extremes Drehmomentloch

 
 
Publiziert im Juni 2014
Strukturiert im Okt. 2015

  2013er Modell: Suzuki V-Strom 1000 ABS (DL 1000 AL4)


Mein drittes Bike: Eine Suzuki V-Strom 1000 ABS
Bildquelle: suzuki-vstrom.com

Mit dieser V-Strom kommt Fahrfreude auf, wie ich sie mit meinen beiden großen Bandits zwischen den Jahren 2004 und 2014 nie erlebt hatte. Allerdings erst nach einer Nachbesserung der Software im Motor-Steuergerät durch Suzuki. Unten dazu mehr.
Dieses Motorrad zeigt sich als ein sehr handliches und äußerst wendiges Spaßgerät mit hohem Schräglagenpotential bis hin zum Kratzen der Fußrasten auf dem Straßenbelag.
Mit nur 228 kg wiegt sie gerade mal etwas mehr als ein trockener Waschlappen. Und bei vom Hersteller angegebenen 100 PS (bei 8000 U/Min) und 103 NM (bei 4000 U/Min) aus 1037 ccm Hubraum aus zwei Zylindern ist sie auch nicht über- oder untermotorisiert, gerade richtig eben.
In jeder Situation hat mir das Bike seit April 2014 auf knapp 35000 km (Stand von Anfang Oktober 2015) immer großes Vertrauen vermittelt, auch in extremer Schräglage. Wenn dann eine Fußraste bei einer Bodenwelle plötzlich und hart den Untergrund berührt, ist da plötzlich der Gedanke da, es könnte einen aushebeln. Wegen des Gelenks an der Fußraste ist das aber gar nicht möglich. Selbst in einer solchen Situation ist die V-Strom extrem gutmütig und bleibt spurstabil.

Es gab drei sehr unschöne Dinge, allesamt aber durch Suzuki behoben.

  1. Der größte Negativposten: Ein exorbitant tiefes Drehmomentloch.
    Ausgerechnet in dem Drehzahlbereich, in dem beim Überholen oder Beschleunigen am Berg oder nach einer Kehre viel Drehmoment gewünscht ist, drosselt das Steuergerät die Leistung. Und das auch noch ganz extrem.
  2. Bei Gaswegnahme im Schiebebetrieb stellten sich immer wieder Fehlzündungen ein, bei denen mitunter sogar der Motor abstarb. Das hätte bei Schräglage in einer langsam gefahrenen Kehre sicherlich für einen Hinleger gesorgt.
  3. Mit meinen beiden großen Bandits war ich es gewohnt, enge Kehren und ganze Serpentinenanlagen mit untertouriger Drehzahl im 2. Gang zu fahren. Mit der V-Strom war untertouriges fahren nicht mehr möglich!
    Unterhalb von 1500 U/Min (ca. 25 km/h) war das Verhalten des Motors der V-Strom sehr grenzwertig. Bei dieser Drehzahl lief er gefühlsmäßig kurz vor dem Absterben und zeigte das auch durch starke Vibrationen. Diese mittleren Beben übertrugen sich vor allem auf die Front des Motorrads. Es schien, als ob die V-Strom ihren Vorbau abrütteln wollte. Wenn es in einer Kurve in niedrigem Tempo also mal scharf ums Eck ging, mußte ich doch tatsächlich den 1. Gang bemühen. Auf Serpentinenanlagen artete das zu einer regelrechten Schaltorgie aus.
    Ein sehr ungünstiger Zustand, denn eine minimale Bewegung am Gashahn führt im 1. Gang zwangsläufig und von jetzt auf gleich zu einem heftigen Leistungsunterschied. Um bei solchen Gelegenheiten die Kontrolle zu behalten und eine ungewollte Bewegung der Gashand zu vermeiden, drückte ich den Handrücken gegen den Kunststoffarm der Handschützer.

Abhilfe: Zwei neue Steuergeräte mit optimierten Mappings.

Unter der Sitzbank.
In diesem Fall ist es das Steuergerät mit der Kennung J01.
Suzuki hat zweimal mit Softwareänderungen im Motorsteuergerät nachgebessert und für mein Dafürhalten alle drei genannten negativen Eigenschaften behoben.

Wer sich für eine V-Strom 1000 ABS interessiert, sollte unbedingt auf die Version des verbauten Steuergeräts achten! Die Version J02 ist im laufenden Jahr 2015 das letzte Maß der Dinge.

Welches Steuergerät verbaut ist, läßt sich am Aufkleber auf dem Steuergerät ablesen. Darauf steht die Teilenummer, die das Kürzel J00, J01 oder J02 für die jeweilige Version enthält.

  1. Ursprünglich wurde das Bike mit einem Steuergerät der Version J00 (Teilenummer 32920-31J00) ausgeliefert, Drehmomentloch und Fehlzündungen inbegriffen.
  2. Mit der Version J01 (Teilenummer 32920-31J01) wurde das Drehmomentloch behoben und die Fehlzündungen fast gänzlich unterbunden.
  3. Seit der Version J02 (Teilenummer 32920-31J02) läuft der Motor nun auch im niedertourigen Drehzahlbereich vibrationsarm und zeigt sogar bis runter auf 1200 U/Min (um die 20 km/h) endlich eine sanfte Laufkultur.

Am Seitenende habe ich beschrieben, wo und wie das Steuergerät zu finden ist: klickmich

Für Vielleser: Hier mein Erlebnis-/Erfahrungsbericht…

Seitenübersicht

  1. Juni 2014: unerwartet heftiges Leistungsloch
  2. Wieso wurde bei der vielen Testerei das Leistungsloch nicht bemerkt?
  3. 23.07.2014: Manni von ZTV bestätigt: 2. und 3. Gang sind werksseitig gedrosselt
  4. 01.08.2014: Suzuki kümmert sich
  5. 04.09.2014: Meine Dicke auf dem Leistungsprüfstand
  6. 09.09.2014: Sekundäre Drosselklappen als Hauptursache?
  7. 17.10.2014: Ein neues Steuergerät für Deutschland?
  8. 10.11.2014: Ein Suzuki-Techniker überprüft meine V-Strom
  9. 17.11.2014: Neues Steuergerät (J01) verbaut – das Drehmomentloch ist weg!
  10. 25.11.2014: Nochmal auf den Leistungsprüfstand
  11. Leistungsvergleich der Steuergeräte J00 und J01
  12. 04.08.2015: Die Händler wissen nun offiziell Bescheid!
  13. 21.09.2015: Das neueste Steuergerät (J02) ist eingebaut
  14. Frühjahr 2016: Mit dem J02 auf den Leistungsprüfstand
  15. Suche am Bike: Hier ist das Steuergerät zu finden
  16. Zur Info: Ignorante Vertragshändler in Österreich, Vereintem Königreich (UK) und USA
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Juni 2014: unerwartet heftiges Leistungsloch

Im April 2014 konnte ich meine V-Strom endlich beim Händler in Empfang nehmen. Zu Pfingsten 2014 war ich mit ihr zum intensiveren Kennenlernen auf einer ersten größeren Tour auf Korsika, Sardinien und bei der Rückreise in den Dolomiten unterwegs. Zu meinem sehr großen Mißfallen stieß ich dabei auf ein ganz erhebliches Leistungsloch.
Beim Beschleunigen im 2. Gang unter Vollgas zeigte sie mir immer wieder ein ganz gewaltiges Drehmomentloch zwischen ca. 5500 und knapp 7000 U/Min. Über 7000 U/Min und bis in den Begrenzer bei knapp 9500 U/Min stand die Kraft dann wieder konstant zur Verfügung.
Dieser Drehmomentverlust war subjektiv um so größer, je steiler ein Anstieg war. Er trat unabhängig von der Höhe auf und war reproduzierbar. Noch ausgeprägter war der Leistungseinbruch beim Beschleunigen im 2. Gang auf dem westlichen Anstieg des Monte Zoncolan, der sich streckenweise mit bis zu sehr beachtlichen 20% in den Weg stellt.
Auf weniger steilen Etappen stellte sich das Leistungsloch zwar weniger heftig dar, war für meinen Geschmack aber immer noch übermäßig spürbar und deshalb extremst störend.
Im flachen Gelände fiel es dagegen nur wenig bis überhaupt nicht ins Gewicht. Den V-Strom-Bikern, die nur auf Landstraßen und entschärften Touristenstrecken unterwegs sind oder eine zaghafte Gashand haben, wird diese Eigenart noch nicht mal auffallen.

Kein Einfluß durch die Traktionskontrolle
Bei dem geschilderten Erlebnis war die Stufe 1 der Traktionskontrolle aktiv. Bei anschließenden „erfolgreichen“ Versuchen diesen unschönen Effekt zu wiederholen, blieb die Warnleuchte der Traktionskontrolle aus. Das heißt, sie hat nicht eingegriffen.
Die Abschaltung der Traktionskontrolle brachte keine Änderung im Leistungsverhalten. Das Loch blieb in seiner Heftigkeit in dem angegebenen Bereich.

Ganz erheblich getrübte Fahrfreude
Dort, wo man an Steigungen nach einer Kehre den Gashahn im zweiten Gang bis zum Anschlag aufdreht um an Tempo zu gewinnen, war der Leistungsverlust schon sehr enorm! Das störte meinen Vorwärtsdrang und die Fahrfreude ganz ungemein. Das Drehmoment brach dabei abrupt ein, war danach aber genau so schnell wieder da. Man gewann den Eindruck, der Benzinfluß sei während dieser gefühlten Ewigkeit stark gedrosselt.
Einmal beschleunigte ich während eines solchen Einbruchs an einem vergleichsweise langsam fahrenden Auto vorbei. Ich hatte beinahe das Gefühl, ich käme an dem nicht mehr vorbei…

Das kann so nicht bleiben
Wenn ich die V-Strom behalten wollte, dann konnte das so nicht bleiben. Wieder zu Hause recherchierte ich im Netz. Weil die V-Strom noch sehr neu war, waren die Infos entsprechend spärlich. Auf den einschlägigen Seiten der Motorradzeitschriften fand ich zum Teil sogar wortwörtlich nur die Texte und Bilder, die Suzuki auf der eigenen Seite zu dem Bike veröffentlicht hatte. Soviel zur Kompetenz dieser überteuerten „Fachmagazine“ mit ihren geschätzten Autoren.


Leistungsdiagramm, in Rot laut Beschreibung
das einer 2014er Suzuki V-Strom 1000 ABS
Quelle: www.motorradonline.de/…

Auf motorradonline.de hatte ich nebenstehendes Leistungsdiagramm gefunden.
Zu meiner absoluten Überraschung verlief das aber sehr linear. Das paßte so gar nicht zu meiner gemachten Feststellung.
Erst später erfuhr ich bei einem eigenen Termin auf einem Leistungsprüfstand, daß solche Leistungsdaten in der Regel den 4. Gangs darstellen, sofern dazu keine weitere Info angegeben ist – so war es auch hier.
Ein Diagramm ohne Angabe des zugehörigen Gangs finde ich absolut überflüssig und bezeichne das als pure Augenwischerei. Zukünftig werde ich nichts mehr auf Leistungsdiagramme geben, wenn dort keine weiteren Details angegeben sind.

Wieso wurde bei der vielen Testerei das Leistungsloch nicht bemerkt?

Mir ist absolut unbegreiflich, wie ein solches bemerkenswertes Leistungsloch bei all den angeblichen Testfahrten durch die “Testabteilungen” der sog. Fachzeitschriften mit ihren Fachredakteuren unbemerkt bleiben konnte. Da stellen sie noch heraus, daß sie im Frühjahr zu Testfahrten von den Motorradschmieden ins spanische Almeria eingeladen werden und was kommt dabei an Berichterstattung heraus?
Aber selbst bei den Suzuki-Testfahrern schien dieses Drehmomentloch unbemerkt geblieben zu sein, obwohl sehr viel in den Alpen getestet wurde? Bei deren großer Erfahrung dürfte es aber eher unwahrscheinlich sein, daß ihrem Popometer so etwas verborgen bleibt.

