Mängel, Verschleiß, Rückruf

Publiziert im Oktober 2015

  2013er Modell: Suzuki V-Strom 1000 ABS (DL 1000 AL4)

Natürlich ist auch diese Bike nicht frei von Mängeln und Verschleißerscheinungen. Das wär ja noch schöner! An dieser Stelle möchte ich die hier mal etwas ausführlicher auflisten.

Seitenübersicht

  1. Drehmomentloch, Motorsteuerung ursprünglich nicht unausgereift
  2. In welchen Fällen tauscht Suzuki das Steuergerät?

  3. Lack, schlechte Qualität (Kupplungsdeckel, Schwinge, Gepäckbrücke)
  4. Aufkleber, schlechte Klebekraft
  5. Heckkoffer/Topcase, Schließmechanismus defekt
  6. Seitenkofferhalter, Gummiaufnahme ging verloren
  7. Blinkergehäuse, Wassereinbruch
  8. Alu-Kettenschutz, nicht sehr hochwertig
  9. Bremsenscheiben, übermäßiger Verschleiß
  10. Heizgriff, Kabelschutz durchgescheuert
  11. 40000 km – Rasselnde Geräusche vom Kupplungskorb
  12. Freigabe von Suzuki Deutschland: Die Kupplung wird komplett (!!) getauscht!

  13. Rückruf Ende Januar 2016: Überprüfung und Modifikation des Kabelbaumes (99QN)
  14. Antriebskette nach 48000 km am Ende
  15. Stoßdämpfer undicht bei 55000 km

1. Eine ursprünglich unausgereifte Motorsteuerung

Zu Beginn gleich die drei größten Mankos, mit denen Suzuki die V-Strom 1000 ABS ausgeliefert hatte. Vor allem das Drehmomentloch trübte meine Fahrfreude ganz erheblich.
Vorab zur Entwarnung: Das Drehmomentloch wurde durch ein Austausch-Steuergerät mit nachgebesserter Motorsteuerung vollständig ausgebügelt. Später kam dann noch ein zweites, dessen Software auch die Fehlzündungen und die starken Vibrationen beseitigte.
Ausführlich zum Nachlesen: Von meiner Entdeckung des Drehmomentlochs im Juni 2014 über die Meldung bei Suzuki bis hin zur vollständigen Behebung der Mängel habe ich auf der Seite „extremes Drehmomentloch“ ein recht ausführliches „Tagebuch“ angelegt.

1.1   Ein exorbitant tiefes Drehmomentloch

Der größte Negativposten: Ausgerechnet im Drehzahlbereich des 2. Gangs zwischen 4000 und 7000 U/Min, in dem beim Überholen oder Beschleunigen am Berg oder nach einer Kehre viel Drehmoment gewünscht ist, drosselt das Steuergerät die Leistung. Und das auch noch ganz extrem.
Laut Händlerinfo sollen aber scheinbar nur 3 von 10 V-Strom 1000 ABS diesen Makel haben.

1.2   Fehlzündigung bis hin zum Absterben des Motors

Bei Gaswegnahme im Schiebebetrieb stellten sich immer wieder Fehlzündungen ein, bei denen mitunter sogar der Motor abstarb. Das hätte bei Schräglage in einer langsam gefahrenen Kehre sicherlich für einen Hinleger gesorgt.

1.3   Starke Vibrationen im untertourigen Bereich

Mit meinen beiden großen Bandits war ich es gewohnt, enge Kehren und ganze Serpentinenanlagen mit untertouriger Drehzahl im 2. Gang zu fahren. Mit der V-Strom war untertouriges fahren nicht mehr möglich!
Unterhalb von 1500 U/Min (ca. 25 km/h) war das Verhalten des Motors der V-Strom sehr grenzwertig. Bei dieser Drehzahl lief er gefühlsmäßig kurz vor dem Absterben und zeigte das auch durch starke Vibrationen. Diese mittleren Beben übertrugen sich vor allem auf die Front des Motorrads. Es schien, als ob die V-Strom ihren Vorbau abrütteln wollte. Wenn es in einer Kurve in niedrigem Tempo also mal scharf ums Eck ging, mußte ich doch tatsächlich den 1. Gang bemühen. Auf Serpentinenanlagen artete das zu einer regelrechten Schaltorgie aus.
Ein sehr ungünstiger Zustand, denn eine minimale Bewegung am Gashahn führt im 1. Gang zwangsläufig und von jetzt auf gleich zu einem heftigen Leistungszuwachs am Hinterrad. Um bei solchen Gelegenheiten die Kontrolle zu behalten und eine ungewollte Bewegung der Gashand zu vermeiden, drückte ich den Handrücken gegen den Kunststoffarm der Handschützer.
Ganz schlaue Schreiberlinge meinten dazu in den Foren, daß ein solches Verhalten normal für einen Motor mit zwei Zylindern sei. Das mag vielleicht noch vor 10 Jahren oder länger „normal“ gewesen sein, denn daß es auch anders geht, zeigte sich mit dem Wechsel des Steuergeräts vom J01 auf das J02.

