Korsika

 
 
Publiziert im Februar 2019

Immer wieder gerne auf der Insel


Korsika
2011 war ich das erste Mal auf Tour auf Korsika und Sardinien. „Schuld“ daran hatte eine direkt vorausgegangene Norwegen-Tour, die ich wegen der damaligen schlechten Wetterlage abgebrochen hatte.

Absolut empfehlenswert

Nicht nur der eindrucksvollen Landschaften wegen war und bin ich noch immer von den beiden Inseln begeistert. Da wundert es nicht, daß es mich seither jedes Jahr nach Korsika und/oder Sardinien drängt.

Für Korsika-Neulinge könnten einige meiner persönlichen Eindrücke, Infos zu den Fährverbindungen, exemplarische Streckenempfehlungen, empfehlenswerte Unterkünfte und Land & Leute hilfreich sein.
Andere Inselurlauber und Korsika-Kenner können natürlich auch abweichende Erlebnisse oder andere Ansichten haben.

Seitenübersicht

 1. Allgemein

  1. meine Reisezeit: Pfingsten
  2. Kartenmaterial
  3. Straßenzustand
  4. Straßenbau
  5. Überraschungen im Straßenverkehr
  6. Sprache und Verständigung
  7. Reifenhändler
  8. Unterkünfte

 
 2. Streckenempfehlungen für Korsika-Neulinge

  1. Infos vorab
  2. Onroad
    2.1. Route 1: Cap Corse, der korsische Finger
    2.2. Route 2: im Nord-Osten
    2.3. Route 3: von Bastia nach LʼÎle-Rousse
    2.4. Route 4: die schroffe Westküste
    2.5. Route 5: im Herzen Korsikas
    2.6. Route 6: im südlichen Parc Naturel Régional
  3. Offroad
    3.1. Route 1: 5 km unbefestigt am Cap Corse, dem korsichen Finger
    3.2. Route 2: 14 km unbefestigt durch die Halbwüste Désert Des Agriates
    3.3. Route 3: 25 km unbefestigt durch die Halbwüste Désert Des Agriates
    3.4. Route 4: 12 km unbefestigt am Monte Incudine

 
 3. Unterkünfte

  1. im Osten: Aleria
  2. im Osten: Ghisonaccia
  3. im Norden: LʼÎle-Rousse und Saint-Florent

 
 4. Fährverbindungen

  1. Online-Buchung, Tagfähren, Nachtfähren
  2. Kabinen für erholsamen Schlaf
  3. Fahrzeugsicherung auf den Fähren
  4. Fährverbindung zwischen Korsika und Sardinien

 
 5. Sehenswürdigkeiten

  1. ein paar Links ins Web

1.  ALLGEMEIN

1. 1.  Meine bevorzugte Reiszeit für Korsika und Sardinien: Pfingsten

Ich favorisiere die Zeit um Pfingsten herum. Das Wetter ist da schon sehr stabil und die Temperaturen bewegen sich meist noch unter 30°C. Trotz der Ferienzeit hält sich das Urlauber- und damit das Verkehrsaufkommen noch in Grenzen.
Ab Juni wird es heiß auf Korsika und Sardinien. Da mag ab dem späten Vormittag bei 40 Grad und darüber kein wirklicher Fahrspaß mehr aufkommen.
Die Angaben zum Klima auf beste-reisezeit.org/…/sardinien kann ich bestätigen.
Neben dem Frühjahr dürfte der Spätherbst mit seinem angenehmerem Klima ebenfalls gut für einen Aufentahlt mit dem Motorrad sein. Allerdings habe ich zu dieser Jahreszeit keine eigenen Erfahrungen zu den Inseln.

1. 2.  Kartenmaterial

Korsika – Über die Jahre habe ich Korsika-Karten verschiedener Anbieter verschlissen. Letztendlich kann ich nur die Straßen- und Tourismuskarte von Michelin im Maßstab 1:150.000 empfehlen. Es ist die übersichtlichste Straßenkarte der Insel mit der höchsten Informationsfülle und exakt gezeichnetem Straßenverlauf. Ich habe bisher noch nichts vergleichbares oder gar besseres in Händen gehalten. Diese Karte gibt es beinahe überall auf der Insel zu kaufen und auch bei Amazon:
  – Michelin Straßen- und Tourismuskarte – Korsika – 1:150.000 (MICHELIN Localkarten)
Hinweis: Es sollte darauf geachtet werden, daß man auch wirklich auf die Lokalkarten im Maßstab 1:150.000 mit ihrem gelben Kartencover kauft. Das Kartencover ist kein aufgeklebter Karton, sondern auf das Kartenblatt gedruckt.
Finger weg: Von Michelin gibt es noch eine Regionalkarten im Maßstab 1:200.000 (Michelin Regionalkarte Korsika) mit einem orangenen Kartencover aus Karton. In dieser Karte sind die Straßen und Informationen dermaßen dicht gepackt, daß eine Orientierung sehr schwer fällt. Für einen Motorradfahrer, der nur ab und zu einen Blick auf die Straßenkarte im Tankrucksack wirft, ist das mehr als unvorteilhaft.

1. 3.  Straßenzustand

Auf beiden Inseln geht es enorm kurvenreich zu. Mit dem enorm rauen Straßenbelag auf Sardinien kann es Korsika aber nicht aufnehmen. Der ist sogar für europäische Verhältnisse beinahe einzigartig. Diese Rauheit sorgt für einen ganz ausgezeichneten Grip. Man könnte meinen, daß selbst der Grip noch Grip hat. Je nach Fahrpraxis begünstigt das sehr tiefe Schräglagen bis hin zu häufigen Fußrastenkontakten mit dem Asphalt.
Wer gern sehr sportlich unterwegs ist und gut am Gas hängt, kann pro Tag ohne Probleme einen Millimeter vom Profil an Vorder- und Hinterreifen wegradieren. Und das über die komplette Lauffläche wohlgemerkt.

Freilich sollte man es nicht übertreiben und sein persönliches Fahrkönnen nicht überschätzen. Den spitzenmäßigen Grip auf Sardinien nutzen nämlich einige vollkommen irre Biker sehr gerne, um absolut rücksichtslos und jenseits aller Vernunft die Sau rauszulassen. Bei manchen könnte man meinen, es gäbe keinen Morgen mehr. Diese sehr von sich und ihrem Können überzeugten Biker kann man dann beim Reifenhändler „Sasso Gomme“ in Tortoli antreffen. Da läßt es sich dann gut beobachten, wie sie mit honorigem oder neidvollem Blick gegenseitig die abgefahrene Reifen begutachten und sich beweihräuchern.
Ich bin zwar beileibe kein Kind von Traurigkeit und auf bekannten Strecken auch nicht gerade langsam unterwegs, aber vorausschauendes Verhalten, ein paar Prozent an Sicherheitsreserven und zumindest ein kleiner Funken Verstand sollten schon noch mitfahren.