Da drängt sich mir doch zwangsläufig der Verdacht auf, daß solche Testfahrzeuge mit einem eigens dafür optimierten, bzw. Vorserien-Motorsteuergerät am Start stehen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Bestätigung dieses Lochs durch den Suzuki-Außendienstler
Nicht lange nach der Tour besuchte ich meinen Händler. Der konnte aber nicht viel dazu sagen. Zumindest sprach er seinen zuständigen Suzuki-Außendienstler darauf an. Wenig später kam von dem die Rückmeldung, daß er dieses Drehmomentloch an seiner V-Strom nach einigen Versuchen im gleichen Drehzahlbereich auch entdecken konnte. Er stufte den Leistungsverlust sogar mit gefühlten 40% ein. Natürlich war seine Feststellung kein offizielles Suzuki-Statement.

Bestätigung dieses Lochs durch weitere Dritte
Das Leistungsloch bestätigte auch einer meiner Mailkontakte an seiner V-Strom mit 3700 km auf der Uhr. Mangels starker Steigungen in seiner Nähe aber nicht so ausgeprägt wie das bei meinem Erlebnis am Monte Zoncolan.
Mittlerweile hatte man auch im V-Strom-Forum meinen Bericht entdeckt und einen Thread dazu eröffnet, wo sich nach kurzer Zeit einige User zu Wort gemeldet und diesen Mangel ebenfalls bestätigt hatten: www.v-stromforum.de/viewtopic.php?f=3&t=40121

Welche (…) Kommentare und (…) Meinungen von einigen (…) Forumianern gepostet werden ist doch immer wieder erstaunlich. Aber das betrifft nicht nur das V-Strom-Forum. Um mein Nervenkostüm zu schonen, klinke ich mich seit einigen Jahren nur noch sehr selten in ein Forum ein und halte mich vollständig aus dortigen Diskussionen heraus.

Ein nicht ungefährlicher Zustand, wie ich finde.
Eine plötzliche, wenn auch nur kurzzeitige aber ungewollte Auswirkung auf die Körperhaltung und damit auf die Fahrsicherheit kann ein solchen Leistungsloch meines Erachtens auch haben.
Der Biker wirkt während einer Beschleunigungsphase mit einer mehr oder weniger starken Körperspannung entgegen. Fehlt plötzlich und unerwartet ein nicht unerheblicher Teil der Vortriebskraft, sorgt die bleibende Anspannung des Körpers dafür, daß vor allem Kopf und Oberkörper nach vorne und unten in Richtung Tank gedrückt werden.
Das mag dem einen oder anderen nicht erheblich erscheinen. Beim erstmaligen Eintreten dieser Eigenart ist die Situation aber sehr überraschend und kann durchaus zu ungewollten Reaktionen des Fahrers führen.

23.07.2014: Manni von ZTV bestätigt: 2. und 3. Gang sind werksseitig gedrosselt

Ein aufmerksamer Leser meiner Homepage hatte mich auf einen Suzuki-Händler und Bike-Tuner im hohen Norden Deutschlands aufmerksam gemacht. Bekannt ist er unter der Bezeichnung „ZTV Manni“ (www.zweirad-technik-visbek.de). Bei einem längeren und sehr interessanten Telefonat mit ihm stellte sich ein Aha-Erlebnis ein: Aus Zulassungsgründen hatte Suzuki den zweiten und dritten Gang der V-Strom 1000 ABS zur Reduzierung von Lärmemissionen drehmomentbegrenzt. Das erklärte zumindest ansatzweise das enorme Leistungsloch.
Stellte sich mir die Frage, wieso laut Auskunft meines Händlers der Suzuki-Außendienstler nichts von dieser Kappung gewußt haben will und das erst nach meiner Anfrage durch eigene „Versuche“ herausgefunden hatte?

Nebenbei bemerkt: Die Drosselung des 2. und 3. Gangs kann „ZTV Manni“ durch Änderung der Software im Steuergerät beseitigen. Für seinen Eingriff verlangt er 299 Euro.
Mit Sicherheit erlischt dadurch aber die Garantie/Gewährleistung. Und weil das ein illegaler Eingriff am Fahrzeug ist, erlischt natürlich die Zulassung des Bikes.
Weil Suzuki zum Ende 2014 und dann nochmal in 2015 im Rahmen der Gewährleistung mit angepassten Steuergeräten nachgebessert hat, hat sich für mich der Weg zu Manni erübrigt.

Es ist durchaus nachvollziehbar, daß viele Anpassungen vorgenommen werden müssen, um gesetzliche Vorgaben für die Zulassung eines Fahrzeugs zu erfüllen. Mit der Lösung die unteren Gänge bereichsweise und auch noch abrupt zu beschneiden und ein solches Ergebnis auszuliefern, hat Suzuki für mein Dafürhalten die treue Kundschaft aber vor den Kopf gestoßen.
Wäre mir das Leistungsloch in dieser Heftigkeit bekannt gewesen, hätte ich wohl von diesem nicht ganz billigen Kauf abgesehen.

Ursache beheben: Mapping im Steuergerät (ECU) anpassen
Wie erwähnt kann „ZTV Manni“ die Begrenzung beseitigen. Dabei würde lediglich die Software im Steuergerät über die vorhandenen Steckkontakte geändert. Eine anderer Eingriff am Motorrad sei nicht erforderlich. Dieser Änderung kann somit von außen nicht erkannt werden. Weiter meinte er, daß während eines Inspektionsaufenthalts in einer Suzuki-Werkstatt diese „Optimierung“ mit den dortigen Diagnosegeräten nicht ausgelesen oder angezeigt werden könne. Seine Anpassungen seien ausgiebig getestet und ausgereift und mittlerweile an einem knappen Dutzend 1000er V-Strom ABS vorgenommen. Auf mich machte er einen sehr kompetenten Eindruck. Allerdings kann man mir viel erzählen, weil ich von dieser Materie sehr wenig Ahnung habe.
Nach eigener Aussage steckt er seit Jahren einen Großteil seiner Zeit in die Optimierung und Ausreizung von Mappings diverser Motorradmodelle, um sie unter anderem fit für den Rennstreckenbetrieb zu machen.
Einige Zeit tendierte ich sehr stark dazu, die Begrenzung von ihm entfernen zu lassen.

01.08.2014: Suzuki kümmert sich

Beinahe vier Monate war es her, daß ich beim Händler das Problem reklamiert hatte. Jetzt endlich erfuhr mein Händler von seinem zuständigen Suzuki-Außendienstler, daß man sich in der Konzernabteilung des Themas angenommen hätte. Ende August könnte bereits eine akzeptable und kostenlose Lösung angeboten werden. Zu dem, was Suzuki genau geplant hatte, waren ihm aber keine Details bekannt.

04.09.2014: Meine Dicke auf dem Leistungsprüfstand


Meine V-Strom 1000 ABS auf dem Leistungsprüfstand
(Dynojet 250, ungebremste Rolle)

Der August war vorüber und Suzuki hatte sich nicht mehr gemeldet – was für eine Überraschung. Die Wartezeit ging langsam auf die Nerven. Interessehalber hatte ich meiner V-Strom einen Termin auf dem Leistungsprüfstand (Dynojet 250, ungebremste Rolle) eines Motorradtuners in der Nähe besorgt.
Ich wollte die Leistungsdaten des 2. und 3. Gangs bei abgeschalteter Traktionskontrolle ermittelt lassen.
Aus der leidigen Fahrpraxis mit inzwischen 13000 km auf der Uhr stellte ich mich schon mal auf ein niederschmetterndes Ergebnis ein.
Die ermittelten Daten bestätigten dann auch meine gemachten Erfahrungen vollumfänglich. Allerdings hatte ich nicht mit einem dermaßen tiefen Leistungseinbruch gerechnet. Bei dem extremen und weiten Tal, das sich im Diagramm des 2. Gangs zeigte, gingen mir ganz gehörig die Augen auf. Der Prüfstandbediener und erfahrene Motorradtuner und sein Chef zeigten sich ebenfalls sehr erstaunt.

Leistungsdaten im 2. Gang – Erschreckend!

Leistungsdiagramm meiner V-Strom 1000 ABS
im 2. Gang bei abgeschalteter Traktionskontrolle
Der Drehmomentverlauf zeigt eine ausgeprägte Sinuskurve. Der Abfall des Drehmoments beginnt sogar noch vor 4000 U/Min bei 77 Nm. Erreicht ist der Talgrund bei 5100 U/Min und zieht sich bis 5500 U/Min. In diesem Bereich werden gerade mal 63 Nm (48 PS) zur Verfügung gestellt. Nach dem Einbruch stehen wieder 77 Nm an, allerdings erst bei über 7000 U/Min.
Die PS-Kurve entwickelt sich ab 5500 U/Min sehr gleichmäßig bis zum Maximum bei 8400 U/Min (88 PS).
Ausgerechnet in dem Drehzahlbereich, in dem beim Überholen oder Beschleunigen am Berg oder nach einer Kehre viel Drehmoment gewünscht ist, drosselt das Steuergerät die Leistung. Und das auch noch ganz extrem.

Leistungsdaten im 3. Gang

Leistungsdiagramm meiner V-Strom 1000 ABS
im 3. Gang bei abgeschalteter Traktionskontrolle
Eine Begrenzung des 3. Gangs läßt sich nicht wirklich erkennen. Bis 4000 U/Min stehen relativ konstante 75 Nm (43 PS) an, die dann etwas wellig bis 6600 U/Min bei 90 Nm (86 PS) ansteigen.
Die PS-Kurve zeigt sich mit einem relativ gleichmäßigen Anstieg ab 3000 U/Min (30 PS) bis 8000 U/Min (93 PS).

05.09.2014: Auf zur Reklamation beim Händler

Jetzt, wo ich es beweiskräftig schwarz auf weiß hatte, war mein nächstes Ziel wieder mein Händler. Der arme Kerl machte auch große Augen. Er wollte sich nochmal mit seinem Suzuki-Außendienstler in Verbindung setzen, damit der an entsprechender Stelle mal energisch nachhakt.

09.09.2014: Sekundäre Drosselklappen als Hauptursache?

Ein österreichischer V-Strom-Treiber informierte mich darüber, daß die Ansteuerung der sekundären Drosselklappen für den Leistungseinbruch sorgen würde. Das hätte er mit einem befreundeten Suzuki-Händler herausgefunden. Mit dem Ausbau der Drosselklappen sei das Drehmomentloch zum größten Teil behoben, was auch ein Test auf einem Leistungsprüfstand bestätigt hätte. Sein Kommentar: www.v-stromforum.de/viewtopic.php?f=3&t=40121&start=90#p740170

Leider gab es noch kein Reparatur- und Wartungshandbuch für die V-Strom 1000 ABS. Deshalb wollte ich erst mal noch nicht übermäßig am Bike herumschrauben und die Drosselklappen dort lassen, wo sie waren.

22.09.2014: Leider nichts Neues…

Eine Rückfrage von meinem Händler beim technischen Außendienst vor etwa 3 Wochen zur Anfang August angekündigten Abhilfe und mit dem Hinweis auf meine Leistungsdiagramme blieb bisher ohne Reaktion.