1.4   Was lange währt: Suzuki hat in zwei Anläufen ganz hervorragend nachgebessert.


Suzuki hat zweimal mit Softwareänderungen im Motorsteuergerät nachgebessert. Beim Händler wurde dafür jeweils ein neues Steuergerät eingebaut. Mit den Nachbesserungen hat der Konzern für mein Dafürhalten alle drei genannten negativen Eigenschaften behoben.
Allerdings dauerte es sechs Monate von meiner Meldung beim Händler und die Weitergabe an Suzuki bis zum ersten Austausch des Steuergerät (J01) mit einer neuen Steuersoftware. Dann vergingen nochmal 10 Monate, bis meine Dicke das zweite Steuergerät (J02) eingesetzt bekam.
Wer sich für eine V-Strom 1000 ABS interessiert, sollte unbedingt auf die Version des verbauten Steuergeräts achten! Die Version J02 ist im laufenden Jahr 2015 das letzte Maß der Dinge.
Welches Steuergerät verbaut ist, läßt sich am Aufkleber auf dem Steuergerät ablesen. Darauf steht die Teilenummer, die das Kürzel J00, J01 oder J02 für die jeweilige Version enthält.

  1. Ursprünglich wurde das Bike mit einem Steuergerät der Version J00 (Teilenummer 32920-31J00) ausgeliefert, Drehmomentloch und Fehlzündungen inbegriffen.
  2. Im November 2014 wurde erstmalig das Steuergerät getauscht. Mit der Version J01 (Teilenummer 32920-31J01) wurde das Drehmomentloch behoben und die Fehlzündungen fast gänzlich unterbunden.
  3. Im September 2015 wurde das Steuergerät J01 ersetzt durch eines aus der Version J02 (Teilenummer 32920-31J02). Seither läuft der Motor nun auch im niedertourigen Bereich vibrationsarm und zeigt sogar bis runter auf 1200 U/Min (knapp über 20 km/h) endlich eine sanfte Laufkultur.

1.5   In welchen Fällen tauscht Suzuki das Steuergerät?

Nachfolgend berufe ich mich auf die inzwischen zahlreichen Mails, die mich seit Mitte 2014 von Besitzern einer V-Strom 1000 ABS erreicht haben.
Die lassen mich den vorläufigen Schluß ziehen, daß Suzuki mit einem Steuergeräte-Tausch eher auf das Argument der Fehlzündungen und eines abgestorbenen Motors reagiert, als auf die Beschwerde über ein Drehmomentloch oder unrunden Motorlauf in niedrigen Drehzahlen.
Mitte April 2016 hat mich die Mail eines deutschen V-Stromers erreicht mit dem Hinweis, daß sein Steuergerät im Rahmen der Garantie getauscht wurde. Der Biker wurde von seinem Händler im Rahmen des 12000er Kundendienstes darüber informiert.
Zumindest scheint Suzuki-Deutschland das so zu handhaben. Ganz offensichtlich gibt es nämlich extrem unterschiedliche Vorgehensweisen bei anderen ausländischen Hauptniederlassungen und den dortigen Vertragshändlern. Bis in den Herbst 2015 hinein war ich der Meinung, daß die asiatische Mutter einheitliche Verfahrens- oder Handlungsanweisungen an die Hauptniederlassungen bei einer Meldung/Reklamation durch den Kunden herausgegeben hätte.
Dem scheint aber leider ganz und gar nicht so zu sein! In den Mails aus Österreich lese ich immer wieder, daß viele Suzuki-Händler über Fehlzündungen und Drehmomentloch bei der V-Strom noch nie gehört hätten oder das sogar abstreiten. Den Besitzern schlägt überwiegend Desinteresse von Händlerseite entgegen und die sture Weigerung, sich doch mal durch ein kurzes Telefonat beim technischen Außendienst schlau zu machen.
Aber es scheint auch lobenswerte Ausnahmen zu geben, die von sich aus auf den Kunden zukommen und das Steuergerät tauschen.
Ein Kontakt aus USA berichtet ähnlich unerfreuliches. Dort bekam ein Mitarbeiter einer Suzuki-Niederlassung bei einer unverbindlichen telefonischen Anfrage beim technischen Service zum Drehmomentloch sogar eine Abfuhr, weil er vor dem Anruf den Fehler am Motorrad nicht überprüft hatte. Weiter ließ er mich wissen, daß die Suzuki-Händler im Vereinigten Königreich ebenfalls ganz enorm mauern und der Kunde unverrichteter Dinge vom Hof rollen muß.
Ein ganz dreister Fall wurde mir aus Österreich berichtet. Dort hatte ein Händler auf Nachfrage versichert, daß ein J02-Steuergerät verbaut sei. Der Besitzer kontrollierte das später und fand zu seiner Überraschung ein J00 vor. Zur Rede gestellt erklärt der Händler dem verärgerten Käufer, daß das J00 vor der Auslieferung der V-Strom ein Software-Update erhalten hätte.
Für mein Gerechtigkeitsempfinden ist das Täuschung und Betrug. Belege eines durchgeführten Software-Updates konnte er natürlich nicht beibringen. Wie auch? Es ist mir nicht eine einzige Meldung bekannt, wo ein Steuergerät ein Software-Update durch Suzuki erhalten hat. Bisher wurde immer das Steuergerät getauscht. Das bestätigen alle Berichte von V-Strom-Treibern und die doch schon recht lange Tausch-Liste im V-Strom-Forum.