1. 4.  Straßenbau

Korsika – Seit 2014 werden auf Korsika ganz verstärkt die schönen kleinen und ursprünglichen Straßen durch das waldreiche Gebirge zu enorm breitspurigen Fahrbahnen ausgebaut und die Straßenränder ganz massiv ausgeholzt. Während dieser Baumaßnahmen ist es keine Seltenheit, wenn plötzlich und ohne vorherige Ankündigung eine Straßensperre auftaucht oder der Asphalt abgetragen ist.
Diese überbreiten Strecken werden sicherlich den Wohnmobilisten und Reisebussen zugute kommen, für die die alten Asphaltpisten bisher nicht fahrbar waren. Persönlich finde ich diese Entwicklung für den Individualtouristen eher abträglich. Wenn das weiter fortschreitet, kann ich genauso gut in den durchaus vergleichbaren Seealpen bleiben und muß mir keine Überfahrt mit der Fähre antun.

1. 5.  Überraschungen im Straßenverkehr

Tierisches – Auf beiden Inseln laufen halbwilde Schweine, Ziegen, Schafe, Kühe, Esel und Pferde sehr oft frei herum. In der heißen Tageszeit liegen sie dann schon mal im Schatten auf der kühlen Straße, weiden Sträucher am Straßenrand ab oder lecken Salz vom rissigen Asphalt, das der Wind mit der Luftfeuchtigkeit vom Meer herträgt.
Da ist es sehr ungünstig, wenn so ein Tier plötzlich in einer Kurve vor einem auftaucht. Ihre Verdauungsrückstände hinterlassen sie auch großflächig auf der Fahrbahn, was für den einen oder anderen unangenehmen Rutscher sorgen kann. Bei unübersichtlichem Streckenverlauf sollte man sich deshalb etwas zurückhalten.

Verkehrsregeln – Über die Jahre habe ich den Eindruck gewonnen, daß es auf Korsika und Sardinien keine wirklichen Verkehrsregeln zu geben scheint. Zumindest wird sich allzuoft nicht daran gehalten. Ich kanns nicht anders ausdrücken: Bei manchen Eingeborenen drängt sich der Verdacht auf, daß er gerade eben erst vom Eselkarren heruntergestiegen ist und zum ersten mal in einem Auto am Straßenverkehr teilnimmt.

Kurvenschneiderei – Da haben die Einheimischen auf beiden Inseln z.B. die äußerst gefährliche Unart, mit ihren Fahrzeugen die Kurven ganz extrem zu schneiden. Da muß sogar bei vollkommen uneinsehbarem Straßenverlauf mit Gegenverkehr auf der eigenen Fahrbahnseite gerechnet werden. Und zwar immer! Sollte es mal schärfer ums Eck gehen ist es immer vorteilhaft, mehrmals auf den Hupenknopf zu drücken. Für solche Zwecke habe ich an meinem Bike eine Autohupe verbaut um mir etwas mehr Gehör zu verschaffen.
Einem Bekannten hat vor vielen Jahren auf Korsika mal ein entgegenkommender LKW den Kotflügel an seinem alten Benz weggefahren und sich aus dem Staub gemacht.

Lichtsignale – Dann ist da noch das Setzen des Blinkers, der aber erst beim Einschlagen des Lenkrads betätigt wird, wenn überhaupt. Leider macht sich dieses hirnlose und rücksichtslose Verhalten auch bei uns immer mehr breit. Das ist bei einem Überholvorgang sehr unvorteilhaft, wenn z.B. nach links ein Weg abgeht und der vorausfahrende Kfz-Lenker ohne Ankündigung plötzlich dort einbiegt. 2016 erlebte ich gleich zweimal an einem Tag eine solche brenzlige Situation.

Spiegelblick – Mit dem Blick in den Spiegel oder über die Schulter haben es die Insulaner auch nicht so sehr. Beim Überholen in kurvigem Geläuf ist deshalb hohe Aufmerksamkeit angesagt, wenn das vorausfahrende Kfz während des Überholvorgangs in die Kurve schneidet oder wie oben erwähnt plötzlich nach links in einen Weg abbiegt. Da ist es sehr hilfreich, vor dem Überholen zur Vorwarnung mal länger auf den Hupenknopf zu drücken.

1. 6.  Sprache und Verständigung

Korsika – Die Inselfranzosen auf Korsika sind zumeist mindestens so arrogant, wie ihre Sprachkollegen auf dem Festland. Obwohl der Tourismus eine Haupteinnahmequelle ist, geht es selbst in Hotels oft ungastlich und unhöflich zu. Englisch spricht fast niemand, oder man ist schlichtweg zu faul für eine Verständigung. Das mag vielleicht auch damit zusammenhängen, daß in den Schulen der alte korsische Dialekt als konkurrierende Fremdsprache zu Englisch gewählt werden kann.
Englischsprechende Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Und die jüngere Generation zeigt mittlerweile, daß es auch international und höflich geht.

1. 7.  Reifenhändler

Um unnötige Warterei oder einen Engpaß zu vermeiden, rate ich bei allen aufgeführten Reifenhändlern zu einer Nachfrage zu einem bestimmten Pneu oder Größe und einer Terminabsprache für einen Reifenwechsel. Selbst wenn ein Reifen vorrätig ist, könnte ein sofortiger Reifenwechsel evtl. nicht möglich sein. Das ist in heimischen Gefilden aber auch nicht anders.

Korsika – „Nonza Cycles et Motos“ in Bastia

https://www.google.com/maps/search/42.680123,9.443789
Kleines Geschäft für Zweiradzubehör und Händler der Marken Kawasaki, Yamaha, Piaggio, Derbi und MBK. Im Keller ist ein größeres Sortiment verschiedener Reifenhersteller, -modelle und -größen gelagert.
Zum Reifenwechsel ist Vertrauen vonnöten, weil die nicht vor Ort montiert werden können. Ein Angestellter schnappt sich den Zündschlüssel um zu einem mir nicht bekannten Montagebetieb zu fahren und kommt nach etwa einem halben Stündchen mit den neuen Reifen auf den Felgen zurück.

Korsika – „Speedbike“ in Ajaccio

https://www.google.com/maps/search/41.947996,8.767982
Großes Reifensortiment. Führt auch Bekleidung und Zubehör. Die Darstellung in GoogleMaps/StreetView ist veraltet. An dieser Stelle wird statt des Händlers eine nicht mehr existierende Kia-Niederlassung gezeigt.