27.09.2014: Händlergespräch auf der Intermot

Beim Händler hatte ich meinen neuen Heckkoffer abgeholt. Ursache des Umtauschs war ein Defekt der Schließmechanik. Obwohl der Garantiefall sofort anerkannt wurde, mußte ich beinahe drei geschlagene Monate darauf warten. Lieferprobleme wurden als Grund angegeben.
Bei der Gelegenheit ließ mich mein Händler wissen, daß er vom Start weg ab 01.10. für ein paar Tage auf der Intermot sein würde. Den Aufenthalt dort wollte er auch gleich nutzen, um das Problem der massiven Drehmomentbegrenzung bei den dort anwesenden Suzuki-Leuten anzusprechen. Aber wie schon vermutet konnte er dazu nichts Verwertbares erfahren.

29.09.2014: Ein neues Steuergerät für Österreich?

Ein weiterer österreichischer V-Strom-Besitzer informierte mich, daß Suzuki-Austria plane, im Januar 2015 ein neues Steuergerät auszuliefern. Eine entsprechende Verlautbarung hierzu konnte ich aber nicht recherchieren.

01.10.2014: Suzuki ist dran

Laut Info meines Händlers hat sich Suzuki gemeldet. Sie seien an der „Angelegenheit“ dran.

17.10.2014: Ein neues Steuergerät für Deutschland?

Der technische Außendienst teilte meinem Händler mit, daß für Deutschland zum Jahreswechsel mit einem neuen Steuergerät zu rechnen ist.

01.11.2014: Ankündigung: Ein Suzuki-Techniker überprüft meine V-Strom

Kaum zurück von einer 3-tägigen Dolomiten-Runde rief mein Händler an: Am 10.11. kommt ein Techniker von Suzuki mit einigen Gerätschaften im Handgepäck und würde mit umfangreichen Prüfungen meine V-Strom auf das Drehmomentloch hin untersuchen. Er wolle herausfinden, ob meine 1000er aus dem „üblichen Rahmen“ der Drehzahlbegrenzung herausfällt. Meine Diagramme vom Leistungsprüfstand und die Hartnäckigkeit meines Händlers führten zu diesem kleinen Erfolg.

10.11.2014: Der Suzuki-Techniker überprüft meine V-Strom

Heute war der Suzuki-Techniker beim Händler und hatte meine V-Strom beim Stand von mittlerweile 17056 km unter die Lupe genommen. Beim Vorgespräch erklärte ich ihm detailliert meine Erfahrungen mit dem ausgeprägten Drehmomentloch im 2. Gang zwischen 5500 und knapp 7000 U/Min und den häufigen Zündaussetzern bei der Gaswegnahme im Schiebebetrieb.
Bei seinen Testfahrten wurde das Steuergerät permanent ausgelesen und die Daten auf einem Laptop aufgezeichnet. Obwohl es in meiner Gegend keine nennenswerten Anhöhen gibt die das noch begünstigen könnten, konnte er das Drehmomentloch provozieren. Beim anschließenden Gespräch bestätigte er meine Annahme, daß das Drehmomentloch an meiner 1000er schon sehr ungewöhnlich sei. Anhand der erzeugten Kurven aus den gesammelten Fahrdaten (u.a. Position von Gasgriffstellung und Drosselklappen) erklärte er mir noch, daß das Steuergerät scheinbar richtig arbeitet.
Eigentlich, so meinte er, müßte sich die zur Minderung von Lärmemissionen beabsichtigte Leistungsdrosselung beim Beschleunigen im 2. Gang im Bereich von 50 km/h, sofern überhaupt spürbar, nur kurz bemerkbar machen. Im Fall meiner V-Strom würde die Leistung aber erst bei einer bedeutend höheren Geschwindigkeit in den Keller fallen und dazu noch sehr heftig.
Weil er sich in der Kürze keinen Reim darauf machen konnte, solle meine V-Strom erstmal ein neues Steuergerät bekommen. Das „Problembehaftete“ wolle er zu Suzuki nach Japan schicken, damit man dort weitere Prüfungen und Tests durchführen könne.

17.11.2014: Neues Steuergerät (J01) verbaut – das Drehmomentloch ist weg!

Heute brachte ich meine Dicke zum Händler, damit der erneut angereiste Techniker das neue Steuergerät einbauen konnte. Zusätzlich wollte er wegen der Zündaussetzer, die hin und wieder zum Absterben des Motors geführt hatten, auch gleich noch die Steuerklappen und Synchronisation von Einspritzanlage und Zündung überprüfen und ggf. nachjustieren. Mein Händler „befürchtete“ bei meiner Ankunft mit einem Augenzwinkern, daß das Bike zur Fehlersuche weitgehendst zerlegt werden würde.

Das hörte sich alles zwar nicht sonderlich positiv an, aber zumindest kümmerte sich der engagierte und freundliche Techniker um meine Anliegen und hatte meinem Bike nicht lapidar eine sog. Mängelfreiheit bescheinigt, mit der der Fall dann zu meinem allergrößten Mißfallen ohne weitere Behebung der offensichtlichen Mängel abgeschlossen worden wäre.

Beim Abholtermin war der Techniker leider schon abgereist. Vom Händler erfuhr ich, daß er seiner Meinung nach sehr gute Arbeit geleistet hätte. Bei der fortgeschrittenen Jahreszeit und dem kalten und diesigen Wetter wäre es übertrieben gewesen, eine Tour in die Alpen zu unternehmen, um bei ein paar Belastungstests das Ergebnis der Optimierungen selbst zu „erfahren“. Deshalb lasse ich sie nochmal auf den Leistungsprüfstand schnallen.

25.11.2014: Nochmal auf den Leistungsprüfstand

Heute hatte meine 1000er einen neuerlichen Termin auf dem Dynojet-Prüfstand, wo sie schon mal ihre Leistung zum Besten geben durfte. Schließlich wollte ich unbedingt wissen, wie sich das neue Steuergerät macht.
Zuvor fuhr ich sie auf etwa 70 km warm. Dabei beschleunigte ich auf einigen geraden Streckenabschnitten des kurvenreichen Geläufs im 2. Gang bei Vollgas ab etwa 2000 U/Min bis hoch zum Begrenzer durch. Zu meiner Freude war kein Drehmomentloch mehr zu spüren. Mir kam es auch so vor, als ob sie besser am Gas hing.
Daß ich mich nicht getäuscht hatte, zeigen die Ergebnisse vom Prüfstand im nachstehenden Vergleichsdiagramm. Der Motor stellt jetzt ein paar PS mehr zur Verfügung. Und das riesige Drehmomentloch im 2. Gang ist weg, komplett verschwunden!
Im 3. Gang hat sich auch etwas getan: Bereits bei niedriger Drehzahl wird jetzt erheblich mehr Drehmoment zur Verfügung gestellt. Da ist überhaupt kein Vergleich mit dem Leistungsdiagrammen von vor dem Austausch und den Optimierungen.

Leistungsvergleich der Steuergeräte J00 und J01

In der Zusammenfassung der sehr aussagekräftige Vergleich der Prüfstandstests (Dynojet 250, ungebremste Rolle) in einem gemeinsamen Diagramm.
Zu sehen sind die Leistungsdaten des 2. und 3. Gangs meiner V-Strom 1000 ABS.
Die gepunkteten Linien stellen die Leistungsdaten im originalen Auslieferungszustand mit dem J00-Steuergeät dar.
Die geschlossenen Linien die Leistungsdaten nach Austausch des Steuergeräts auf die Version J01 und Optimierung diverser Einstellungen und Synchronisationen durch den angereisten Suzuki-Techniker.

Der Suzuki-Techniker hatte wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Allerdings sollte es nicht soweit kommen müssen, die Techniker auszusenden um das auszubügeln, was in der Entwicklung gepfuscht oder versäumt wurde.

Abgesehen von der Zeit bis zur Mängelbehebung und meinen Kosten für den Leistungsprüfstand (100 € bei drei Terminen mit 5 Messungen) hat es sich für mich in jedem Fall gelohnt, Suzuki eine Chance zur Nachbesserung zu geben und nicht gleich das Steuergerät zu einem Tuner zu bringen. Allerdings stand ich sehr kurz davor.
Jetzt lehne ich mich mit meiner Behauptung ein wenig aus dem Fenster. Aber in Anbetracht des Aufwands den der Techniker mit seinen Optimierungen diverser Einstellungen und Synchronisationen getrieben hat, dürfte meine V-Strom zur Zeit das vergleichsweise am besten abgestimmte Triebwerk unter den V-Stroms ihr Eigen nennen – zumindest was mit legalen und offiziellen Mitteln durch Suzuki machbar ist.
Legal und offiziell deshalb, weil durch eine unautorisierte Manipulation eines Steuergeräts sowohl Garantie/Gewährleistung, als auch die Zulassung und damit der Versicherungsschutz für das Fahrzeug verlustig gehen. Ob im Fall der Fälle ein Steuergerät ausgelesen und ausgewertet wird um dem Fahrzeughalter einen Strick daraus zu drehen, stelle ich mal dahin und bliebe abzuwarten.

04.08.2015: Die Händler wissen nun offiziell Bescheid!

Wie ich heute beim Händler erfuhr, wurden mittlerweile alle Händler durch Suzuki ganz offiziell von dem Drehmomentloch informiert.
Weiter hieß es, daß scheinbar nur 3 von 10 V-Strom 1000 ABS den von mir entdeckten Makel haben. Deshalb soll sich der Händler mit dem technischen Außendienst nur in Verbindung setzen, wenn sich ein Kunde deswegen bei ihm meldet. Es ist einerseits also ein wenig Mut und Hartnäckigkeit des Kunden gefragt das Problem bei seinem Händler ggf. mit Nachdruck anzusprechen und andererseits das Engagement des Händlers.
Nimmt der seinen Kunden ernst und legt wert auf Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, dann wendet er sich an seinen zuständigen technischen Außendienst um weitere Schritte abzusprechen. Da fühle ich mich bei meinem Händler, vor allem aber bei dem dortigen Verkäufer, bisher bestens aufgehoben.
Bei meinem Besuch erfuhr ich noch beiläufig, daß ich mit meiner „Entdeckung“ des Drehmomentlochs und den aussagekräftigen Diagrammen vom Leistungsprüfstand den Anstoß bei Suzuki gegeben habe, dem intensiv nachzugehen. Da war ich doch überrascht und nach einer kleinen Schrecksekunde ein wenig stolz :-). Ich hoffe nur, daß ich bei den Asiaten deshalb nicht auf einer internen schwarzen Liste gelandet bin ;-).
Hätte sich der Verkäufer allerdings nicht so sehr engagiert und wäre der kompetente Herr vom technischen Außendienst nicht selbst daran interessiert gewesen, wäre der Mangel des für mein Dafürhalten doch sehr massiven Drehmomentlochs wohl erst sehr viel später, wenn überhaupt, bei Suzuki auf der Agenda gelandet.

21.09.2015: Das neueste Steuergerät (J02) ist eingebaut

Beim km-Stand 32700 wurde beim Händler das neueste Steuergerät mit der Kennung J02 eingebaut. Auf einer 6-tägigen Tour in und um die Dolomiten konnte ich mich in der letzten 2014er Septemberwoche von einer nochmaligen Verbesserung überzeugen.
Wie ich zu Beginn meines Berichts schon erwähnt hatte, konnte ich mit der V-Strom Serpentinen und enge Kehren nicht untertourig im 2. Gang fahren. Unterhalb von 1500 U/Min (ca. 25 km/h) war das Verhalten des Motors nämlich sehr grenzwertig. Hier zeigten sich große Vibrationen, die sich sehr stark auf die Front des Motorrad übertrugen. Es schien, als ob die V-Strom ihren Vorbau abrütteln wollte. Ich mußte hier also tatsächlich in den 1. Gang schalten. Auf Serpentinenanlagen artete das zu einer regelrechten Schaltorgie aus.