2. Lack, schlechte Qualität

2.1   Lackabrieb am Kupplungsdeckel, verursacht durch den Stiefel


Kupplungsdeckel: Lack abgerieben
Auf meiner 2014er Tour über Pfingsten auf Korsika und Sardinien habe ich mit meinem Lederstiefel auf 7000 km in 14 Tagen den Lack des Kupplungsdeckels abgerieben.
Der Stiefel kam unbeschadet davon…
Bereits an meiner 1200er Bandit gabs Lackprobleme. Suzuki hat das scheinbar noch immer nicht im Griff?
Reklamation #1: Ein Suzuki-Außendienstler kam vor Ort zur Beurteilung und Mängelaufnahme. Der Deckel wurde während der 12000er Insektion im Rahmen der Gewährleistung kostenlos getauscht.
Weil sich die Lackqualität nicht verbessert hatte, stellte sich wie erwartet nach kurzer Zeit das gleiche Abriebmuster wieder ein. Und sogar in ein einem noch größeren Ausmaß.
Später hatte sich dann auch noch an der Kunststoffabdeckung hinter dem Kupplungsdeckel die Schutzfolie teilweise abgelöst (siehe Punkt 3.2).
Reklamation #2: Auf anraten des Außendienstlers wurde kostenlos eine mehrteilige Shutzfolie auf dem Deckel aufgebracht. Dieses Folienset gibt es auch im Online-Shop käuflich zu erwerben Artikelnr. 990D0-31J25-PAD).

Kupplungsdeckel: Schutzfolie löst sich ab
Ursprünglich war das dort aber gar nicht gelistet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Wenn Suzuki um den Mangel an dieser Stelle bescheid weiß, dann sollte doch bitteschön nicht der Kunde dafür bezahlen müssen!
Reklamation #3: Wie im Bild zu sehen, löst sich die nachträglich aufgebrachte Schutzfolie ab. Außerdem wurde nicht wie mit dem Außendienstler besprochen beilackiert.
Das ist nicht die erste Klebefolie, die im Laufe der doch nocht recht kurzen Lebenszeit der V-Strom ihre Haftkraft verliert.

Kupplungsdeckel: Auch die zweite Schutzfolie löst sich ab
Beim 36000er Kundendienst wurde die Folie kostenlos erneuert. Allerdings völlig unnötig, weil sich nach nur 6 Monaten auf 12000 km der gleiche Mangel wieder einstellte.
Eine dritte Folie habe ich im Rahmen des 48000er Kundendienstes nicht mehr aufbringen lassen. Wozu auch? Da hole ich mir doch lieber eine Dose Sprühfarbe im Baumarkt und bessere mit der den Farbabrieb aus.

2.2   Lackabrieb an der Schwinge, verursacht durch die Bremsleitung


Bemsleitung reibt den Lack an der Schwinge ab
Der Schlauchüberzug der Bremsleitung scheint abriebfester als die Lackierung an der Schwinge.
Reklamation: Wurde durch einen Suzuki-Außendienstler aufgenommen, im Rahmen der Gewährleistung kostenlos beilackiert und durch ein aufgeklebtes Gummistück gegen weiteren Abrieb geschützt.

2.3   Gepäckbrücke


Gepäckbrücke
Bereits in 2014 hatte ich gelesen, daß die silberfarbene Gepäckbrücke sehr kratzempfindlich sein soll. Einige V-Strom-Besitzer erhielten schon nach einem halben Jahr eine Neue mit scheinbar besserer Lackqualität.
Um Kratzer an meiner originalen Brücke weitgehendst zu vermeiden, hatte ich vorsorglich deren Griffteile mit Gummistücken eines alten Fahrrad-schlauchs und Klebeband umwickelt.
Ohne Reklamation: Der Suzuki-Außendienstler hatte das im Rahmen der Prüfung der von starken Riefen gezeichneten vorderen Bremsscheiben (siehe Punkt 8.2) bemerkt und mir im Rahmen der Gewährleistung eine neue Gepäckbrücke angeboten. Der Austausch erfolgte ein paar Wochen später.
Quelle: www.v-stromforum.de/viewtopic.php?f=7&t=40178#p727054

3. Aufkleber, schlechte Klebekraft

3.1   Dekoraufkleber an der unteren Seitenverkleidung löst sich ab


Dekoraufkleber verliert seine Klebekraft
Schon nach ein paar tausend Kilometern hatten sich Teile der Dekoraufkleber abgelöst.
Artikelnr. 990D0-31J07-PAD
Reklamation: Der Suzuki-Außendienstler hatte das im Rahmen der Lackprüfung der Schwinge (Punkt 2.2) gleich mit auf die Liste genommen. Die Aufkleber wurden provisorisch befestigt und ebenfalls im Rahmen der Gewährleistung während der 12000er Inspektion ausgetauscht.

3.2   Schutzfkleber der Abdeckung hinter dem Kupplungsdeckel löst sich ab


Die Schutzfolie löst sich ab.
Beim engen Kontakt mit dem Stiefel reibt sich nicht nur der Lack am Kupplungsdeckel ab (siehe Punkt 2.1). Auch die Schutzfolie der Kunststoffabdeckung hinter dem Kupplungsdeckel hat sich an einigen Stellen durch Stiefelkontakt plattgerieben. An ihrem unteren Ende ging dann auch die Klebekraft bereichsweise verlustig. Dieser Teil stand ab, als ob er nicht dazugehörte.
Ohne Reklamation: Der Suzuki-Außendienstler hatte das im Rahmen der Prüfung der von starken Riefen gezeichneten vorderen Brems-scheiben (siehe Punkt 8.2) mit auf seine Liste genommen. Einige Zeit später wurde ein neues Kunststoffteil inkl. Schutzfolie montiert (Artikelnr. 990D0-31J01-PAD).

