am 25.10.2010

Panoramafotos selbstgemacht – Bilder nachbearbeiten – große Bilder verkleinern

Panorama-Beispielbild 1: Großglockner, bestehend aus 8 Einzelbildern

Panorama-Beispielbild 2: Sellastock/Dolomiten, bestehend aus 10 Einzelbildern

1. Panoramafotos selbstgemacht

Manchmal möchte man z.B. den Gesamteindruck einer Landschaft mit der Kamera festhalten, was aber partout nicht auf ein einzelnes Bild passen will. Und erhöht man den Abstand, verlieren sich die Details. Hier hilft nur, sich überschneidende Einzelbilder mit gleicher Belichtungszeit und Brennweite zu machen und sie auf dem heimischen Rechner zu einem großen Bild zusammenzufügen.

  1. Was der Fotograf beim Knipsen der Einzelbilder zu beachten hat, ist z.B. hier nachzulesen:
    http://www.computerbild.de/…Fotos-im-XXL-Format-2034820.html
    Wichtig ist zumindest, daß Belichtungsunterschiede der Einzelbilder vermieden werden.

Das spätere Zusammenfügen der Einzelbilder von Hand ist schier unmöglich oder aber extrem zeitraubend. Das erledigen eigens dafür konzipierte Programme. Autostitch und Microsoft Image Composite Editor sind kostenlose Vertreter dieser Helferlein.
Beide Programme sind einfach zu bedienen: Zuerst die gewünschte Höhe oder Breite der Endgröße des Panoramabildes einstellen und dann die benötigten Einzelbilder laden. Den Rest erledigen beide Programme selbst und geben, abhängig von Größe und Anzahl der Einzelbilder, nach mehr oder wenig langer Rechenzeit ein überwältigendes Ergebnis aus.

Autostitch (englischsprachig, kostenlos)

Auf der englischsprachigen Seite der Autoren ist die Funktionsweise des Programms beschrieben, außerdem ist dort ein Link zu einer Galerie mit durchaus eindrucksvollen Panoramen.
In der dort zum Download bereitgestellten kostenlosen Demo-Version ist Autostitch funktionell etwas abgemagert, aber für die meisten Zwecke absolut ausreichend. Zudem ist sie zeitlich nicht eingeschränkt. Das Programm ist leicht zu bedienen. Mir fiel auf, daß einige meiner Ergebnisse teilweise sehr gestaucht, bzw. verzerrt waren. Hier half ein drehen der Einzelbilder um 90 Grad und nochmaliges rendern.
Bei jedem Start des Programms ist unter Edit/Options die Bildbreite des Ergebnisbildes wieder auf 1400 Pixel zurückgesetzt. Dabei „vergißt“ das Programm auch den Pfad des zuletzt verwendeten Bilderordners.
http://cvlab.epfl.ch/~brown/autostitch/autostitch.html
Deutsche Kurzanleitung inkl. Downloadmöglichkeit:
http://www.netzwelt.de/…autostitch.html

Microsoft Image Composite Editor (englischsprachig, kostenlos)

Das englischsprachige Programm heißt auch Microsoft ICE und ist intuitiv zu bedienen. Es rendert etwas schneller als Autostitch und das Ergebnis scheint mir einen Tick besser zu sein. Zudem sind noch Manipulationen am Ergebnisbild möglich, und zurechtgeschnitten kann es auch noch werden, was in Autostitch nicht möglich ist.
Auf der Microsoft-Seite gibts einen Funktionsüberblick, Downloadmöglichkeit und Link zum Forum.
http://research.microsoft.com/en-us/um/redmond/groups/ivm/ICE/
Deutsche Kurzanleitung inkl. Downloadmöglichkeit:
http://www.netzwelt.de/…panoramabilder-erstellen-microsoft-ice.html