Dieses ungehobelte Verhalten legte die V-Strom schon mit dem J00-Steuergerät an den Tag und blieb leider auch unverändert nach der Umrüstung auf das J01er bestehen. Mit der J02-Version ist diese Unart aber zu meiner Freude ausgemerzt und der Motor läuft nun auch im niedertourigen Bereich vibrationsarm. Sogar bis runter auf 1200 U/Min (im 2. Gang sind das knapp über 20 km/h) zeigt sich endlich eine sanfte Laufkultur.

Ende gut alles gut!

Nun bin ich mit Suzuki quasi wieder „im Reinen“. Mit diesem Bike läßt sich nebenher wieder auf freudige GS-Jagd gehen um der zu zeigen, wo der Hammer hängt. 😉
Somit hat diese Problematik an meiner V-Strom endlich sein gutes Ende gefunden. Ein fader Nachgeschmack bleibt aber zurück. Schade, daß die Asiaten ihre Hausaufgaben so schlecht gemacht hatten.

Den Leidensgenossen drücke ich die Daumen für eine entsprechende Lösung für ihre V-Strom. Vielleicht können denen meine gemachten Erfahrungen ein Lichtblick und Anreiz sein, nicht locker zu lassen.

Im Frühjahr 2016 nochmal auf den Leistungsprüfstand

Neugierig auf eine Leistungsveränderung durch den Wechsel vom J01- auf das J02-Steuergerät wollte ich die Dicke gleich nach dessen Einbau noch im September 2015 auf den Leistungsprüfstand schicken. Leider war der Tuner mit seiner Werkstatt umgezogen und kam nicht vor dem Jahreswechsel dazu, den Prüfstand aufzubauen.
Nachtrag vom Juni 2016: Meine V-Strom habe ich seit dem Einbau des J02-Steuergeräts mehr als ausgiebig gescheucht. In den Alpen, den Dolomiten und auf Sardinien gings mehrmals über altbekannte „Hausstrecken“, die mir Leistungsvergleiche sehr gut ermöglicht haben. Weil ich keine Änderungen im Vergleich zum J01-Steuergerät feststellen konnte, sehe ich keine Veranlassung für einen nochmaligen Prüfstandstermin.

Suche am Bike: Hier ist das Steuergerät zu finden


Unter der Sitzbank.
Ganz zum Schluß möchte ich noch kurz beschreiben, wie das Steuergerät an der V-Strom 1000 ABS zu finden ist.
Steht man in Fahrtrichtung links neben dem Bike, nimmt man erstmal die Sitzbank ab. Danach ist der Blick frei auf den Bereich zwischen dem Sitzbankschloß und dem Batteriefach, das mit einer Gummimatte abgedeckt ist.
Rechts neben dem Batteriefach ist eine schwarze Kunststoffplatte, auf der die Werkzeugtasche befestigt ist. Rechts daneben folgen drei Stecker und daneben nochmal ein weißer Stecker und zwei Sicherungkästen. Die Stecker und Sicherungkästen sind schwingungsgedämpft in Gummipuffer eingeschoben.

Unter der Sitzbank.
In diesem Fall ist es das Steuergerät mit der Kennung J01.
Für den folgenden Schritt können alle diese Dinge auf der Kunststoffplatte verbleiben, wie sie dort zu sehen sind.
Die Kunststoffplatte ist mit drei Kreuzschlitzschrauben befestigt. Diese drei Schrauben sind auszudrehen. Dabei darauf achten, daß sie nicht in den Unterbau der Verkleidung rutschen und verloren gehen.
Ein Formteil der Kunststoffplatte ist unter der Rahmenbrücke eingefädelt, auf dem das Sitzbankschloß montiert ist. Mit etwas Fummelei und sanfter Gewalt durch Anheben auf der Batterieseite läßt sich die Platte aber herausziehen. Dann ist der Blick frei auf das Steuergerät. Auf dem ist ein Aufkleber mit der Teilenummer angebracht. Die Letzten drei Ziffern geben die Version des Steuergeräts an (J00, J01 oder J02). Im Beispielfoto sind es die Ziffern J01.

Ignorante Vertragshändler in Österreich, Vereintem Königreich (UK) und USA

Nachfolgend berufe ich mich auf die inzwischen zahlreichen Mails, die mich seit Mitte 2014 von Besitzern einer V-Strom 1000 ABS erreicht haben.
Die lassen mich den vorläufigen Schluß ziehen, daß Suzuki mit einem Steuergeräte-Tausch eher auf das Argument der Fehlzündungen und eines abgestorbenen Motors reagiert, als auf die Beschwerde über ein Drehmomentloch oder unrunden Motorlauf in niedrigen Drehzahlen.
Hinweis für außerdeutsche V-Stromer: Mitte April 2016 hat mich die Mail eines deutschen V-Stromers erreicht mit dem Hinweis, daß sein Steuergerät als Garantieleistung(!) getauscht wurde. Der Biker wurde von seinem Händler im Rahmen des 12000er Kundendienstes darüber informiert.
Zumindest scheint Suzuki-Deutschland das so zu handhaben. Ganz offensichtlich gibt es nämlich extrem unterschiedliche Vorgehensweisen bei anderen ausländischen Suzuki-Hauptniederlassungen und den dortigen Vertragshändlern. Bis in den Herbst 2015 hinein war ich der Meinung, daß die asiatische Mutter einheitliche Verfahrens- oder Handlungsanweisungen an die Hauptniederlassungen bei einer Meldung/Reklamation durch den Kunden herausgegeben hätte.
Dem scheint aber leider ganz und gar nicht so zu sein! In den Mails aus Österreich lese ich immer wieder, daß viele Suzuki-Händler über Fehlzündungen und Drehmomentloch bei der V-Strom noch nie gehört hätten oder das sogar abstreiten. Den Besitzern schlägt überwiegend Desinteresse von Händlerseite entgegen und die sture Weigerung, sich doch mal durch ein kurzes Telefonat beim technischen Außendienst schlau zu machen.
Aber es gibt in Österreich auch lobenswerte Suzuki-Händler, die von sich aus auf den Kunden zugehen und das Steuergerät tauschen. So hat z.B. ein österreichischer Leidensgenosse entnervt den Händler gewechselt und siehe da: Der hat ihm sofort einen Tausch zugesagt.
Ein Kontakt aus USA berichtet ähnlich unerfreuliches. Dort bekam ein Mitarbeiter einer Suzuki-Niederlassung bei einer unverbindlichen telefonischen Anfrage beim technischen Service zum Drehmomentloch sogar eine Abfuhr, weil er vor dem Anruf den Fehler am Motorrad nicht persönlich überprüft hatte. Weiter ließ er mich wissen, daß die Suzuki-Händler im Vereinigten Königreich ebenfalls ganz enorm mauern und der Kunde unverrichteter Dinge vom Hof rollen muß.
Ein ganz dreister Fall wurde mir aus Österreich berichtet. Dort hatte ein Händler auf Nachfrage versichert, daß ein J02-Steuergerät verbaut sei. Der Besitzer kontrollierte das später und fand zu seiner Überraschung ein J00 vor. Zur Rede gestellt erklärte der Händler dem verärgerten Käufer, daß das J00 vor der Auslieferung der V-Strom ein Software-Update erhalten hätte.
Für mein Gerechtigkeitsempfinden ist das Täuschung und Betrug. Belege eines durchgeführten Software-Updates konnte er natürlich nicht beibringen. Wie auch? Es ist mir nicht eine einzige Meldung bekannt, wo ein Steuergerät ein Software-Update durch Suzuki erhalten hätte. Bisher wurde immer das Steuergerät getauscht. Das bestätigen alle Berichte von V-Strom-Treibern und die doch schon recht lange Tausch-Liste im V-Strom-Forum.

Sturer Händler – was tun?

Einige Male wurde ich schon gefragt, was bei einer penetrant-ablehnenden Haltung eines Suzuki-Händlers getan werden könnte. Glücklicherweise ist meiner sehr engagiert. Wäre ich aber mit einem solchen geschlagen, hätte ich zu dem kein Vertrauen mehr und auch für die Zukunft kein gutes Gefühl. Es bleibt wohl nichts anderes als ein Händlerwechsel übrig.
Eine Mängelanzeige durch den Kunden an die Hauptniederlassung bleibt erfolglos. Die verweisen lediglich an den Händler, damit der sich im Reklamationsfall mit dem Technischen Außendienst für ein weiteres Vorgehen absprechen soll.

Deutsche Leidensgenossen können hierüber eine Umkreissuche starten:

  1. motorrad.suzuki.de/uber-uns/kontakt/handlersuche

Österreiche V-Stromer nutzen diesen Link zur Suche:

  1. www.suzuki.at/bike/haendler/haendlersuche

Bei einem Telefonat kann vorab dann schon mal der Händlerwechsel angedeutet und geklärt werden, ob man dort schon von dem Mangel weiß.
Es geht aber nichts über ein Gespräch vor Ort, um für ein zukünftiges Vertrauensverhältnis vorzufühlen und sich ein Bild über den Zustand der Werkstatt machen zu können. Natürlich nach Terminabsprache und am besten mit dem Werkstattleiter, damit sich der gute Mann auch Zeit nehmen kann und das Gespräch nicht zwischen Tür und Angel stattfindet.
Und dann macht auch der Ton die Musik. Es soll ja Zeitgenossen geben, die lautstark in ein Büro stürmen und auf den Tisch hauen. Da stellt das Gegenüber natürlich auf stur.


Zur Beachtung:
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38 Reaktionen zu "extremes Drehmomentloch"

  1. Umsteiger schreibt:

    Hi,
    kann deine Er-fahrungen auf der „Big“-V teilweise nachvollziehen. Habe das Leistungsloch erstmals vor einigen Wochen bei einem Rennstreckentraining auf dem Spreewaldring (BRB) festgestellt. Im 2+3 Gang zeigte es sich ca. zw. 4-6000 Touren als eine „Gedenksekunde“, in welcher der Leistungszuwachs und -fluß zu stocken schien. Ab 6 u/min war dannn alles wieder o.k. Über die Gänge 4-6 kann ich wenig aussagen, weil die auf der sehr kurvigen Strecke nicht zum Einsatz kamen. Wie im V-Strom Forum berichtet, bietet „ZTV Manni“, ein Suzuki-Händler aus dem Norden (http://www.zweirad-technik-visbek.de/index.html), ein verändertes Mapping an, dass speziell die im 2+3 Gang wirksame Drosselung aufheben soll. Erste Berichte von Usern klingen ganz hoffnungsvoll. Mehr dazu findest Du hier: http://www.v-stromforum.de/viewtopic.php?f=3&t=39064&start=195
    Offenbar geht es Suzuki um die Begrenzung der Lärmimissionen.

    Dass die Leistungsbegrenzung bislang in dem Dutzend Tests noch niemand aufgefallen ist, ist mir auch ein Rätsel. Nur Motorrad schreibt in der Alpenmaster Bewertung etwas von Leistungsmangel, jedoch ohne näher darauf einzugehen.
    Dass da noch eine Nachbesserung von Suzuki kommt, erwarte ich eher nicht.

    Grüße

    Kommentar:
    Vielen Dank! Das ist doch mal ein echter Tip.
    Ich werde mich baldmöglichst dahinterklemmen und Kontakt aufnehmen.
    Wie es weitergeht, werde ich hier mitteilen.