4. Heckkoffer/Topcase, Schließmechanismus defekt

4.1   Gestänge ausgehängt, bzw. defekt


Heckkoffer: Verformung durch defekten Mechanismus
Um den Kofferdeckel im geschlossenen Zustand zu arretieren, mußte bereits nach kurzer Zeit und wenig Nutzung ein übermäßiger Kraftaufwand beim Niederdrücken des Handgriffs aufgebracht werden. Dabei wurde auch ein Teil der unteren Kofferschale nach außen gedrückt.
Reklamation: Der Heckkoffer wurde im Rahmen der Gewährleistung kostenlos getauscht.
Artikelnr. 990D0-31JT1-SET
Allerdings dauerte es von der Schadenmeldung bis zum Erhalt des Koffers beinahe drei Monate. Lieferprobleme wurden angegeben.

5. Seitenkofferhalter, Gummiaufnahme ging verloren

5.1   Die Gummiaufnahme der Seitenkofferhalterung ging unbeabsichtigt verlustig.


Seitenkoffer: Gummipuffer nicht, bzw. unzureichend befestigt
Beim Abnehmen eines der originalen Suzuki-Seitenkoffer (Artikelnr. 990D0-31JS1-SET) verbleibt der Gummipuffer eigentlich am seinem Befestigunsarm am Motorrad. Dabei besteht aber die Möglichkeit, den Gummi versehentlich von seiner Metallaufnahme abzuziehen. Paßt man nicht auf, könnte der dann verloren gehen.
Genau das war mir dann auch tatsächlich passiert.
Leider gibt es diesen Gummi nicht einzeln nachzukaufen. Ich mußte für stolze 21 Euro den kompletten Anbausatz mit Gummi, Metallaufnahme und Schrauben kaufen. Bei diesem Satz ist der Gummi auf den Metallarm geklebt. Ursprünglich war der nur aufgesteckt.
Ich werde noch herausfinden müssen, wie ich den anderen Gummi an seiner Aufnahme verlustfrei befestigen kann.

6. Blinkergehäuse, Wassereinbruch

6.1   Alle Blinkergehäuse undicht


Blinker: Gehäuse undicht
Dem Werkstattmeister fiel das während der 12000er Inspektion auf. Da ich diese Undichtigkeiten von meinen beiden Bandits her gewohnt war, hätte ich das nicht mal reklamiert.
Ohne Reklamation: Alle Blinker wurden noch während der Inspektion im Rahmen der Gewährleistung kostenlos ausgetauscht.

7. Alu-Kettenschutz, nicht sehr hochwertig

7.1   Nicht sehr hochwertiges aus dem Zubehörkatalog


Alu-Kettenschutz: Nicht sonderlich stabil
Der Alu-Kettenschutz stammt aus dem Suzuki-Zubehörkatalog.
Er sitzt wegen den weichgummi- gelagerten Hülsen in den Schrauben- durchführungen relativ instabil an der Schwinge. Diese Hülsen sollen Vibrationen vernichten.
Wegen des gebürsteten Aluminiums und dem im schwarzen Oberblech durchbrochenen Schriftzug ist er nur schwer zu reinigen und gegenüber Witterungseinflüssen m.E. übermäßig empflindlich. Nach zwei Jahren und 36000 km an der Schwinge sieht er nicht mehr sonderlich frisch aus.
Im Frühjahr 2016 habe ich wieder den ab Werk verbauten Kunststoff-Kettenschutz und eine Hinterradabdeckung montiert.
Mein Fazit: Nicht wirklich sein Geld wert (Artikelnr. 990D0-31J10-ALU).

8. Bremsenscheiben, übermäßiger Verschleiß

8.1   Bis 12000 km unauffälliger Verschleiß aller Bremsscheiben.


Hintere Bremsscheibe: minimale Riefen
Die Bremsen packten mit den ersten Belägen auch nach 12.000 km noch gewohnt kraftvoll zu.
Vorne hatten sie bei dem km-Stand noch etwa 1 mm Belag, hinten 3 mm.
Alle Bremsscheiben hatten leichte Riefen. Die sind wohl Andenken an die staubigen und unbefestigten Pisten, die ich mir auf Korsika und Sardinien ausgesucht hatte.
Im Trockenen ist die Bremsleistung nach wie vor hervorragend, bei Nässe verringert sie sich etwas.
An das Geräusch von nassen Bremsen muß man sich bei der 1000er V-Strom erst gewöhnen.