1. 8.  Unterkünfte

Korsika orientiert sich in beinahe allen Belangen am französischen Mutterland. Das trifft auch auf die Preise, Größe und Qualität eines Zimmers zu. Deshalb sollte man sich auch bei den Unterkünften auf allzuoft eher unteres Mittelmaß einstellen.
Im meinem ersten Jahr auf Korsika hatte ich täglich ab dem Nachmittag nach einer Zimmervermietung Ausschau gehalten. Weil ich meine Zeit lieber bei der Fahrt durch die schönen Landschaften investiere anstatt Unterkünfte zu besichtigen und bei Nichtgefallen evtl. die Nächste zu suchen, hatte ich ab dem zweiten Jahr vorab die diversen Online-Buchungsplattformen genutzt. Da läßt es sich gut informieren und auch gleich reservieren.
Die Insel ist nicht sehr groß. Mit etwas strategischer Überlegung bietet es sich an, sich jeweils auf einen oder zwei Orte als Ausgangspunkt für Tagestouren zu beschränken.

Ich bevorzuge auf Korsika seit Jahren die Ostküste auf etwa halber Höhe der Insel. Von hier aus läßt sich beinahe jeder Punkt der Insel anfahren.
 – Unterkünfte im Osten: Aleria
 – Unterkünfte im Osten: Ghisonaccia
 – Unterkünfte im Norden: LʼÎle-Rousse und Saint-Florent

2. 1.  Streckenempfehlungen für Korsika-Neulinge

Für eine Inselerkundung sind beinahe alle Strecken auf Korsika gut geeignet. Da läßt sich bei der Straßenwahl eigentlich nichts falsch machen. Und Fahrspaß gibt es bei dem enormen Kurvenreichtum beinahe überall.
In der Regel sind alle Straßen in einem guten Zustand, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Korsika
= Onroad = Onroad = Offroad
Seit etwa 2014 werden viele der schönen kleinen und ursprünglichen Asphaltwege durch die waldreichen Gebirgsregionen zu enorm breitspurigen Fahrbahnen ausgebaut und die Straßenränder ganz massiv ausgeholzt. Während dieser Baumaßnahmen ist es keine Seltenheit, wenn plötzlich und ohne vorherige Ankündigung eine Straßensperre auftaucht oder der Asphalt abgetragen ist. Diese überbreiten Strecken werden sicherlich den Wohnmobilisten und Reisebussen zugute kommen, für die die alten Pisten bisher nicht wirklich fahrbar waren. Persönlich finde ich diese Entwicklung für den Individualtouristen eher abträglich. Da kann ich genauso gut in den Seealpen bleiben.

Streckenbeschreibungen
Korsika ist sehr waldreich, was den Blick häufig sehr einschränkt. In der nebenstenden Kartenübersicht habe ich deshalb einige der aussichtsreichsten Strecken meiner Inselaufenthalte berücksichtigt.
Die Farbwahl der Strecken sagt nichts zu ihrer Beschaffenheit aus. Sie dient lediglich der Übersicht und optischen Trennung.
In 2018 war ich auch auf unbefestigten Pfaden unterwegs. Drei interessante Pisten sind in der Karte in Schwarz hervorgehoben.
Zum besseren Verständnis der Streckenbeschreibungen sollte die jeweils verlinkte Online-Karte mit dem Streckenverlauf geöffnet sein.

2.2.1.  Route Onroad – Cap Corse, der korsische Finger

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/yoaeO

Von Bastia geht es nach Westen über den Col de Teghime (Wegpunkt 1), bei dessen Auffahrt sich immer wieder ein schönes Panorama zurück auf die Stadt und die auf Meereshöhe seichten Sumpfwiesen des Étang de Biguglia ergibt.
Kurz vor dem Scheitel des Col de Teghime geht eine schmale Straße rechts ab, die nochmal weitere 400 HM bis hinauf zum meist sehr windigen Serra di Pigno führt (Bild 3+4). In 2018 war die Auffahrt für Zweiräder mit Verbrennungsmotor per Schild untersagt. Bis 2016 stand es dort noch nicht. Ob das Verbot eine Dauereinrichtung ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Aussichten und Weitblicke auf dem Serra di Pigno sind jedenfalls bemerkenswert. Vom Col de Teghime führt der weitere Weg die Westküste entlang.
Wegpunkt 6: Hier empfehle ich, bei Abro die Küstenstraße D80 zu verlassen. Mein Vorschlag verläuft auf der D33 meist einspurig oberhalb der Steilküste und tollen Aussichten bis Wegpunkt 12.
Wegpunkt 15-18: Manche schwören darauf, das Cape Corse bis in den äußersten Norden fahrerisch zu erkunden. Die Asphaltstrecke auf diesem Abschnitt ist oft schmal und sehr holprig. Weder auf dem Weg hinunter, noch unten an der felsigen Küste bei der Ansiedlung Tollare gibt es Außergewöhnliches oder Bemerkenswertes zu sehen. Außerhalb der Ferienzeit gibt es auch keine Restauration. Auf diesen Abschnitt und die dafür investierte Zeit kann man also getrost verzichten.
Wegpunkt 21-23: Ein Abstecher von der Ost- zur Westküste auf der kurvigen D35 durch die waldreiche Hügellandschaft
Wegpunkt 25-29: Wieder hinüber zur Ostküste auf der D180 führt die Strecke über den Scheitel des Bocca di Santa Lucia (Wegpunkt 26). Hier oben bei einer alten Kapelle besteht die Möglichkeit über den schmalen Weg „Tour de Seneque“ den Seneca-Turm zu erreichen. An dem verfallenen Turm hat man sehr bemerkenswerte Ausblicke auf die Ost- und die Westküste des Cap Corse.
Wegpunkt 28: Hier kann man sich zwischen zwei Straßen zur Ostküste entscheiden. Die meist schmale D332 führt über den Col de la Serra nach Santa-Severa hinunter, die breitere D180 bei sehr geradem Verlauf bei keinerlei Aussicht durch die waldreiche Landschaft nach Porticciolo.
Der Rest der Strecke führt auf der D80 zurück nach Bastia, dem Ausgangspunkt meines Vorschlags.