    Danke nochmal und Gruß zurück, Reiner von on2r.eu

  2. Stromer schreibt:

    Hallo Reiner… Tolle und informative Seite! Das Drehmomentloch kann ich an meiner 1000er mit 5500 km auf dem Tacho auch bestätigen. Steigungen und Kehren haben wir hier in Südtirol genug 🙂 Anfänglich gab ich der TC die Schuld, doch mittlerweile fahre ich seit KM-Stand 2000 ohne die TC. Habs mir angewöhnt beim rausbeschleunigen aus den Kehren mit dem 2. Gang, den Gashahn einige mm wieder zu schliessen um dann erneut aufzudrehen und so fällt das Drehmomentlich nur einen Bruchteil einer Sekunde auf. Gruss

    Kommentar:
    Hallo auch und Danke!
    Es tut schon gut, wenn auch andere V-Stromer das Drehmomentloch bestätigen!
    In den Foren wird wegen meines Berichts hin und wieder ja regelrecht auf mich eingeschlagen. Abstreiten und anzweifeln tun das Drehmomentloch nach wie vor viele Forumianer, obwohl bereits im April einige Biker darüber geklagt hatten, wie ich vor kurzem nachlesen konnte.
    Diese Abstreiter und Anzweifler werden dann wohl Flachlandtiroler sein, die nur auf geraden und langweiligen Landstraßen dahincruisen. Stellt sich auch die Frage, ob die überhaupt schon mal auf der neuen V-Strom gesessen sind. Das kann uns aber nur recht sein, bleiben für uns doch dann die Bergstraßen und Pässe relativ hindernisfrei befahrbar. 😉
    Andererseits habe ich das Loch während meiner Probefahrt auch nicht wirklich bemerkt. Und mehr und heftiger am Gas reißt man ja auch erst, wenn man ein Bike schon ein wenig kennengelernt hat.

    Ach ja: Ich fahre permanent in der 1. Stufe der Traktionskontrolle. Ein wenig Schlupf ist da noch durchaus vorhanden.

    In Deiner Heimat bin ich reichlich unterwegs. Vielleicht fahren wir uns mal zufällig über den Weg?

    Gruß zurück, Reiner von on2r.eu
  3. Tino schreibt:

    Hallo Reinhold,

    gespannt habe ich deinen V-Strom Bericht gelesen. Ich fahre im Moment die 650er Bj. 2012 und bin am überlegen mir die Große zuzulegen. Dein Bericht weckten aber Zweifel… Hintergrund zur Vergrößerung sind die Kinder, die eventuell demnächst mit z.B. einen Schwenker von Kalich mitfahren wollen.

    Ich werde weiter verfolgen, ob du das Problem mit dem Leistungsloch in den Griff bekommst.

    Viele Grüße
    Tino

    Kommentar:
    Hallo Tino,
    wie schon erwähnt, ist die V-Strom 1000 ABS ein echtes Spaßgerät. Und wenn dann der Motor ab nächsten Monat dann endlich auch in den unteren Gängen offen drehen darf, kann ich mir für mich zur Zeit kein optimaleres Bike vorstellen.
    Gegenüber meinen beiden großen Bandits ist die V-Strom wegen des ihres niedrigen Gewichts äußerst handlich und extremst kurven- und legefreudig bis hin zum häufigen rastenschleifen.
    Mittlerweile habe ich doch schon recht viele km raufgefahren, hatte dabei aber in jeder Situation großes Vertrauen zum Bike, auch in extremer Schräglage. Das war mit den schwereren Bandits beileibe nicht immer so.
    Gewöhnungsbedürftig war für mich, daß ich nicht mehr wie gewohnt im zweiten Gang durch eine Serpentine komme, sondern den ersten bemühen muß. Im zweiten Gang ruckelts unterhalb 1500 U/min nämlich schon sehr.

    Eine ausgiebige Probefahrt würde Dich sicher von der 1000er V-Strom überzeugen! Und bis 30.09.2014 gibts die V-Strom als Sondermodell „BIG“ inklusive sehr viel Zubehör für nur 700 Euro Aufpreis: http://motorrad.suzuki.de/modelle/sport-enduro-tourer/v-strom-1000-abs

    Die Kinder werden beim Biken sicher ihren Spaß haben, Reiner von on2r.eu
  4. Ralf schreibt:

    Hallo Reinhard,
    sehr interessant Dein Bericht. Ich schaue mich gerade nach einem anderem Motorrad um……..

    Bei der Xt 1200 wird der Kupplungsschalter überbrückt um die Drossel im 2. u. 3. Gang zu umgehen – gibts hierzu vl. Erfahrungen?

    Gruß Ralf

    Kommentar:
    Hallo Ralf,
    zur V-Strom ist mir dazu nichts bekannt.
    Allerdings werde ich das an der V-Strom nicht testen, denn an meiner Suzuki Bandit 1250S hatte genau dieser Eingriff unschöne Auswirkungen. An der hatte auf Tour einmal der Kupplungsschalter seinen Dienst eingestellt. Als Abhilfe hatte ich eine Drahtbrücke gesetzt.

    Leider hatte das einige unvorhergesehene und unschöne Auswirkungen:
        – Konstantfahrruckeln im unteren Geschwindigkeitsbereich
        – Motorklopfen im Bereich von 2000 – 3000 U/min
        – der kalte Motor starb im Standgas schon mal ab

    Meine damalige Vermutung, daß eine durch die Drahtbrücke simulierte gezogene Kupplung einen Einfluß auf die Motorsteuerung hat, wurde im Banditforum von „Dr. Feinbein“ bestätigt und ein wenig ausgeführt:
    Es gibt im Motorsteuergerät separate Kennfelder für eine gezogene Kupplung bzw. eingelegten Leerlauf. Da werden wesentlich frühere Zündwinkel gestellt (liegt ja keine Last an) als bei eingelegtem Gang. Im Fall der 1250er Bandit sind das im Bereich von 2000 – 3000 U/min mehr als 15 Grad Frühzündung.
    Aus diesem Grund hatte er davon abgeraten, mit gebrücktem Kupplungsschalter zu fahren. Ein Lager-/Motorschaden könnte die Folge sein.

    Der betreffende Thread im Banditforum: http://www.banditforum.de/wbb4/index.php/Thread/318623-gebr%C3%BCckter-Kupplungsschalter-Konstantfahrruckeln-Motorklopfen/?pageNo=1
    Der ist dummerweise aber nur für registrierte Mitlieder zugänglich. Von einer Registrierung rate ich aber ab, denn was da diverse Forumsmitglieder zum Besten gegeben haben, läßt mich sehr stark an deren Geisteszustand zweifeln! Das ist ein Grund, warum ich Foren meide.

    Voraussichtlich zum Ende des Monats soll es ein Update durch Suzuki geben. Sollte das keine nennenswerte Änderung bringen, werde ich das Mapping im Steuergerät ändern und damit die Drosselung beseitigen lassen.

    Grüße, Reiner von on2r.eu

    • Alpentier schreibt:

      Hallo,
      ich kann das gut nachvollziehen, dass eineige Stromer den Leistungseinbruch nicht wirklich nachvollziehen können. Mir ging es Anfangs auch so, erst in den Alpen habe ich gemerkt das da etwas nicht so funzt wie ich es mir vorgestellt habe. Mit Sozia bergauf mit Gepäck fällt das Leistungsdefizit schon arg auf. Im zweiten Gang aus der Kehre heraus klappt erst ganz gut, dann hatt man auf einmal das Gefühl der Motor hat Aussetzer so als wenn keinen Sprit mehr bekommen würde, erst ab 6000U/min legte der Motor wieder Kohlen nach. Wenn man das weiß, kann man damit umgehen, schön ist es aber nicht. Da wir es nicht wussten hatten wir erstmal eine Schrecksekunde als wir ein Fahrzeug überholten und wir nicht wirklich vorwärts kamen. Würde mich freuen wenn Suzuki diesbezüglich ein Update nachlegen würde. Ansonsten ist das Teil eine Wucht. Handlich, zielgenau, super Bremsen, lässt alles über sich ergehen und bleibt dabei immer gutmütig. So macht Motorradfahren richtig spass. Nach einer eher unglücklichen Saison mit einer BMW bin ich sehr glücklich darüber „Mein Motorrad“ gefunden zu haben.

      Grüße vom Alpentier

  5. M.Gunkel schreibt:

    Hallo,
    nach nunmehr 1500 km mit der DL 1000 kann ich die Zugunterbrechung durchaus bestätigen. Ist schon ein komisches Gefühl ……
    Wenn man nur im Blümchenpflückermodus unterwegs ist bemerkt man das aber nicht. Es ist halt ärgerlich bei einer Investionssumme von über 10 k dann noch Geld für die Optimierung der Laufeigenschaften ausgeben zu müssen.
    Werde meinen Händler mal ansprechen ob es eine Lösung gibt.
    Ansonsten muss ich sagen (nach 34 Motorradjahren vom 1 bis 6 Zylinder)
    ist die V Strom ein fast perfektes Motorrad für mich. Leicht, handlich, gute Bremsen, gute Sutzposition (196cm), geschmeidiger Motor. Bin sehr zufrieden.
    Gruss
    Michael

  6. Umsteiger schreibt:

    So, hab frisch dass neue Mapping von ZTV-Manni drauf: Jetzt zieht die Kiste auch im 2.+3. Gang sauber durch und zeigt so den bärigen Charakter, den das in der Werbung herausgestellte bullige Drehmoment erwarten ließ. Auch der Sound ist jetzt entsprechend. Fazit: das Honorar für den Tuner hat sich wirklich gelohnt.

    Hoffe nur, dass Suzuki mir bei der nächsten Inspektion nicht mit einem Steuergerät tausch und eigenem Mapping alle wieder zerschießt.

    Kommentar:
    Hallo Auch.
    Ich hatte Deinen Eintrag im Forum bereits entdeckt. Aus oben genannten Gründen bin ich in den diversen Foren aber nur noch „aktives Passivmitglied“ unterwegs. Soll heißen, daß ich hin und wieder aufmerksam mitlese, aber keine Kommentare mehr hinterlasse.

    Mit Deinem abschließenden Satz dort hast Du das Unvermögen einiger Forumsschreiber sehr gut zusammengefaßt, die nicht in der Lage sind, eine Eigenschaft überhaupt erkennen zu können. Ich bin mal so frei und verlinke Dein Posting: http://www.v-stromforum.de/viewtopic.php?f=3&t=40121&sid=d7388cc5f52f7a19bb0d87caaef13871&start=30#p729331

    In jedem Fall beglückwünsche ich Dich zu Deiner Entscheidung für mehr Fahrspaß!

    Ich für meinen Teil werde noch abwarten, bis Suzuki seine Anpassung anbietet. Sollte das nicht meinen Erwartungen entsprechen, wird Manni von mir ebenfalls einen Auftrag zur Änderung des Mappings erhalten.

    Und wer weiß, vielleicht fahren wir uns mal über den Weg…

    Grüße, Reiner von on2r.eu

  7. Herbert schreibt:

    Hallo,
    hab dein Update vom 5.09. mal auf Suzuki´s Facebook-Seite mit dem Vermerk: „wird mal Zeit daß ihr euch darum kümmerts!“ gepostet – vielleicht hilft´s ja was.
    Das Drehmoment- und Leistungsloch ist wie du bereits bestätigt hast vor allem im 2. Gang sehr stark vorhanden. Wie das manchen nicht auffallen kann ist mir ehrlich gesagt auch ein Rätsel…
    Tolle Seite!

    Gruß

    Herbert

  8. Umsteiger schreibt:

    Hi Reiner,
    klingt so interessant wie erschreckend – weitgehende Kastration des 2. offensichtlich.
    Wäre sehr interessiert das Leistungsdiagramm mal in Augenschein zu nehmen.
    Aber auch die Leistungsdaten des 3. erscheinen mir mit den (Werbe-) Aussagen von Suzuki > 103 Nm bei 4000 u/min < kaum kompatibel.
    Mittlerweile fängt endlich auch die Fachpresse an, die Leistungsschwäche der DL1000A zu kritisieren; so der Tourenfahrer in der neusten Ausgabe. Ob Suzuki wirklich nachbessert, halte ich alerdings für sehr zweifelhaft. Mit einem beim Händler aufgespielten Nachrüstmapping ist es nämlich nicht getan. Ganz davon abgesehen, dass die meisten Händler offenbar gar nicht über das Equipment verfügen, ein neues Mapping aufzuspielen,und Suzuki wohl auch gar nicht will, dass sie das können, wäre dann auch wohl die auf dem bisherigen beruhende Typen-Homologation hinfällig. Suzuki müßte also hunderte Steuergeräte austauschen und eine neue Musterzulassung betreiben – da glaub ich nicht so recht dran.
    Wie bei vielen anderen Maschinen zuvor auch, wird es also wohl wieder privater Initiative überlassen bleiben, das Homologationsloch in der Drehmomentkurve zu glätten.