8.2   Vordere Bremsscheiben nach 32000 km durch extrem tiefe Riefen am Ende.


Vergleich: Vordere Bremsscheibe, alt und neu
Beim Stand von etwa 16000 km (?) hatte ich die vorderen originalen Bremsbeläge gegen welche aus dem Zubehörhandel getauscht. Da gab es zu den Scheiben bis auf wenige flache Riefen noch nichts auszusetzen.
An Bremsbelägen hatte ich an beiden Bandits ab dem zweiten Satz immer die Sintermetallbeläge von Saito verbaut (Louis.de, Art.Nr. 10044350). An deren Qualität und Leistung hatte ich nie etwas auszusetzen, sie standen den Originalbelägen in nichts nach.
Leider gab/gibt es die Saitos nicht für die V-Strom. Sintermetall sollte es aber wieder werden, denn mit organischen Belägen hatte ich mal sehr schlechte Erfahrungen an der 1250er Bandit gemacht. Die hatten ihre volle Leistung nur, wenn sie warmgebremst waren. Ein unzumutbarer Zustand, den ich nach ein paar hundert Kilometern zu meiner eigenen Sicherheit mit ihrem Rauswurf bestrafte. Welche von der Firma Brembo hatte ich bisher noch nicht an meinen Motorrädern verbaut. Der Name sollte aber für Qualität sprechen. Polo hatte sie für um die 38 Euro je Satz im Katalog. Während einer Rabatt-Aktion gab es sie dann 20% günstiger: Best.-Nr. 50100305350
Die Bremsleistung der Brembo-Beläge war erwartungsgemäß genauso gut, wie sie es mit den Originalbelägen war. Weil ich aber beim Belagwechsel die Kupferpaste vergessen hatte, fing die Vorderradbremse beim Betätigen zu quietschen an. Ob das den Materilabtrag begünstigt haben könnte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Beim vorletzten Reifenwechsel bei etwa 25000 km auf Metzeler Tourance Next (siehe Reifenwahl) hatten die vorderen Bremsscheiben leichte Riefen.
Beim letzten Reifenwechsel bei ca. 32000 km auf Bridgestone Battlax Adventure A40 machte ich dann große Augen, als ich beim Ausbau des Vorderrads die enorm tiefen Riefen sah. Gleichmäßig bei beiden Scheiben auf Innen- und Außenseite. Alle vier Bremsbeläge waren gleichmäßig bis auf etwas mehr als einen Millimeter abgefahren. Kleine Metallspäne waren an an den Stirnseiten zu sehen.
Bremsbeläge wechsle ich schon immer selbst. Und weil ich von meinen großen und schwereren Bandits sowas überhaupt nicht kannte, reklamierte ich die Scheibenschäden beim Händler.
Reklamation ohne Erfolg: Der angereiste Außendienstler gab sich wegen des Scheibenzustands überrascht. Wegen der schon relativ hohen Fahrleistung, vor allem aber wegen den Fremdfabrikat-Belägen könne er einen Gewährleistungsanspruch bei Suzuki aber nicht durchsetzen. Da stand ich nun.
Ich – die Ursache? Den extrem schlechten Zustand der beiden vorderen Bremsscheiben habe ich mit meinem Fahrverhalten bestimmt beschleunigt. Wie bereits erwähnt, bin ich mit der V-Strom noch sportlicher unterwegs, als ich das mit meinen beiden vorangegangenen Bandits bereits war.
Vor einer engen Kurve oder Kehre bremse ich aus relativ hohem Tempo sehr spät ab. Dann ziehe ich aber umso beherzter den Bremshebel, um das Bike dann sofort in Schräglage zu legen. Hinter dem Scheitelpunkt der Kurve beschleunige ich dann gleich wieder bis zur nächsten Kehre, um dort wieder in die Eisen zu greifen. Da wird auf einer Serpentinenanlage vor allem die Vorderradbremse schon sehr belastet.
Es sieht also ganz danach aus, als ob ich die Bremsen zu heiß gefahren hätte und es deshalb zu diesen Beschädigungen an den Bremsscheiben gekommen war.
Dabei hatte ich diese Fahrweise schon bei meinen 40 kg schwereren Bandits (GSF 1200S und GSF 1250S ABS) an den Tag gelegt. Da gabs bei der 1200er selbst nach knapp 90000 km und bei der 1250er nach spendabel aufgerundeten 40000 km keine nennenswerte Abnutzung an den Bremsscheiben, Schäden in der Art schon gleich gar nicht.
Qualitätsunterschiede? Die Bremsscheiben scheinen bei der 1200er Bandit und der V-Strom auf den ersten und auch auf den zweiten Blick absolut identisch.
Dem widerspricht aber eine jeweils eigene Teilenummer im Ersatzteilkatalog von Suzuki: 59210-44G10 (GSF 1250S), 59210-31J00 (V-Strom 1000 AL4).
Und auch die Preise sind nicht die selben. Sie unterscheiden sich sogar ganz erheblich, denn die Scheiben der 1250er liegen beinahe 50% über denen der V-Strom. Da frage ich mich natürlich, warum das so ist, wo sie sich äußerlich doch wie Zwillinge gleichen. Da kann es eigentlich nur noch an einer verschiedenartigen Legierung liegen. Sollte es etwa so sein, daß die Scheiben der 1250er härter sind als die der V-Strom? Da muß ich mal bei Gelegenheit mit dem Werkstattmeister einen Plausch halten.
Reklamation #2: Vielleicht werde ich über die Wintermonate mal beim Belägehersteller Brembo für eine Begutachtung anläuten.
Lehre gezogen: Zumindest bei den Bremsen kommt mir kein Fremdfabrikat mehr ans Bike!


Bremsscheiben, -schrauben und -beläge.