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2.2.2.  Route Onroad – im Nord-Osten

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/9JUPm

Bei dieser kurvenreichen und sehr abwechslungsreichen Etappe ist die Nähe zu Bastia wieder Ausgangs- und Zielpunkt.
Die Strecke führt meist in einiger Höhe entlang der häufig tiefen Täler durch die sehr waldreiche Gebirgslandschaft im Nord-Osten der Insel. Die Breite der Asphaltbänder wechselt immer wieder, ist aber meist zweispurig. Es liegen allerlei kleine und ursprüngliche Orte mit alten Gemäuern auf dem Weg.
Beim Start bei Biguglia geht es zuerst auf die D62. Sie ist eine schmale und bemerkenswerte Straße im Steilhang der Schlucht Défilé de Lancone (Bild 2+3, Wegpunkt 1-2).
Wenig später liegt an der D5 vor der Ortschaft Murato die unübersehbare Kirche Saint Michele de Murato (Bild 4, Wegpunkt 3) aus dem 13. Jahrhundert. Weiter auf der D5 geht es durch Lento (Bild 6, Wegpunkt 4) und auf der anschließenden D105 (Bild 7+8) talwärts nach Ponte Leccia (Wegpunkt 7).
Aus dem Ort führt die D71 (Bild 9) hinauf nach Morosaglia (Wegpunkt 8) und nach einem Kurvengemetzel nach Süden bis Zuani (Bild 10, Wegpunkt 11). Hier geht die Route weiter nach Osten, wo der Weg recht schmal vorbei am Stausee Barrage d’Alesani (Bild 11-13, Wegpunkt 12) führt.
In nördlicher Richtung, nach dem Ort Piedicroce mit seiner Barockkirche Saint-Pierre et -Paul (Bild 14), kommt man an dem 1943 durch deutsche Luftangriffe zerstörten Franziskanerkloster Couvent d’Orezza (Bild 15-17, Wegpunkt 16) vorbei.
Weiter sehr kurvig nach Norden (Bild 18-23) wird das Golo-Tal mit der breiten N193 durchkreuzt (Wegpunkt 18). Wenig später ist mit zunehmender Höhe die schmale Höhenstraße D7 erreicht (Bild 24-28). Die leitet bei immer wieder freien Sicht über den unscheinbaren Col du Campo und führt hinunter in der Nähe des Ausgangspunktes dieser Route.

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2.2.3.  Route Onroad – von Bastia nach LʼÎle-Rousse

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/Fa0PQ

Wie oben bei Route 1 und 2 ist auch hier wieder Bastia der Ausgangspunkt. Und wie bei beiden vorangegangenen Routenvorschlägen führt die Strecke zu Beginn ebenfalls über den Col de Teghime (Wegpunkt 2) und ein Stück weiter im Süden wird auch das schmale Asphaltband der D62 durch die fast schon spektakuläre Schlucht Défilé de Lancone (Bild 2-6, Wegpunkt 4-5) wiederholt, diesmal aber in entgegengesetzter Richtung.
Von der gegenüberliegend verlaufenden und breiten D82 (Wegpunkt 6-7) gibt es einige Male einen tollen Blick auf den Verlauf der eben noch gefahrenen Schluchtenstraße D62.
Im Norden bei Saint-Florent führt die D81 nach Westen durch die wüstenhafte Desert des Agriates (Wegpunkt 13-18) und leitet dabei über die unscheinbare Erhebung des Bocca di Vezzu (Wegpunkt 17). Diese sehenswerte und auf Korsika wohl kargste und felsigste Region sollte man bei einem Inselaufenthalt zumindest einmal auf sich wirken lassen. Die D81 führt übrigens direkt an der weiter unten beschriebenen Offroad-Route 2 (Wegpunkt 14) und Offroad-Route 3 (Wegpunkt 17) vorbei.
Nach einem kurvigen Abstecher durch das Hinterland auf der schmalen D12 (Wegpunkt 18-21) ist die breite N1197 erreicht. Auf der ist nach gemächlicher und unspektakulärer Fahrt bei Wegpunkt 24 der Abzweig zur RT301 erreicht. Dort eingebogen, schlängelt sich die nach Nord-West mit der Schmalspurbahn durch ein schönes und langgezogenes Tal (Wegpunkt 24-25). Im weiteren Verlauf verläßt die Bahntrasse das Tal und die Straße leitet weiter hinauf zum Col de San Colombano (Wegpunkt 27). Hier oben am Talschluß wird der Blick wieder frei auf die Küste im Norden (Bild 7).
Recht breit und übersichtlich läßt es sich auf dem Asphaltband bis Belgodere (Bild 8, Wegpunkt 28) schwingen. Gleich am östlichen Ortseingang kommt man unübersehbar am Friedhof des Städtchens mit den teils sehr verfallenen Begräbnisstätten vorbei (Bild 9).
Weiter auf der breiten RT301 geht es bei meist freiem Blick in die Landschaft nach Norden hinunter an die Küste, wo bei Lozari wieder die N1197 erreicht ist (Wegpunkt 31). Ihr östlicher Verlauf führte zuvor noch durch die Desert des Agriates. Bei Lozari gibt es übrigens einen der wenigen gut zugänglichen Sandstände auf Korsika.
Nach Westen auf die N1197 eingeschwenkt, ist nach kurzer Fahrt entlang der Küste (Bild 10-11) das Etappenziel LʼÎle-Rousse erreicht.
Der Endpunkt der Etappe in LʼÎle-Rousse liegt direkt beim Hôtel Casa Rossa:
https://www.booking.com/hotel/fr/residence-l-hacienda.de.html
Ein umgebauter alter Bauernhof mit kleinem Pool. Die Zimmer sind groß, hell und modern eingerichtet. Vor den Zimmern jeweils eine kleine Terrasse. Große Terrasse am Hauptgebäude. Das Frühstücksbuffet war gut bestückt. Parkplätze direkt auf dem abgesperrten Gelände.

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2.2.4.  Route Onroad – die schroffe Westküste

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/7YWeT

Info: Während die Küstenstraße auf der Ostseite der Insel entlang der gesamten Inselhöhe ab Bastia im Norden bis hinunter nach Bonifacio wegen ihrer auf relativer Meereshöhe breit und sehr gerade angelegten Fahrbahn überhaupt keine fahrerischen Höhepunkte und bis auf ein paar Genueser Türme auch nicht wirklich Sehenswertes zu bieten hat, ist die schroffe Westküste ein ganz anderes Kaliber.
Dieser Tourvorschlag startet beim Endpunkt der vorherigen Route 3 in LʼÎle-Rousse. Mit einem kleinen Schlenker auf die zum Meer hin abfallenden Berghänge bietet sich auf der kleinen D151 bei Wegpunkt 1 ein toller Blick zurück nach LʼÎle-Rousse (Bild 2) und hinunter nach Calvi mit der Bucht (Bild 3). Hin und wieder findet sich auch Kurioses am Wegesrand (Bild 4).
In Calvi könnte sich ein Besuch der Zitadelle/Festung aus dem 13. Jh. (Bild 4, Wegpunkt 3) lohnen.
Im Osten auf der D81B die Stadt hinaus ist nach kurzer Fahrt ein Abzweig erreicht, der schmal hinauf zur Kapelle Notre-Dame-de-la-Serra führt (Bild 6, Wegpunkt 4). Diesen kleinen Abstecher sollte man sich nicht entgehen lassen. Oben bei der Kapelle bietet sich ein schöner Ausblick hinunter auf Calvi mit der Bucht und die Zitadelle/Festung (Bild 7).
Wieder unten an der durchgehend zweispurigen D81B folgt die in einiger Höhe über dem Meer bei sehr tollen Ausblicken meist direkt dem Küstenverlauf (Bild 8). Bis zu ihrem Ende nach 30 km an Wegpunkt 6 ist ihre Asphaltdecke aber leider durchgehend enorm holprig und ein paar km verlaufen in einiger Entfernung zum Meer und sind sehr verwachsen, weshalb hier eine Aussicht in die Umgebung nicht wirklich gegeben ist. Wegen der beinahe nicht enden wollenden Rüttelei möchte ich diese Strecke nicht mehrfach am Tag befahren müssen.