    Wir werden sehen.

    Grüße vom

    Umsteiger

  9. M.Gunkel schreibt:

    Hallo,
    so nach unserer Alpentour muss ich sagen : der zweite Gang ist 🙁
    bei Überholmanövern kann das sogar gefährlich werden. Ich bin ein paarmal regelrecht verhungert als ich im zweiten Vollgas gegeben haben um ein anderes Fahrzeug zu überholen. Das ist so nicht akzeptabel. Wenn man nicht auf Anschlag fährt geht es . Aber kauft man ein Motorrad für 12.000 . -Euro um beim Überholen dran denken zu müssen „ja nicht Vollgas geben sonst gehts nicht voran“ ???. Die volle Leistung steht meiner Meinung nach erst wieder bei ca. 6000 U/Min. an. Werde meinen Händler ansprechen, mal sehen was der sagt. Wahrscheinlich aber nur blablabla…. , also ZTV und freimachen den Motor. Ärgerlich ist das allemal.
    Gruss
    Michael

  10. Torsten schreibt:

    Hallo Reiner,

    das definitive Leistungsloch, nervt mich auch als Flachlandtiroler immer mal wieder. Aber als ich letzte Woche ausgiebig im Harz unterwegs war – und das sind ja beileibe keine alpinen Verhältnisse – war es teilweise deprimierend!!!

    Mein Händler kann das alles nicht nachvollziehen und hat angeblich auch noch nichts davon mitbekommen – da hat wohl jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht, denn man sollte sich schon mit den Produkten auseinandersetzen, die man verkauft. Wie ernst die Kunden genommen werden lassen wir mal außer Betracht…

    Wie auch immer, es muss etwas passieren! Die ZTV Methode ist sicherlich wirksam, aber ich sehe DERZEIT nicht ein, 300€ dafür hinzublättern.

    Ich hoffe, dass sich Suzuki wenigstens durch die Presse zum Handeln genötigt wird, denn für die angestrebte Platzierung in den Verkaufscharts ist das sicherlich nicht förderlich.

    Ich werde versuchen, mich für den Rest dieser Saison zusammenzureißen und ggf. im kommenden Jahr die ECU pimpen lassen, wenn nichts vom Hersteller kommt.

    Durchhalten!!!

    Gruß
    Torsten

  11. Alpentier schreibt:

    Hallo Reiner,

    Soweit würde ich jetzt nicht gehen. Die Sekundär-Drosselkappen sind da nicht ohne Grund verbaut worden.
    Diesen Drosselkappen hast du das feine Ansprechverhalten und das außerordentliche geringe Lastwechselspiel zu verdanken. Das trägt unwahrscheinlich zu diesem easy giong feeling bei. Ausserdem wird die Drosselung nicht nur durch diese Drosselklappen erreicht, die Einspritzmenge sowie der Zündwinkel werden ebenfalls angepasst. Subjektiv wird die Drosselung nur zum Teil aufgehoben, objektiv betrachtet ist die Kastration im zweiten Gang noch immer vorhanden, weil diese über die ECU vorgegeben ist. Das einzige was da wirklich Sinn macht ist eine ECU Anpassung (ca. 300Euro) oder du gaukelst der ECU einen anderen Gang vor. Bei letzteren würde dann aber die Ganganzeige nicht mehr funktionieren so das die erste Option in meinen Augen absolut perfekt wäre. Mein Suzuki Händler will mir selber den angepassten Datenstand auf die ECU spielen und mir trotzdem die volle Garantie gewährleisten.
    Allerdings nur dann wenn ich nur den zweiten Gang entdrosseln lasse, wenn ich auch die Vmax Drossel raus haben möchte würde er die Garantie verwehren. Vier Jahre Garantie einfach so zu riskieren muss ja nicht sein. Dein Drosselklappen ausbau würde auch in diese Hinsicht zu Problemen führen falls du später vielleicht Ansprüche zwecks Garantie geltend machen willst. Ich würde die Finger von solchen Hobby schraubereien lassen und den Profis den Vorzug geben. Die Variante mit ECU flashen ist für Suzuki nur mit größerem Aufwand nachvollziehbar, da nicht der komplette Datenstand überschrieben wird. Die Nomenklatur ändert sich auch nicht, so dass in der Praxis niemand darüber stolpert, dass hier etwas geändert wurde.
    Was du daraus machst ist letztendlich dein Ding.
    Wünsche dir viel Erfolg,
    Viele Grüße,

  12. M.Gunkel schreibt:

    Ich habe auf der Intermot mal den Suzuki Stand besucht und einen dort anwesenden Mitarbeiter auf die Problenmatik hin angesprochen.
    Die Antwort war wie erwartet, „ich fahre die Maschine selber, dann muss man halt kein Vollgas geben in diesem Drehzahlbereich, dann ist das kein Problem“.

    Auf meinen Einwand hin, dass man von einem 12500.- Euro teuren Motorrad doch erwarten könne dass die volle Leistung in jedem Drehzahlbereich zur verfügung steht, wiederholte er seine Äußerung.
    Ein Politiker hätte das nicht besser formulieren können……

  13. Umsteiger schreibt:

    Hi Reiner,
    „Probleme mit dem ausgeprägten Drehmomentloch im 2. Gang zwischen 5500 und knapp 7000 U/Min“ ?
    In Deinem Leistungsdiagramm oben liegt das „Loch“ zw. 4000 und 5500 U/Min, wie es übrigens auch meinen Erfahrungen entsprach.
    Wie ist die Veränderung zu erklären?

    Gruß

    Umsteiger

    Kommentar:
    Hallo auch und danke für den Einwand!

    Wie ich im Punkt Test auf dem Leistungsprüfstand im 2. und 3. Gang: Loch bestätigt zum 2. Gang schon analysiert hatte:

    … Der Abfall des Drehmoments beginnt noch vor 4000 U/Min bei 77 Nm. Erreicht ist der Talgrund bei 5100 U/Min und zieht sich bis 5500 U/Min. In diesem Bereich werden gerade mal 63 Nm (48 PS) zur Verfügung gestellt. Nach dem Einbruch stehen wieder 77 Nm an, allerdings erst über 7000 U/Min. …

    Leider vergaß ich darauf hinzuweisen, daß sich über den Beginn des Leistungseinbruchs meine subjektive Wahrnehmung (bei etwa 5500 U/Min) nicht mit dem Wert im Leistungsdiagramm (noch unterhalb 4000 U/Min) decken. Das werde ich im Artikel noch nachtragen.

    Das mag evtl. mit der Genauigkeit meines Popometers und/oder den speziellen Eigenschaften von Leistungsprüfständen zu tun haben. Bei den Prüfständen gibt es nämlich durchaus beachtliche Unterschiede (ungebremst, gebremst mit Schwungmasse, gebremst mit Wirbelstrombremse, etc.), die das Ergebnis beeinflussen. Den Püfstand, den das Hinterrad meiner V-Strom malträtiert hat, war ein „Dynojet 250“ mit ungebremsten Rollen.
    Das soll aber keine Diskussion auslösen! Mir ging es vorwiegend darum, das Drehmomentloch beweisbar darzustellen.

    Gruß, Reiner von on2r.eu

  14. Vaustrom schreibt:

    Hallo Reiner,

    meine DL 1000 ABS wurde von einem Suzuki Techniker geprüft und es wurde dabei festgestellt, dass das Leistungsloch auftritt, weil die sekundären Drosselklappen nicht richtig öffnen, während die Primären durch die Gaszüge mechanisch voll geöffnet sind. Es wurde das Steuergerät ausgetauscht (hatte der Techniker vorsorglich dabei) und jetzt ist alles gut – die Maschine zieht durch, wie es sein soll!!!

    Jetzt bin ich froh, dass ich abgewartet habe…

    Ich hoffe, dass meine Erfahrung hilfreich ist!!!

    Viele Grüße
    Vaustrom

    • Umsteiger schreibt:

      Hi Reiner,
      Zunächst meinen Glückwunsch zum gestopften Drehmomentloch! Wurde ja auch wirklich Zeit,
      Allerdings glaube ich bei der großen Zahl von Betroffenen nicht so recht an ein „defektes“ Steuergerät; auch das derTechniker bei Vaustrom beim Stichwort Leistungsproblem ‚zufällig‘ eine neue Box in der Tasche hat, spricht m. E. Eher dafür, dass Suzuki um die serienmäßige Drosselung sehr wohl weiß und bei engagierten Beschwerden über Händler Boxen mit einem verbesserten Mapping nachliefert um Ruhe zu schaffen. Jede Wette das die Mappings von Manni und die jetzt nachgerüsteten von Suzuki sich ähnlicher sind als letztere mit dem Originalmapping.
      Trotzdem natürlich allen Respekt für die Geduld es bei Suzuki durch zu setzen.
      Ich bin mit meinem selbst finanzirten auch im reinen, die Saison war es mir einfach wert.
      Weiterhin alles Gute

      Grüße

      Umsteiger

  15. Michael schreibt:

    Hallo, genau so wie beschrieben ist es auch bei meiner V-strom.
    Meine Frage basiert darauf, wer das bezahlt hat, war Suzuki tatsächlich bereit die Kosten für die Anpassung des Steuergreätes zu übernehmen?

    Gruß

    Kommentar:
    Hallo Michael,
    wie oben schon erwähnt, investierte ich aus eigener Tasche lediglich 100 € für den Leistungsprüfstand (5 Messungen bei drei Terminen) um meine eigene Neugier zu befriedigen und um dem Händler, bzw. Suzuki, einen handfesten Nachweis über das Leistungsloch beizubringen.
    Die Kosten für den Austausch des Steuergeräts (keine Anpassung!) wurden von Suzuki übernommen.

    Schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch, Reiner von on2r.eu

  16. Alpentier schreibt:

    Hallo Reiner,

    es ist vollbracht, hab nun auch eine neue ECU von Suzuki bekommen. Drosselklappen und Ventile wurden auch überprüft.
    Das Drehmomentloch im zweiten und dritten Gang ist weg:-)
    Mein Töff ist nicht wieder zu erkennen.
    Endlich funzt das Ding so wie sie sollte, ist fast so als ob man ein neues Spielzeug bekommen hätte. Die Suzi reißt im zweiten Gang so wild an, dass ich die Traktionskontrolle erstmal auf Stufe 2 gestellt habe um rutscher und unkontrolliertes Abheben des Vorderrades zu verhindern, kam in Stufe 1 immer wieder vor.
    Der dritte Gang beißt auch ordendlich an.
    Körperspannung aufbauen und zupacken damit Mann nicht runterfällt.-), war vorher anders. Freue mich schon darauf GS Fahrer aus meinem Freundeskreis und anderen etwas zu ärgern.-)

    Grinsende Grüße,

  17. Stefan Hauenstein schreibt:

    Hallo!
    Ich fahre seit Oktober 2014 eine neue 1000er V-strom ABS als EU Modell.
    Nach einer viertägigen ausgiebigen Tour durch die Dolomiten ist mir Dieses
    Dremomentloch beim extremen Beschleunigen bergauf im 2.Gang auch aufgefallen.
    Die Probleme waren genau die selben,wie von Ihnen beschrieben.Diese kann ich nur
    bestätigen.
    Schöne Grüsse Stefan Hauenstein

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

      Kommentar:
      Hallo Stefan,

      im V-Strom-Forum wird dieses Problem seit Juli 2014 diskutiert: http://www.v-stromforum.de/viewtopic.php?f=3&t=40121

      Den Einträgen im Forum zufolge zeigt sich Suzuki bei diesem Thema mittlerweile sehr kulant.
      Ich empfehle in jedem Fall den Gang zum Händler, um dem das Problem zu schildern. Zündaussetzer im Schiebebetrieb haben sich bestimmt auch bemerkbar gemacht, die je nach Last bis zum Absterben des Motors führen? Davon sollte der Händler auch gleich erfahren!
      Wenn der ein wenig Engagement an den Tag legt, setzt er sich zeitnah mit dem technischen Außendienst in Verbindung und Suzuki schickt ein neues Steuergerät, das die Drosselung aufhebt.
      Im Zuge des Austauschs dürften durch die Werkstatt dann zumindest auch gleich noch die Drosselklappen überprüft und ggf. justiert werden.