Teure Teile: Eine Bremsscheibe (Teilenummer 59210-31J00) schlägt für die V-Strom laut Händlerauskunft mit 146,98 Euro zu Buche. Bei BTS-Ersatzteile.de kam eine Originalscheibe auf 122,38 Euro.
Dort hatte ich auch gleich neue Schrauben (Teilenummer 0910608160, Händlerpreis 3,75 Euro) für die Bremsscheiben und Original-Bremsbeläge (Teilenummer 5910029860, Händlerpreis 42,17 Euro) geordert. Die Zahlung erfolgte vorab per PayPal.
5 Tage Lieferzeit waren angegeben. Leider kam es da aber zu einer wochenlangen Verzögerung! Die Scheiben und Schrauben kamen bei BTS schon wenige Tage nach meiner Ordner an. Bei den Belägen hatte Suzuki aber Lieferprobleme. Mein Händler bestätigte mir das.
Daß die Scheiben und Schrauben in einem Regal bei BTS aber schon Staub ansetzten, erfuhr ich geschlagene 3 Wochen nach meiner Bestellung eher zufällig. Da fragte ich zähneknirschend dann mal höflich an, ob man mir die Scheiben und Schrauben nicht als Teillieferung zusenden könnte. Zwei Tage später hielt ich sie auch tatsächlich in Händen und konnte an die Montage schreiten.
Zwischenzeitlich hatte ich die Beläge auch noch beim Händler bestellt. Dort konnte ich sie bereits vier Tage später abholen. Zu meiner Überraschung stimmte der Preis von 42,17 Euro pro Satz beinahe mit dem BTS-Preis (42,06 Euro) überein. Auf die Beläge von BTS wartete ich dann nochmal 3 Wochen. 7 Wochen waren damit seit Bestelleingang ins Land gezogen.
In meiner Bestellhistorie auf BTS-Ersatzteile.de steht für meine Teile übrigens noch immer „Auftragsbestätigung“. Soviel zu Bestellabwicklung und Kundenservice bei dieser Firma. Ich glaube nicht, daß ich dort nochmal bestellen werde.

9. Heizgriff, Kabelschutz durchgescheuert

9.1   Schutzmantel des Kabels vom Kupplungshebel durchgescheuert


Scheuerstelle, zusätzlichen Schutz übergestülpt.
Eher zufällig hatte ich entdeckt, daß der Schutzmantel des Kabels zum linken Heizgriff durchgescheuert war. Die farbigen Litzen lagen bereits frei.
Das Kabel wurde bei der Montage in den kleinen Spalt zwischen Hydraulikbehälter und Kupplungshebel verlegt. Beim jedem Ziehen des Kupplungshebels hatte der sich daran gerieben.
Um das Kabel gegen weiteren Schaden zu schützen, habe ich ein der Länge nach durchgeschnittenes Schlauchstück über die schadhafte Stelle gestülpt.

10. 40000 km – Rasselnde Geräusche vom Kupplungskorb

10.1   Leidiges Problem des Vorgängermodells auch an der neuen V-Strom 1000 ABS


Kupplungskorb der alten V-Strom.
Bild einem V-Strom-Forum entliehen.

Weil das kein unwichtiges Detail ist, war mir diese Erfahrung eine detaillierte Beschreibung wert: Kupplung rasselt

Hier die Kurzform:
Entgegen meiner Vermutung und Hoffnung hat sich das Problem von vorzeitigen Verschleißerscheinungen des Kupplungskorbs der alten V-Strom DL (Baujahre 2002 bis 2007) doch auf die neue V-Strom 1000 ABS vererbt! Zumindest ist meine V-Strom davon betroffen und bestätigende Mails von Leidensgenossen habe ich auch erhalten.
Auf dem Tacho meiner in 2013 bestellten V-Strom 1000 ABS hatten sich von ihrer Übergabe im April 2014 bis zum 2015er Saisonende 36000 km aufsummiert. Weil sich in 2015 keine Möglichkeit mehr ergab, fuhr ich meine Dicke erst beim 2016er Saisonbeginn zum 36000er Kundendienst. Bis dahin noch ohne veränderte oder hörbare Geräusche aus der Kupplung.
Nach Pfingsten 2016 hatte ich die Straßen Sardiniens mit ihrem enormen Grip unsicher gemacht. Während dieser Zeit stellte sich bei etwa 40000 km Laufleistung ein permanentes Rasselgeräusch im Leerlauf hinter dem Motordeckel ein. Weil sich beim Schalten der Gänge und der Kraftentfaltung nichts verändert hatte, fuhr ich erstmal unbesorgt weiter. Daß solche Geräusche von einem verschlissenen Kupplungskorb kommen, wußte ich bereits aus den Berichten im V-Strom-Forum zur alten V-Strom.
Danach folgte eine Pyrenäen-Tour, die mit knapp 48000 km auf dem Tacho zu Ende war. Die Intensität des rasselnden Geräuschs hatte sich bis dahin leicht verstärkt.
Beim 48000er Kundendienst sprach ich den Werkstattleiter und den Verkäufer darauf an. Beide meinten, das rasselnde Geräusch wäre eine normale Verschleißerscheinung vom Kupplungskorb und würde im Laufe der Zeit auch noch lauter werden. Das hätte aber keine Auswirkungen auf den Motor.
Etwas enttäuscht rollte ich vom Hof, denn 48000 km sind für mein Dafürhalten noch keine hohe km-Leistung, die einen solchen Verschleiß rechtfertigen würde. Als Beispiel nenne ich hier meine damalige 1200er Bandit, bei der nach fast 90000 km in sechs Jahren noch immer Ruhe in der Kupplung herrschte.