Alternativstrecke: Wer sich den sehr unruhigen Untergrund der D81B nicht antun möchte, kann sie mit der östlich von Calvi nach Süden führenden D81 https://kurv.gr/qCU0n umgehen.
Die D81 ist breit angelegt, in einem ausgezeichneten Zustand und leitet vorbei am außerhalb von Calvi gelegenen Flughafen. In ihrem Verlauf führt sie über den Scheitel des Bocca di Marsolinu (Bild 9), gleich danach durch ein breites Tal und trifft schließlich bei Wegpunkt 6 auf das Ende der oben beschriebenen rumpeligen Küstenstraße D81B.

Der Routenvorschlag leitet im weiteren Verlauf der D81 sehr kurvig durch ein ansteigendes breites Tal hoch zum Bocca di Palmarella. Nach dem Scheitel auf über 400 HM wird sie breit und führt in Hanglage und freier Sicht auf den tief unten legenden Golf von Girolata und der im Hintergrund liegenden Halbinsel La Scandola mit ihren unübersehbaren Rot- und Brauntönen.
Das Kurvenschwingen setzt sich fort bis Porto (Wegpunkt 7). Hier empfehle ich unbedingt den Abstecher ins gebirgige Landesinnere (Wegpunkt 8-13). Die Strecke führt hoch oben am Steilhang durch die Schlucht Gorges de Spelunca, wo sich der Gebirgsbach Porto tief in die Granitberge gegraben hat. Die wenigen Haltemöglichkeiten sollte man nutzen. In den Ferienzeiten ist hier mit viel Verkehr zu rechnen und neben Linienbussen sind auch Reisebusse keine Ausnahme.

Wieder zurück in Porto am gleichnamigen Golf führt die D81 weiter nach Süden. Nach kurzer Fahrt leitet die geradewegs durch die Calanche. Das ist die mit ihren orange-roten Granitfelsen in bizarren Verwitterungsformen wohl spektakulärste Felsenlandschaft auf Korsika.

Weiter in Richtung Süden senkt sich das Asphaltband bis zum Etappenende bei Cargèse langsam bis auf Meereshöhe.

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2.2.5.  Route Onroad – im Herzen Korsikas

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/EZICk

Von Evisa in Nähe der oben schon beschriebenen Schlucht Gorges de Spelunca führt der Vorschlag auf breitem Asphaltband nach Osten über den Col de Vergio mit der Christusstatue (Bild 2, Wegpunkt 1) und ist bei 1477 m die höchstgelegene Paßstraße der Insel. Sie senkt sich nach Nord-Ost hinunter nach Calacuccia mit dem gleichnamigen Stausee und folgt gleich darauf der engen und gewundenen Schlucht des Wildflußes Golo (Bild 3-6), der seit dem Bau des Stausees einiges von seiner Heftigkeit und Kraft eingebüßt hat.
Am Ende der Schlucht in Castirla angelangt, gehts nach Süden über den Col d’Ominanda (Wegpunkt 3) bis nach Corte. Hier besteht die Möglichkeit auf der D623 zu einem Abstecher in die Schlucht des Restonica-Tal (Bild 7-9). Die waldreiche Strecke ist durchgehend asphaltiert, wird mit zunehmender Höhe aber schmal und endet in einem unbefestigten Parkplatz (Wegpunkt 4). Das Tal mit seinen vielen Wanderwegen ist eines der beliebetesten Ausflugsziele im Inselinneren. Wieder zurück bei Corte geht es weiter nch Süden auf der breiten aber wunderbar geschwungenen Nationalstraße N193, die bei permanent leichtem Anstieg auf mehr als 30 km zum Col de Vizzavona (Wegpunkt 7) leitet. Die Westrampe hinunter wird bei Bocognano am Kreisverkehr mit der D27 die N193 verlassen.
Die D27 führt hinein in das Bavella-Massiv im südlichen Nationalpark mit seinen bis 2000 m hohen Berggruppen. Sie leitet etwas schmal das Sacktal hinauf zum Col de Scalella (Wegpunkt 10) und nach dem Scheitel hinunter nach Bastelica. Weiterhin sehr kurvig senkt sich dann die D3 vorbei am Lac de Tolla (Wegpunkt 11) nach Cauro.
In einem Schlenker ist mit der D83 eine immer wieder aussichtsreiche Strecke erreicht, die in ihrem Verlauf in die nach Norden führende wald- und kurvenreiche D69 einzweigt. Die leitet über den Col de Verde (Wegpunkt 15), vorbei an Ghisoni und über den Col de Sorba (Wegpunkt 16). Der Col de Sorba ist zwar etwas abseits gelegenen, aber mit 1311 m Höhe neben dem Col de Vergio (1477 m, Wegpunkt 1) der zweithöchste Paß der Insel.
Auf den nächsten paar km senkt dich die D69 hinunter zur Nationalstraße N193 und erreicht dort das Ende dieser Etappe.

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2.2.6.  Route Onroad – im südlichen Parc Naturel Régional