Installationshinweis zum Microsoft Image Composite Editor:
Der Microsoft Image Composite Editor setzt das kostenlose Service Pack 1 des Microsoft .Net Framework 3.5 voraus, selbst wenn schon eine aktuellere .Net Framework-Version auf dem Rechner installiert sein sollte.
Bereits zu Beginn der Installation des Microsoft Image Composite Editor wird auf diesen Umstand hingewiesen, wo dann die Wahl besteht, die erforderliche .Net-Installation abzulehnen, was zu einem Abbruch der Programm-Installation führt, oder aber sie zu akzeptieren.
Im letzteren Fall wird automatisch ein Browserfenster geöffnet, in dem dann auch gleich die entsprechende .Net-Downloadseite von Microsoft angezeigt wird. Dort lädt man nach der Auswahl der Sprache die kleine Installationsdatei (dotNetFx35setup.exe) herunter. Nach dem Start dieser Datei beginnt die Online-Installation, wo stattliche 60 MB vom Microsoft-Server heruntergeladen und innerhalb von etwa 10 Minuten auf dem Rechner installiert werden.
Ist die .Net Framework-Installation abgeschlossen, muß die Programm-Installation vom Composite Editor nochmals gestartet werden, die diesmal dann bis zum Ende ausgeführt wird.

2. Bilder verbessern

Man sitzt nach dem Urlaub oder einer Fotosession vor dem Monitor und betrachtet mitunter enttäuscht die Bilder: Zu hell, zu dunkel, Kontrastfehler, flaue Farben, etc.
Hier leistet der JPG-Illuminator sehr gute Dienste. Meine Fuji F40fd z.B. liefert meist zu dunkle Fotos, das dieses deutschsprachige Programm mit wenigen Klicks zu meiner vollsten Zufriedenheit ausbügelt. Zudem benutze ich dieses Programm, um Panaoramafotos zurechtzuschneiden, die ich mit einem der beiden oberen Alternativen erstellt habe.

JPG-Illuminator (deutschsprachig, kostenlos)

Deutsche Kurzanleitung inkl. Downloadmöglichkeit des Programms und eines Handbuches:
http://www.jpg-illuminator.de

3. Bildinhalte geraderücken

Wird ein Motiv bei einem nicht optimal gewählten Standort zum Objekt schräg abgelichtet, bewegen sich dessen Kanten aufeinander zu oder werden perspektivisch verzerrt wiedergegeben, anstatt gerade zu verlaufen. Um diesen Effekt zu vermeiden, verwenden Profiknipser an ihren Kameras spezielle Objektive (Tilt- und Shift-Objektiv). Das ist an einer Kompaktkamera aber einerseits nicht möglich und andererseits zu teuer.
Um Bilder nachträglich geradezurücken, bietet sich die Bearbeitung am Computer mit entsprechender Software an. Diese Bildmanipulation wird als „Shiften“ bezeichnet. Die Freeware ShiftN von Marcus Hebel ist ein Vertreter dieser Gattung und erledigt das vollautomatisch mit einem einzigen Mausklick.

ShiftN (deutschsprachig, kostenlos)

Der Anwender kann diverse Bearbeitungsparameter wie minimale Länge der Linien, minimaler Kontrast, maximale Schräglage, Korrekturfaktor und Ausgleich der Bilddrehung selbst einstellen.
Downloadmöglichkeit der jeweils aktuellen Programmversion:
http://www.shiftn.de/

4. Große Bilder verkleinern

Die Maße der Bilddateien von Digitalkameras sind durch den Megapixelwahn mitunter riesengroß. Für viele Zwecke reicht oftmals eine kleinere Größe aus, beispielsweise zum Versand per eMail oder für die eigene Homepage.

Der grandiose Bildverkleinerer (deutschsprachig, kostenlos)

Mit dem deutschsprachigen „grandiosen Bildverkleinerer“ (heißt tatsächlich so) kann man die gewünschte Größe ganz einfach einstellen. Die Ergenisse werden separat gespeichert, um die Originalbilder muß man deshalb keine Angst haben.
http://www.dr-wuro.de/verkleinerer.html


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