      Viel Glück und eine gute Saison, Reiner von on2r.eu

  18. Alpentier schreibt:

    Hallo nochmal,

    ich habe jetzt zum zweiten mal das Steuergerät wechseln lassen.
    Das Seriensteuergerät mit der Kennung J00 wurde durch das J01 ersetzt.
    Dadurch war zwar das Drehmomentloch verschwunden aber sie patschte extrem laut und hatte unter Anderem Lastwechselprobleme. Ausserdem lief sie sehr Fett, was zwar Drehmomentfördernd sein kann aber nicht schön ist wenn am Auspuff eine schwarze Soße runterläuft.
    Für ein Motorrad das 12500 Steine teuer ist nicht gerechtfertigt und respektive auch nicht der Stand der Technik.
    So nun hab ich das J02 Steuergerät (ohne Drehmomentloch) bekommen.
    Kein Patschen, kein zerren an der Kette beim Gas anlegen und beim Lastwechsel.
    Das Möp fährt sich nun deutlich entspannter und hat trotzdem Power.
    Die Power wird nun homogener abgegeben, lässt sich besser kontrollieren.
    Kein Vergleich zu vorher, da habe ich sie schon als „The Beast“ getauft.-).
    Danke Suzuki, aber warum hat das solange gedauert?
    Muss mir jetzt einen neuen Namen für meine Dicke einfallen lassen:-)

    Viele Grüße,
    vom Alpentier

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

      Kommentar:
      Servus Peter,

      das Steuergerät meiner 1000er V-Strom wurde im November 2014 gegen eines mit der Teilenummer 32920-31J01 getauscht. Das ist oben ja auch nachzulesen.
      Deine geschilderten Probleme kann ich glücklicherweise nicht bestätigen. Das Gas wird sehr geschmeidig angenommen. Negativ geblieben ist nur hin und wieder mal eine Fehlzündung im Schiebebetrieb, das wars dann aber auch schon.
      Wurden denn beim Wechsel des Steuergeräts an Deiner 1000er auch die Einstellungen der Drosselklappen und die Synchronisation von Einspritzanlage und Zündung überprüft und ggf. nachjustiert?

      Mitte August wurden mir vom Suzuki-Außendienstler u.a. der Tausch zum aktuellen J02-Steuergerät angeboten. Leider ist das noch nicht eingetroffen. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, soll das J02’er etwa 10 PS mehr aus dem Motor holen?
      Sobald es verbaut ist, fahre ich zur Kontrolle nochmal auf den Leistungsprüfstand.

      Gruß, Reiner von on2r.eu

      • Alpentier schreibt:

        Hallo Reiner,

        ja, bei mir wurden die Ventile und die Drosselklappen bei ca. 3500km und nun bei 8500km überprüft. Bei 8500km wurden die Ventile tatsächlich eingestellt, da dass Ventilspiel an der unteren Grenze war. Zusätzlich wurde die Koppelstange der Primärdrosselklappen getauscht weil die Kugelköpfe bereits ausgeschlagen waren.
        Ich musste dann erstmal noch mit meinem J01 STG weiterfahren, da der Techniker meinte ich sollte es mal so probieren. Leider patschte es lautstark weiter und die Lastwechsel waren auch nicht weicher.
        Erst mit dem Wechsel auf das J02 STG bin ich wieder glücklich mit meiner Dicken.
        Ob sie nun 10 PS mehr hat lässt sich schlecht beantworten.
        Mit dem J01 hatte sie unter rum wesentlich mehr Dampf, vor allen bei 3500U/min war sie bereits voll da, nach dieser Druckwelle kam subjektiv gesehen dafür obenrum nicht mehr viel nach.
        Mit dem J02 hat sie bei 3500U/min weniger Dampf aber mit steigener Drehzahl merkt man ihr im Vergleich zu vorher eine Rasanz an die ich noch nicht kannte. Sie klettert die Drehzahlleiter wesentlich flotter hoch und ich kann bei 6500U/min nochmal einen deutlichen Schub spüren. Glaube aber nicht 10PS mehr zu spüren.
        Ob sich bei dir ein Wechsel auf das J02 lohnt kann ich dir nicht sagen, bei mir war es jedenfalls die richtige Entscheidung.

        Viele Grüße
        vom Timmelsjoch.-)

  19. KaEr schreibt:

    Hallo Reiner,

    Du kannst wirklich sehr stolz sein, dass dank Deiner Hartnäckigkeit die V-Strom 1000 ABS mit neuem EMC (J02) ganz sauber läuft. Ich habe mit dem neuen EMC am Wochenende die ersten 250 km mit Sozia im Harz/Kyffhäuser abgespult und bin begeistert.
    Vielen Dank für Dein Engagement und Allzeit Gute Fahrt !

    Viele Grüße
    Klaus

  20. Helmut schreibt:

    Ich habe nach einer Probefahrt im April 2014 beschlossen mir doch lieber eine neue GS zu kaufen,es fehlen einfach die 200 ccm Hubraum,zudem war mir die Vstrom, für das was sie bietet, zu teuer.
    Schade finde ich auf dieser Seite nur wieder so Sprüche wie „GS jagen“…
    In den dreizehn Monaten und auf 18500 KM in der ich die GS gefahren bin hat mich keine einzige Vstrom gejagt,geschweige denn überholt,hat es niemand gewagt oder sind einfach zu wenig verkauft worden…???

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

      Kommentar:
      Hallo Helmut,
      selbstverständlich war die „GS-Jagd“ nicht ernst gemeint.

      Aber GS’en gibt es ja schon beinahe „wie Sand am Meer“. Die große GS ist seit 2004 auf dem Markt, die 1000er V-Strom wurde von 2002 bis 2007 und wieder seit 2013 produziert. Die GS ließe sich deshalb schon fast als „Massenware“ bezeichnen. Wer weiß, vielleicht habe ich auch mal eine…

      Ein paar Fakten wären nicht schlecht gewesen, z.B. was Dein letztes Bike war. Was Du genau an der V-Strom vermißt. Bei welcher Gelegenheit Dir der Hubraum fehlt. Oder ob Du auch mal abseits asphaltierter Wege unterwegs bist oder überwiegend in flachen oder gebirgigen Gegenden.
      Letzteres trifft bei mir zu. Die 1000 ccm Hubraum der V-Strom sind in diesem Geläuf völlig ausreichend und lassen auch sehr sportliche Fahrweise zu. Da fehlen keine 200 ccm. Meiner Meinung nach. Außer, man möchte auf der Autobahn heizen…

      Der Hubraum- und Leistungsirrsinn ist ein jahrelanges Muskelspiel zwischen BMW und KTM, den die Kundschaft bezahlt. Und da ist auch noch die überhebliche Arroganz, den die Bike-Verkäufer bei BMW an den Tag legen. Davon hatte ich mich bei der Suche nach „meinem“ Bike bei ein paar Händlern selbst überzeugen können. Nein danke, sage ich da. Das muß ich nicht mitmachen. Außerdem kostet eine 1200er GS immerhin 2000 Euro mehr als eine V-Strom. Vom überteuerten Zubehör ganz zu schweigen. Aber da langt Suzuki auch ganz schön hin.

      Letztendlich entscheidet aber jeder für sich welches Motorrad er denn gern hätte, was das Konto hergibt und schließlich bei sich zu Hause stehen hat. Bereits vor dem 2015er Saisonende und 35000 km auf dem Tacho war ich davon überzeugt, daß die V-Strom für mich kein Fehlkauf war.
      Aber eigentlich ist es für mich nur wichtig, daß mich ein zweirädriger Untersatz zuverlässig und möglichst pannenfrei auf meinen Touren begleitet. Da täte es auch ein Fichtenmoped mit ausreichender Leistung.

      Schau doch mal in meinen Artikel zur V-Strom. Bei meiner damaligen Entscheidungsfindung habe ich einige Motorräder verglichen. Die 1200er GS wirst Du dort auch finden. http://www.on2r.eu/?page_id=23228

      Welche einprägsamen Erfahrung ich über die Jahre über BWM-Fahrer, vor allem aber von denen einer großen GS sammeln konnte, habe ich oben im Artikel zusammengefaßt: http://www.on2r.eu/?page_id=26990#punkt_bmw-antipathie
      Freilich haben auch andere Bikes ihre übersteigerten Enthusiasten. Ein Großteil der deutschen und österreichischen BMW-Piloten sind in ihrer penetrant-herablassenden Art gegenüber Fahrern anderer Motorradmarken aber schon ein ganz außergewöhnliches Völkchen.
      Wie überall im Leben gibt es natürlich auch hier löbliche und unvoreingenommene Ausnahmen!

      In diesem Sinne: Jedem das Seine!

      Grüße, Reiner von on2r.eu

    • Alpentier schreibt:

      Hallo Helmut,
      ich kann das nicht nachvollziehen, meine Strom hat mit ein bisschen Verhandlung knapp über 10T Euronen gekostet. In der Münchner BMW Niederlassung hätte mich die 12er GS fast 4000€ mehr gekostet ohne Extras. Für fast 4000€ kannste viele Touren Fahren und lange Urlaub machen. Für diesen Aufpreis bietet die BMW einfach zu viel Billigkram.
      Billigste ABS Kunstoffe wohin das Auge schaut und ein Getriebe von Anno dazumal und dann noch die Defektanfälligkeit.
      Nein, nein, dass muss ich nicht mehr haben. Hab mir BMW bisher zweimal angetan und jedesmal in die S…… gegriffen.
      Bei der Strom weiß man was man hat, ein zuverlässigen Begleiter für alle Tage und Spass hat man auch noch auch wenn sie „nur“ 100PS generiert. Aber zum GS „Jagen“ reicht sie damit allemal, kenne keinen GS fahrer der auf Alpenpässen seine 125PS abruft. Mir reichen da schon 57PS von meiner betagten 650 Africa Twin um viel Spass zu haben.
      Und darum geht es ja beim Motorradfahren.-). Und weil soviele GSen unterwegs sind muss sich die eine oder andere auch das „Jagen“ gefallen lassen:-) Aber sehr oft sieht man sie auch nur mit Warnblinker am Straßenrand stehen. Aber da steht die BMW in letzter Zeit nicht alleine. Auffällig war die letzten zwei Jahre wie viele KTM’s aus eigener Kraft nicht mehr nachhause kamen. In meinem Bekanntenkreis fahren sehr viele die 12er von BMW oder KTM. Bisher ist bei jeder längeren Tour irgend ein Ausfall oder Defekt aufgetreten. Nur die Japsen funktionierten bisher immer ohne Ausfälle und das ist es was wirklich zählt. Zuverlässigkeit, Züverlässigkeit und nochmal Zuverlässigkeit! Vielleicht hast du ja Glück mit deinem BMW Dickschiff,
      drücke dir die Daumen.
      Man sieht sich auf der Piste, mich erkennst du
      am Grinsen wenn ich mich gerade an dir vorbeipresse:-)
      Grinsende Grüße aus Südtürol,
      AT