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/0z8QS

Ausgehend von Sari-Solenzara an der Ostküste führt die D268 aus dem Ort hinaus und dem Wildfluß Solenzara mit seinen Badestellen folgend hinein in das Bavella-Massiv, einem der schönsten Berggruppen Korsikas. Auf dem weiteren Weg steigt die Straße an und überquert den Scheitel des Bocca di Larone (Wegpunkt 1), wo schöne Blicke auf die schroffen Hänge und Bergspitzen von Bocca Pargulu, Bocca di u Truvone und Bocca di Fumicosa warten.
Auf den nächsten Kilometern gehen Wanderwegen ab und es gibt von der Straße einige nicht einsehbare Badestellen. Hier ist mit zugeparken Straßenrändern und Fußgängern zu rechnen.
Die D268 steigt am Talschluß durch den Schwarzkieferwald hinauf zum Col de Bavella (Wegpunkt 2, Bild 5+6), auf dessen Scheitel ein großer unbefestigter Parkplatz liegt und die Statue einer Schnee-Madonna (Notre Dame de la Neige) vor Gefahren in den Bergen schützen soll.
Ein kleines Wegstück, und der Ort Zonza ist erreicht. Dort scharf rechts abgebogen, geht es über Quenza und Aullene (Wegpunkt 4) zum Col de Vaccia (Wegpunkt 5). Aus Aullene hinaus führt die D69 auf ihrer gerade mal knapp 2-spurigen Breite dem Sacktal folgend zum Col de Vaccia. Am Ende des Sacktals den Col hinauf wurde die D69 vor einigen Jahren enorm breit ausgebaut. Mit zunehmender Höhe bieten sich weite Blicke nach Süd-West in Richtung Propriano am Golf von Valinco.
Sehr kurvig geht es in dem waldreichen Gebiet entlang der Berghänge weiter nach Norden in Richtung Zicavo. In dem Ort nach Westen geschwenkt, wird nach vielen Schräglagen die T40 erreicht, die nach Bicchisano führt. In dem Ort geht es nach Osten auf der D420. Diese Straße war ursprünglich ein wunderbar schmaler und verwachsener Asphaltweg hinauf zum Col de St-Eustache (Wegpunkt 9). Vor einigen Jahren wurde dieser Abschnitt der D420 den Col hinauf aber zu einer ebenso regelrechten Schnellstraße ausgebaut, wie es seine Ostrampe nach Aullene schon vorher war. Zumindest hat man die kurvige Streckenführung weitgehendst beibehalten. Zwischen dem Col de St-Eustache und Aullene hatten im Sommer 2009 heftige Waldbrände viele Hänge mit Kastanien- und Kiefernwald vernichtet. Große Wunden, die noch viele Jahrzente zu sehen sein werden (Bild 8).
Von Aullene geht es in einem Schlenker nach Zonza. Der Ort wird bereits zu Beginn der Etappe durchfahren.
Nach dem Bocca d’Illarate (Wegpunkt 15) führt die Strecke auf einer Hochebene mit verstreut liegenden Findlingen durch eine relativ flache und verwitterte Hanglandschaft und vorbei am Punta di u Diamante, dessen Felsenloch im Ostgrat weithin sichtbar ist.
Es folgt der Stausee Lac de L’Ospédale und wenig später ein Aussichtspunkt (Wegpunkt 17) mit einem bemerkenswerten Panoramablick über die Küste von Porto Vecchio. Die Straße senkt sich zur Stadt hinunter, die auch gleich der Endpunkt dieses Etappenvorschlags ist.

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Offroad auf Korsika

Für die nachfolgenden Offroad-Etappen sollte Erfahrung auf unbefestigten Wegen mitgebracht werden. Die Pisten lassen sich auch mit schwereren Reiseenduros mit etwas Bodenfreiheit und geeigneter Bereifung sehr gut meistern.
Ein Pneu in der Art eines Continental TKC 70 oder Mitas E07 ist für den jeweiligen Untergrund vollkommen ausreichend. Grobstöller mit einem hohen Anteil an Negativprofil wie z.B. ein Continental TKC 80 oder Michelin Anakee Wild sind übertrieben und überdimensioniert.

3.3.1.  Route Offroad – 5 km unbefestigt am Cap Corse, dem korsichen Finger

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/YKxTd

Obwohl die D32 am Cap Corse in den Karten als Département-Straße eingezeichnet ist, ist sie lediglich eine sehr wenig frequentierte einspurige Naturstraße zwischen den Orten La Pedrina und Adamo. Bei schönem Wetter sind Wanderer anzutreffen.
Der Untergrund ist fest und sehr gut zu fahren. Sie verläuft bei relativ gleichbleibender Höhenlage am Osthang des Monte Alticcione entlang und bietet sehr schöne Ausblicke auf die hügelige Gegend zum Meer hin und hinüber zur Insel Capraia.
Wegen ihres größtenteils erdigen Untergrudes verwandelt sie sich bei Regen recht schnell in eine aufgeweichte Schlammpiste.

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3.3.2.  Route Offroad – 14 km unbefestigt durch die Halbwüste Désert Des Agriates

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/t0Fwq

Die unbefestigte Piste ist Bestandteil des französischen TET (Trans Euro Trail): https://www.transeurotrail.org/france/
Etwas unscheinbar von der D81 abgehend, führt der Weg durch die Désert Des Agriates und erreicht in einem weiten Bogen nach etwa 14 km den Sandstrand Plage du Lotu. Der Rückweg zur D81 erfolgt auf der gleichen Weg.
In dem Fremdvideo wird genau diese Piste gezeigt. Es ist sehr gut zu erkennen, daß der Untergrund sehr oft sandig und staubig, aber gut zu fahren ist.

durch die Désert Des Agriates zum Strand Saleccia Plage
Da ist die Beschaffenheit des Forstwegs am Monte Incudine (Route ) ein ganz anderes Kaliber.
Hier muß ich noch anmerken, daß ich diese zu Hause recherchierte Strecke hinunter zur Küste bisher noch nicht selbst gefahren war. Wegen des Regenwetters bei meinem letzten Inselaufenthalt hatte sich der durchgeweichte Weg schon auf den ersten paar Metern als rutschige Schlammpiste mit vielen Wasserlachen präsentiert. Bevor ich in der Botanik lande, nehme ich bei solch einem Untergrund dann doch lieber Abstand von der Befahrung.


3.3.3.  Route Offroad – 25 km unbefestigt durch die Halbwüste Désert Des Agriates

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://alpenkarte.eu/RyNU3RX

Die unbefestigte Piste ist Bestandteil des französischen TET (Trans Euro Trail): https://www.transeurotrail.org/france/
Diesen Abstecher hatte ich wegen des Regenwetters ebenfalls von meiner Liste gestrichen.
Nur wenige km weiter westlich von obigem Abzweig geht auch dieser Weg von der D81 ab in die Désert Des Agriates. Der ist oben beim Aussichtspunkt Bocca di Vezzu an der D81 auch gar nicht zu übersehen. Der Untergrund ist vergleichbar zu obigem und wechselt von Sand über Schotter bis hin zu Steinplatten.
Er führt in nördliche Richtung zu den Stränden Anse de Malfalcu und Plage de Ghignu. Der Rückweg dieser Etappe führt in süd-westliche Richtung durch die Désert Des Agriates und trifft nach etwa 13 km auf die Nationalstraße N1197.
Die Strecke ist frei befahrbar. Es sollten aber die Hinweisschilder mit dem Verbot von Fahrzeugen abseits der Piste beachtet werden.