10.2   Freigabe von Suzuki Deutschland: Die Kupplung wird komplett ( ! ! ) getauscht!

Der Verkäufer hatte trotzdem seinen zuständigen Außendiensttechniker informiert und der seine Vorgesetzten bei Suzuki Deutschland in Bensheim. Die scheinen sich wiederum mit Suzuki Japan kurzgeschlossen zu haben, denn von denen kam wenige Tage später eine Anforderung über eine Tonaufnahme der Geräusche.
Etwa eine Woche später bekam mein Händler die Anweisung von Suzuki Deutschland, nicht nur den Kupplungskorb, sondern die komplette Kupplung an meiner 1000er V-Strom auszutauschen.
Dieser Aufwand/Umfang überrascht mich zwar, freut mich dafür aber umso mehr. Der Termin steht für Ende August.

11. Rückruf: Überprüfung / Modifikation des Kabelbaumes

2016, das neue Jahr hat kaum begonnen, flatterte Ende Januar ein Brief von Suzuki Deutschland ins Haus. Wird halt wieder eine Werbung sein – dachte ich beim Öffnen. Dann zog ich aber doch die Augenbrauen hoch. Im Betreff stand nämlich dick und fett: „Rückrufaktion – Überprüfung und Modifikation des Kabelbaumes (99QN)

Ach herrje! Nach den Anfangs sehr mäßigen Erfahrungen mit der 1000er V-Strom – genauer gesagt mit Suzuki – jetzt auch noch ein Rückruf. Dazu muß ich aber betonen, daß ich mit meiner 1000er V-Strom an sich zufrieden bin. Sehr sogar! Das hat sich in 2014 und 2015 auf immerhin 36.000 km immer wieder bestätigt. Da war keine einzige Panne oder gar ein Ausfall. Und von ihren hervorragenden Fahreigenschaften bin ich nach wie vor begeistert. Deshalb sehe ich den Inhalt des Schreibens doch eher gelassen.

Der Rückruf beinhaltet dreierlei an der 1000er V-Strom:

  1. Überprüfung des Zündschloß-Verbindungssteckers auf Korrosion
  2. Überprüfung des Hauptkabelbaumes im Bereich der Tankunterseite auf Beschädigung
  3. Überprüfung des Massekabels von der Batterie zum Motorgehäuse

Neben genauen Details zu den drei Punkten wird in dem Schreiben angegeben, sich umgehend mit dem zuständigen Vertragshändler in Verbindung zu setzen.
Bei dem kurz durchtelefoniert stellte sich heraus, daß er von dem Rückruf schon informiert war. Weil meine 1000er wegen des Saisonkennzeichens erst ab März wieder öffentliche Straßen befahren darf, hat mir der Händler ein rotes Nummernschild für die Fahrt in seine Werkstatt angeboten. Da aber der 36000er Kundendienst schon seit Ende letzten Jahres ansteht, habe ich mich mit ihm auf einen Termin im März verständigt. Da werden dann auch die Rückrufpunkte abgearbeitet. Für die werden bis zu drei Tage veranschlagt, sofern Teile für eine eventuelle Mängelbehebung bestellt und ausgetauscht werden müssen.

Im V-Strom-Forum wird dieser Rückruf mehr oder wenig heftig diskutiert:

  1. www.v-stromforum.de/viewtopic.php?f=5&t=45080

In der Rückrufdatenbank vom Kraftfahrt-Bundesamt ist/war der Rückruf auch zu finden:

  1. www.kba-online.de/gpsg/jsp/gpsgAuskunft.jsp

Und wer einen Suzuki-Vertragshändler in seiner Nähe sucht:

  1. motorrad.suzuki.de/uber-uns/kontakt/handlersuche

12. Antriebskette nach 48000 km am Ende


Antriebskette nach 48000 km am Ende
Vor Antritt meiner Pyrenäen-Tour beim km-Stand 42.000 im Juli 2016 hatte ich die Antriebskette nochmal nachgespannt. Beim Reifenwechsel im spanischen San Sebastian bei 45.300 km war das dann nochmal notwendig. Die Kette hatte eine dermaßene Längung, daß der Kettenspanner mit diesem Tag an seiner Grenze angelangt war.
Bei 48.300 km auf der Uhr war die Tour beendet. Während der Heimfahrt hatte die Kette wieder unüberhörbar an der Schwinge angeschlagen. Eine nochmalige Nachspannung wäre nötig gewesen. Zudem hatte der Dauerregen über den ganzen Tag das Fett aus den Kettengliedern herausgespült, was die Kette mit einer zusätzlichen Geräuschkulisse honorierte.
Eine neue Kette, bzw. einen neuen Kettensatz (Kettenkit) werde ich in Kürze montieren.
Bei meinem Händler hatte ich um Ersatz angefragt. Dort erfuhr ich, daß Suzuki für die 2014er V-Strom überhaupt kein Kettenkit im Katalog hat. Zumindest konnte er keines ausfindig machen. Es ist lediglich eine Antriebskette im Sortiment, die aber mit horrenden 200 Euro kalkuliert ist.
Damit ist für mich schon mal klar, daß ich mich im Zubehörhandel umsehen werde. Dort gibt es komplette Kits ab 150 Euro.