  21. Gernot schreibt:

    Hallo Rainer,
    meine Freundin & ich möchten uns für deine tollen Berichte bedanken.
    Vorallem der Bericht über „das Drehtmomentloch“ war sehr informativ und hat uns sehr geholfen.
    Seit 01.09.2015 steht neben der „Kleinen GSR 600″ jetzt auch
    eine voll ausgestattete V-Strom 1000.
    Bezüglich dem Drehmoment, könnte ich mir aber in den A…. beißen, dass ich 2000 Kilometer gebraucht habe, um es festzustellen, obwohl ich vorher schon darüber gelesen habe. (mit 1000 km gekauft und jetzt ca. 3000 km drauf).
    Bei uns ist liegt das Drehmomentloch derzeit zwischen 3500 und 4500 U/min zu spüren. (Wird vom Händler anstandslos ausgetauscht, nachdem wir Ihn darauf aufmerksam gemacht haben. Angeblich sind es ja nur Einzelfälle, aber wer es glaubt wird selig gggg!). Unter 2500 U/min wird die Lady ziemlich widerspenstig…fast unfahrbar (ruckeln schütteln, vibrationen) Aber ich dachte, dass ist halt so bei Zweizylinder-Motoren! Jetzt freuen wir uns schon auf das neue Steuergerät. Damit wird die V-Strom hoffentlich noch mehr Spaß machen. Zum Thema “ GS“ kann ich dir nur beipflichten. Die Kaufentscheidung für die V-Strom war, dass sie nicht an jeder Ecke steht. Mit ihr ist man mindestens gleich schnell wie eine GS, Ducati oder KTM, dass konnte ich trotz Drehmomentloch schon feststellen.
    Wie wird es wohl werden, wenn erst das neuen Steuergerät eingebaut ist.?! (hab jetzt schon etwas Angst davor ;))
    Vielleicht kannst du uns noch einen Tipp bezüglich der Bereifung auf der V-Strom geben.
    Aktuell ist der Bridgestone Battle Wing aufgezogen.
    Wir sind mit dieser Marke sehr zufrieden, aber es schadet ja nicht vielleicht auch eine Alternative zu haben.
    L.G. aus dem schönen Kärnten (Villach)

    Andrea und Gernot

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

      Kommentar:
      Servus Gernot, hallo Andrea,
      danke für Euren Kommentar!

      Das neue Steuergerät erhöht den Spaßfaktor ganz ungemein. Ihr werdet angenehm überrascht sein!
      Unter „Reifenwahl“ (http://www.on2r.eu/?page_id=28264) habe ich die Eindrücke zu meinen bisherigen Reifenpaarungen an der V-Strom zusammengefaßt. Der Metzeler Tourance Next war die bisher beste Wahl für mich.

      Beste Grüße aus Bayern nach Kärnten, Reiner von on2r.eu

  22. Marcus Hessling schreibt:

    Hallo,

    habe den Artikel mit voller Aufmerksamkeit gelesen.
    Der Grund war sehr simpel. Meine V-Strom Bauj. 2014 musste zur 12TKM Inspektion. Mein Händler sagte zu mir das im Rahmen der Garantie noch das Steuergerät getauscht wird, für mehr Punch im 2 & 3 Gang.

    Ich fragte mich nach den Hintergründen für diese Garantieleistung und wurde hier fündig.

    Selbe Eigenschaften konnte ich auch bei meiner V-Strom bemerken. Wusste allerdings, dies als Fahranfänger nicht zu deuten.
    Nach dem Lesen des Artikels war mir dann auch klar. Ich brauch auch das J02 Steuergerät.

    Im Artikel war die Rede vom Test des J02 Steuergeräts im März 2016.
    Ist dies schon geschehen? Und wenn ja, wie waren die Ergebnisse?

    Ich soll jetzt auch das J02 bekommen, und mich würde der Leistungstest hierzu sehr interessieren.

    Gruß
    Hessling

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

      Kommentar:
      Servus Marcus,
      ich habs nicht vergessen!
      Weils zeitlich nicht anders hinhaut, werde ich meine Dicke wohl erst Anfang/Mitte Mai auf dem Leistungsprüfstand haben. Danach gibts entsprechende Leistungsdaten vom J02-Steuergerät.
      Mit einem nochmaligen Leistungszuwachs ist aber nicht zu rechnen. Auf mehreren 1000 km in 2015 mit dem J02 habe ich zumindest keinen wirklichen Unterschied zum J01 bemerken können.
      Gruß, Reiner von on2r.eu
  23. Peter Ibounig schreibt:

    Hallo Reiner
    Ich möchte dich fragen ob du schon was gehört hast, vom Steuergerät 02 in Österreich, wegen Austausch bei uns will kein Händler etwas wissen (Suzuki Austria sagt man soll sich an den Händler wenden)
    Danke im voraus aus dem schönen Vorarlberg
    Peter

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

      Servus Peter,
      ich habe oben einen neuen Punkt „Ignorante Vertragshändler in Österreich, Vereintem Königreich (UK) und USA“ eingefügt und dort zusammengefaßt, was mich bisher über zahlreiche Mails erreicht hat:
      -> http://www.on2r.eu/?page_id=26990#punkt_15
      Leider ist das für außerdeutsche V-Stromer nichts Erfreuliches.

      Bei Reklamationen scheinen die Hauptniederlassungen immer auf die Händler zu verweisen, damit die sich mit ihrem technischen Außendienst in Verbindung setzen. Das ist auch in Deutschland so.
      Ich könnte mir aber gut vorstellen, daß die dortigen Verantwortlichen bei einer Unterschriftenaktion durch unzufriedene, weil von den Händlern im Stich gelassene, V-Stromer regieren werden.
      Wenn dann noch angemerkt wird, die Fachpresse über das ignorante und arrogante Verhalten der Händler informieren zu wollen, könnte das durchaus für Nachdruck sorgen.
      Schließlich geht es um Absatzzahlen und einen guten Ruf in einem hart umkämpften Nischenmarkt.
      In dem mischt jetzt auch noch Honda mit der neuen 1000er Africa Twin als direkte Konkurrenz zur V-Strom mit: http://www.on2r.eu/?page_id=30213

      Wenn die vom Steuergerät verursachten Probleme bei der V-Strom und die Stillhaltetaktik der außerdeutschen Suzuki-Händler öffentlich publik werden, könnte die neue Africa Twin m.E. ein echtes Totschlagargument für die 1000er V-Strom werden.

      Trotzdem eine gute Saison und besten Gruß, Reiner

  24. Udo Beichler schreibt:

    Hallo Reiner, hallo VStromer!
    Ich bin wohl der oben erwähnte Österreicher der durch Händlerwechsel zum 02er Steuergerät gekommen ist.
    Vor dem Kauf meiner gebrauchten (1200km Vorführer) VStrom hat mir mein Kärntner Händler mehrmals versichert das in meinem Motorrad die 02er Version verbaut ist.
    Nachdem ich dann die VStrom geliefert bekommen habe, hab ich nachgesehen und das 00er Gerät gefunden. Dann fing der Ärger an- viele Telefonate in denen man sich dann plötzlich nicht mehr wie der Kunde der der König ist vorkommt…irgendwann hat es mir gereicht und ich bin durch Zufall zu einer Grazer Suzuki Vertetung gekommen (sehr viele gibt’s ja nicht) und nach Schilderung meines Problemes- von dem der Händler gar nichts wusste- hat er sich schlau gemacht und mir in weiterer Folge den Tausch, nach Rücksprache mit Suzuki Austria, zugesagt.
    Und nach einer Wartezeit von etwa zweieinhalb Wochen ist die Sache gelaufen.
    Vorher ist die VStrom schon gut gegangen, aber jetzt ist sie der Hammer!
    Mein Rat, nich verzweifeln (das hatte ich beinahe) beharrlich sein und nicht aufgeben!
    Wenn jemand genaueres wissen will, Reiner weiss wie er mich erreichen kann.

    Gruß und viele Drehmomentlochfreie Kilometer,
    Varaudo, Graz

  25. Phil Kahmann schreibt:

    Hallo Reiner

    Vielen Dank für Dein Engagement betr. der Suzuki V-Strom 1000. Wow!!!
    Mein Suzuki Händler hier in der CH hat auf Anfrage von mir das neue Motorsteuergerät J02 von Suzuki Schweiz problemlos erhalten (kostenlos!). Meine Suzuki V-Strom fühlt sich jetzt wie ein ganz neues Motorrad an. Motor läuft feiner, die Power am Hinterrad ist spürbar höher, TC 2 greift fast in jeder Kurve ein, TC 1 nur ab und zu 😉 Warte jetzt nur noch die Rückrufaktion (Kabelbaum) ab und freue mich riesig auf die neue Saison.
    Vielen lieben Dank und herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Phil

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

       
      Servus Phil,
      danke fürs Feedback! Das schmeichelt meinem Ego ;-).

      Angetrieben wurde ich aber vom puren Eigennutz. Und wenns mal nicht so läuft wie ich mir das vorstelle, werde ich schon mal ein „sturer Hund“ und beiß mich fest.
      Ohne der Unterstützung des engagierten Verkäufers bei meinem Vertragshändler und dem interessierten und verständnisvollen Außendiensttechniker wärs aber bestimmt nicht so zufriedenstellend und beinahe reibungslos gelaufen.
      Daß andere leidgeprüfte V-Stromer auch davon provitieren können, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt.

      Besten Gruß in die Schweiz und viel Spaß mit der „neuen“ V-Strom, Reiner

  26. Test Driver schreibt:

    Durch Zufall finde ich diese Seite hier, und bin begeistert.

    Ich hatte die neue V-Strom getestet als sie frisch rauskam, und war ziemlich begeistert, hatte mich aber über ein massives Drehmomentloch in Gang 2 und 3 geärgert, was ziemlich offensichtlich eine Drosselung war. Allein das hatte mich von einem Kauf abgehalten. Der Motor schafft es, auf trockener Strasse die Traktionskontrolle anzusprechen, um gleich darauf brutal einzubrechen, just in dem Moment wo man im Kurvenausgang dicke schwarze Striche malen könnte.
    Aber niemand wollte das hören. Danke, dass hier Daten und Fakten sprechen.

  27. Stuart Duncan schreibt:

    Hello Reiner,
    I am very appreciative that you have investigated and documented this issue for the many V-Strom 1000 ABS owners.

    My J00 ECU was replaced under warranty to the J02 yesterday. I am very happy with the result. The bike idles more smoothly; pulls cleanly in top gear from 50kph where it was previously 60kph, and the best change is that it now goes like a rocket in 2nd and 3rd gears from 2,000 revs up.

    Until reading your reports I hadn’t really noticed the power hole between 3,000-6,000 revs in 2nd and 3rd gears. The bike didn’t seem particularly quick accelerating in those gears from low revs but thought it was just the way the bike was. After reading about the issue I began to think that maybe my bike had it too, so I went for a ride in the mountains and accelerated on full throttle up steep hills from 2,000 rpm in 2nd and 3rd. It was immediately obvious that my bike had the dreaded power hole too! The motor would hold back in those gears then take off when it hit 6,000 rpm – it felt like riding a two stroke! Now there is strong consistent thrust all the way through the rev range in 2nd and 3rd, just like in the other gears. It does feel like riding a new and better bike!

    Many thanks, Stuart

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