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3.3.4.  Route Offroad – 12 km unbefestigt am Monte Incudine

Karte mit Wegstrecke und GPX-Export: https://kurv.gr/pCYzX

Kurz hinter dem Ort Quenza zweigt von der D420 nach Norden die D520 ab, ein schmales ansteigendes Sträßchen mit ausgezeichnetem Asphaltbelag. Oben bei der Ansiedlung Prugna geht der Asphalt in eine Naturstraße über.
Es ist ein Forstweg ohne jegliche Fahrverbote und als Teil des Fernwanderweg GR20 in der Karte eingezeichnet. Diese Strecke führt stark bewaldet am Osthang des Monte Incudine entlang, dem südlichsten Zweitausender auf Korsika.
Bei meiner Befahrung gab der Untergrund alles her, was eine schlecht in Schuß gehaltene Naturstraße zu bieten hat. Quer- und längslaufende Wasserrinnen, Auswaschungen, Pfützen, freiliegendes Wurzelwerk, Sandflächen, Schlaglöcher und Geröll und Schotter in allerlei Größen. Dazu noch drei algen- und bewuchsfreie Wasserdurchfahrten mit flachem und betoniertem Untergrund bei etwa 20 cm Wassertiefe.
Diese Naturstrecke ist eine durchgängige Holper- und Rüttelpiste. Wegen des Waldreichtums gibt es keine Aussicht in die umliegende Landschaft. Den Spaß an der Befahrung hat das aber in keinster Weise geschmälert.
Für diese ca. 12 km Naturstraße ab der Ansiedlung Prugna bis zur Einmündung in die D268, die über den Col de Bavella und sehr kurvig weiter über den Col de Larone hinunter nach Solenzara an die Ostküste führt, hatte ich inkl. einiger Fotostops etwa 45 Minuten gebraucht. Erfahrene Schotterspezis werden das sicher schneller meistern.

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3.  Unterkünfte

Korsika orientiert sich in beinahe allen Belangen am französischen Mutterland. Das trifft auch auf die Preise, Größe und Qualität eines Zimmers zu. Deshalb sollte man sich auch bei den Unterkünften auf allzuoft eher unteres Mittelmaß einstellen.
Im meinem ersten Jahr auf Korsika hatte ich täglich ab dem Nachmittag nach einer Zimmervermietung Ausschau gehalten. Weil ich meine Zeit lieber bei der Fahrt durch die schönen Landschaften investiere anstatt Unterkünfte zu besichtigen und bei Nichtgefallen evtl. die Nächste zu suchen, hatte ich ab dem zweiten Jahr vorab die diversen Online-Buchungsplattformen genutzt. Da läßt es sich gut informieren und auch gleich reservieren.
Die Insel ist nicht sehr groß. Mit etwas strategischer Überlegung bietet es sich an, sich jeweils auf einen oder zwei Orte als Ausgangspunkt für Tagestouren zu beschränken.

Ich bevorzuge seit Jahren den Ort Aleria an der Ostküste auf etwa halber Höhe der Insel.

https://www.google.com/maps/search/42.113270,9.513734
Von dort aus läßt sich mit einer Rundtour beinahe jeder Punkt der Insel anfahren. Der Ort ist nicht sehr groß und um Pfingsten nicht überlaufen. Zum Meer mit dem schmalen Sandstrand sind es etwa 3 km. Aleria hat alles, was man braucht. Es gibt einen großen Supermarkt, ein paar kleinere Geschäfte, eine Postagentur, eine Tankstelle mit Waschanlage, eine handvoll Hotels und ein paar Restaurants.

3. 1.  Empfehlenswerte Unterkünfte im korsischen Osten in Küstennähe: Aleria

Von meinen letztjährigen Aufenthalten kann ich aus eigener Erfahrung diese zwei empfehlen:
B&B E Cabanacce

https://www.booking.com/hotel/fr/e-cabanacce.de.html
Etwas außerhalb und sehr ruhig gelegen. Ein sehr großes Zimmer mit kleiner Küche und eigener Terrasse. Im Zimmer ist es etwas dunkel, weil das Haus in den Hügel gebaut und nur nach Süden hin offen ist. Der Pool ist der Hausbesitzerin vorbehalten. Frühstück gibt es für ein paar Euro auf Anfrage.
In jedem Fall wird das bei weiteren Inselbesuchen meine erste Anlaufstelle sein.

Hôtel-Restaurant L’Atrachjata

https://www.booking.com/hotel/fr/hotellatrachjata.de.html
Zentral gelegen mit Parkplatz im Hinterhof. Gepflegtes Haus mit schönen, mittelgroßen Zimmern.

Weniger empfehlenswerte Unterkünfte:
Les Orangers

https://www.booking.com/hotel/fr/les-orangers.de.html
Kleine Einzelzimmer und das Frühstück sehr überschaubar, zu teuer für das Gebotene. Kleiner Parkplatz direkt vor dem Haus an der Straße.

Hôtel Restaurant L‘ Empereur

https://www.booking.com/hotel/fr/hotellempereur.de.html
Schöne und ruhige Zimmer im Innenhof. Im Ergeschoß mit Terrasse, im Obergeschoß meist mit Balkon. Das Frühstücksbuffet ist gut bestückt.
Über die Jahre wurden die Preise leider ganz ordentlich erhöht.
Die Bevormundung der Gäste hat immer mehr zugenommen. Im Zimmer lag dazu bei meinem letzten Aufenthalt eine umfangreiche Liste mit Verboten aus. Die ist schon sehr bemerkenswert, geradzu respektlos. Daß der umzäunte Pool im Innenhof nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden darf kann ich gerade noch verstehen. Aber es ist z.B. verboten ein Handtuch aus dem Zimmer mit zum Pool zu nehmen, Wäschestücke auf Terrasse/Balkon trocknen zu lassen und im Zimmer oder auf Terrasse/Balkon zu essen und zu trinken.
Das Motorrad konnte auf Nachfrage im abgesperrten Innenhof abgestellt werden, darf dort aber nur geschoben werden, weil sich scheinbar immer wieder Hotelgäste über Motorlärm beschwert hatten.

3. 2.  Unterkünfte im korsischen Osten in Küstennähe: Ghisonaccia

Ghisonaccia liegt südlich von Aleria, ist größer und auch turbulenter. Dort war ich einmal im
Hôtel A casa di Maria Cicilia

https://www.booking.com/hotel/fr/casa-di-maria-cicilia.de.html
Es ist relativ zentral in einer Nebenstraße gelegen. Das Motorrad konnte auf Nachfrage im Hinterhof abgestellt werden.