13. Stoßdämpfer undicht bei 55000 km

Federbein vorne rechts inkontinent
Federbein vorne rechts inkontinent
Frühjahr 2017, Vorder- und Hinterrad waren wegen Wechsel auf geländetaugliche Metzeler Karoo 3 ausgebaut und die V-Strom deswegen auf Motorradhebern geparkt.
Ein paar Tage später staunte ich nicht schlecht, als ich unter dem vorderen rechten Federbein eine kleine Pfütze entdeckte.
Eine Lampe zur Hand fand sich schnell die Ursache: Das Federbein war undicht geworden. Zum Glück nicht auf irgendeiner großen Tour, sondern in der Garage.
Federbeine hatte ich noch nicht zerlegt, deshalb reservierte ich beim Händler einen Termin. Und weil Federbeine paarweise in Stand gesetzt werden sollen, gingen knapp über 400 Euro über den Ladentisch. 75 Euro für eine Montagestunde ließen mich kurz in Schnappatmung verfallen.
Bei der Gelegenheit wurde neben Dichtringen und Staubkappen ein neu entwickeltes Gabelöl eingefüllt, mit dem die Dämpfer spürbar sanfter einfedern.


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6 Reaktionen zu "Mängel, Verschleiß, Rückruf"

  1. Mag. Christian Thuller schreibt:

    Danke für die vielen guten Informationen. Sehr hilfreich. Falls Du mal in Österreich (Kärnten/Wörthersee) bist, kannst Dich gerne bei mir melden und auf einen Kaffee vorbeikommen. Ein wenig Fachsimpeln.

    Schöne Grüße aus Kärnten!

    Christian THULLER

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

      Kommentar:
      Servus Christian, vielen Dank für die Einladung!
      Wenn mich der Weg mal wieder ins schöne Kärntnerland verschlagen sollte, werde ich mich gerne bei Dir melden…
  2. Klaus schreibt:

    Suzuki lügt:

    „Über seinen Außendiensttechniker erfuhr er, daß bisher noch kein Besitzer oder eine Werkstatt bei der neuen 1000er V-Strom (ab Bj. 2014) einen rasselnden Kupplungskorb reklamiert hätte“

    Mein Kupplungskorb hatte ich schon 2015 reklamiert und wurde im Juni 2016 bei ca.34.000 km gewechselt. Die Lackqualität ist auch wie beschrieben unter aller Sau. Suzuki zeigt sich da nicht sehr kooperativ.

    mfg

    Klaus

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

       
      Hallo Klaus,
      danke für den Hinweis! Diese Info werde ich gleich am Montag an meinen Händler weiterleiten.
      Das Lackproblem ist wirklich ein leidiges Thema bei Suzuki. Das war schon bei meinen beiden großen Bandits so.
      Besten Gruß, Reiner
  3. Max schreibt:

    Hallo Reiner

    meine hat bei 12000 km schon zwei neue Kupplungskörbe bekommen
    und Aktuell ist sie bei km 17000 km schon wieder in der Werkstatt wegen der Geräusche von der Kupplung. Erstzulassung war 01.03.2016.
    Soviel dazu. Suzuki sagte mir auch „hatten wir noch Nie“ hab mich fast Totgelacht.

    • Reiner von on2r.eu schreibt:

       
      Hallo Max, vielen Dank für diese sehr bedenkliche Info!
      Kaum zu glauben, daß gleich drei Kupplungskörbe mit solchen kurzen Laufleistungen für einen Werkstattaufenthalt sorgen. Bei einem Bike mit einem Neupreis um die 12.000 Euro erwarte ich eigentlich ein ausgereiftes Konzept und ein einigermaßen langlebiges Motorrad, zumal es laut Suzuki bei Motor/Kupplung ja keine Neuentwicklung ist. Eine solche Erfahrung wäre für mich wohl ein Grund, die V-Strom nach der (hoffentlichen) Instandsetzung zu verkaufen und Suzuki den Rücken zu kehren.
      Das stellt sich (vermutlich nicht nur mir) jetzt sehr eindringlich die Frage, ob neben dem Motor des Vorgängermodells tatsächlich auch Teile der Kupplung überarbeitet wurden und welche das sind. Dazu sind nämlich keine Details zu finden. Wie ich oben schon angegeben hatte, interpretiere ich einen geänderten/überarbeiteten Kupplungskorb anhand deren unterschiedlichen Suzuki-Teilenummern (alt/neu).
      Laut V-Strom-Forum war schon das Vorgängermodell in nicht wenigen Fällen von einem rasselnden Kupplungskorb betroffen – 20.000 km wurden da oft genannt. Von dem (vorzeitigen) Verschleißproblem bei der alten 1000er V-Strom war und ist Suzuki also in jedem Fall informiert.
      Der Aussage vom Suzuki-Außendienst, daß ein derartiges Problem an der neuen V-Strom bisher noch nicht bekannt sei, schenke ich natürlich ebenfalls keinen Glauben.
      Leider ist es so, daß ein Hersteller dem Käufer/Kunden gegenüber nie zugeben wird, daß ein Mangel bekannt ist. Das mußte ich bei meinem 6er Golf auch erfahren. Da ging/geht es um sich sammelndes Regenwasser in den vorderen Türen, das bei parkendem Fahrzeug nicht ablaufen will. Obwohl das damals schon in den Foren diskutiert wurde und auch Besitzer eines VW EOS davon berichteten, bekam ich nur ein Schulterzucken.
      Mein Händler hat sich wegen der letztwöchigen Anfrage von seinen zuständigen Außendienstlern bei der Mutter in Japan über die Rasselgeräusche an meiner 1000er noch nicht bei mir gemeldet. Bei dieser Anfrage wurde von den Asiaten eine Tonaufnahme der Geräusche hinter dem Motordeckel angefordert. Das sehe ich aber lediglich als eine hilflose Reaktion seitens Suzuki.
      Besten Gruß und viel Glück mit Deiner V-Strom, Reiner

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