3. 3.  Unterkünfte im korsischen Norden an der Küste: LʼÎle-Rousse und Saint-Florent

Die beiden Hafenstädtchen vereinen Strand und Genuss.
Hôtel Casa Rossa in LʼÎle-Rousse

https://www.booking.com/hotel/fr/residence-l-hacienda.de.html
Ein umgebauter alter Bauernhof mit kleinem Pool in LʼÎle-Rousse. Die Zimmer sind groß, hell und modern eingerichtet. Vor den Zimmern jeweils eine kleine Terrasse. Große Terrasse am Hauptgebäude. Das Frühstücksbuffet war gut bestückt. Parkplätze direkt auf dem abgesperrten Gelände.

Adonis Saint Florent in Saint-Florent

https://www.booking.com/hotel/fr/adonis-citadelle-resort.de.html
In einem Seitenweg am südlichen Ortsrand von Saint-Florent gelegen. Angeheme Zimmergröße und Balkon. Großer Pool. Großer Parkplatz auf dem Hotelgelände. Gut bestücktes Frühstücksbuffet. Keine Restauration, Saint-Florent ist fußläufig aber schnell erreicht.

4.  FÄHRVERBINDUNGEN

4. 1.  Online-Buchung, Tagfähren, Nachtfähren

Ein Hinweis vorab: Einige schwören darauf, ein Fährticket erst vor Ort zu kaufen. Das finde ich überhaupt nicht durchdacht. Das ist schlichtweg unsinnig.
Warum sollte ich meine Zeit dafür verschwenden, mich in einem Fährhafen im Terminalgebäude am Schalter einer Fährgesellschaft anzustellen? Womöglich vielleicht auch noch beim falschen Fährunternehmen. Wenn ich Pech habe und außerhalb der Schalterstunden eintreffe, kann ich wieder kehrt machen. Und falls welche vor mir anstehen, ist eine Stunde nichts. Sollte – wie in Genua üblich – die gewünschte Fährverbindung nach Korsika hinüber in die frühen Morgenstunden fallen, muß ich spätestens am Vortag zu den Öffnungszeiten am Schalter (inkl. aller Papiere und Dokumente) vorstellig sein und buchen.
Wo ist da ein Vorteil gegenüber einer Online-Buchung? Online geht es streßfrei vonstatten und nach getätigter Buchung bekomme ich das Ticket in mein Mail-Postfach. Das muß ich vor Reisebeginn nur noch ausdrucken und bei Ankunft im Fährhafen dem Einweiser vorzeigen. Mit seinem Handscanner liest er den Strichcode des Tickets ein und gibt den Weg auf die Fähre frei.
Das war es dann auch schon. So einfach geht das. Manche Reisende sind ohnehin schon recht nervöse Zeitgenossen. Da muß man es sich nicht noch selbst schwer oder kompliziert machen. Aber natürlich gilt wie immer: Jedem das Seine…

Auf den Fähren sollte selbst bei sehr kurzfristiger Buchung immer Platz für ein Motorrad sein.
Bei einer Online-Buchung auf den Portalen der Fährgesellschaften gibt es keinen Rabatt für Früh- oder Spätbucher. Die Preise ändern sich aber beinahe täglich. Wie ich die letzten Jahre immer wieder festgestellt hatte, ist die günstigste Buchungszeit etwa 2 bis 3 Wochen vor dem gewünschten Fährdatum. Zumindest war das um Pfingsten herum immer so.

Bei einer vorab gebuchten Überfahrt reicht es in den Fährhäfen aus, vor der Einfahrt in das Schiff den Ausdruck des per Mail erhaltenen Tickets dem Einweiser vorzuzeigen. Der scannt den Strichcode auf dem Ticket mit seinem Handgerät ein oder tippt die Buchungsnummer ab. Das Gerät druckt dann einen Aufkleber mit diversen Daten aus, den der gute Mann auf die Front des Bikes klebt. Erst dann gibt er per Handzeichen den Weg auf die Fähre frei. Auf der Fähre zeigen Einweiser den Weg zum Stellplatz.

Lediglich im kleinen Fährhafen in Bonifacio auf Korsika (Fähre nach Sardinien) muß man sich trotz Online-Buchung am Ticketschalter im Hafengebäude registrieren.
Unten mehr dazu: 4.3. Fährverbindung zwischen Korsika und Sardinien

Nachtfähren
Mit den Fährgesellschaften Moby (www.mobylines.de) oder Tirrenia (www.tirrenia.de) dauert die Überfahrt des Nächtens von Genua nach Olbia (Sardinien) zwischen 9 und 10 Stunden.

Tagfähren
Die Tagfähre von Moby Lines nach Korsika oder Sardinien hinüber legt im Hafen von Genua ab.
Da soll man um 7 Uhr an der Fähre sein. Einige Hotels in Hafennähe haben sich darauf eingestellt und öffnen ihr Frühstücksbuffet entsprechend früh. Die Fähre langt dann zwischen 13 und 14 Uhr auf Korsika im Hafen von Bastia an.
   – https://maps.google.com/maps?q=44.412955,8.912789
   – https://www.mobylines.de/ueberfahrt/hafen-italien/genova/
   – https://www.mobylines.de/routen/faehren-korsika/
   – https://www.mobylines.de/routen/faehren-sardinien/

Die Tagfähre ab Genua mit einer vorangegangenen Übernachtung in unmittelbarer Hafennähe hatte ich nur in den ersten beiden Jahre genutzt. In den Folgejahren bin ich tagsüber in einem Rutsch vom Münchner Raum aus die Autobahn bis runter nach Vado Ligure (etwas südlich von Savona) gefahren und habe dort die Nachtfähre nach Korsika oder Sardinien genommen. Gegen 20 Uhr soll man am Fähranleger sein. Ankunft auf Korsika ist zwischen 6 und 7 Uhr.
   – https://maps.google.com/maps?q=44.262792,8.448103
   – https://www.corsica-ferries.de/reise/hafen/savona.html
   – https://www.corsica-ferries.de/uberfahrt/fahre-korsika/
   – https://www.corsica-ferries.de/uberfahrt/fahre-sardinien/

Vor dem geplanten Reisebeginn hatte ich immer das Wetter im Auge behalten und gleich auch einen Blick auf das Angebot der freien Kabinen geworfen. Gebucht hatte ich die Überfahrt dann etwa eine Woche vor Reiseantritt auf dem Online-Portal der Fährgesellschaft. Bei der Online-Buchung einer Kabine wird nach der Personenzahl gefragt. Wer alleine reist, liegt auch alleine in der Kabine, selbst wenn die für bis zu vier oder sechs Personen ausgelegt ist.

4. 2.  Kabinen für erholsamen Schlaf

Die Kabinen auf den Fähren von Corsica Ferries sind sauber, relativ geräumig und die Betten groß und bequem. Das ist zwar nicht umsonst, aber günstiger als ein Hotel in Hafennähe. Da läßt es sich an Bord gut und auch ruhig schlafen und man kommt ausgeruht auf der Insel an. Ohrstöpsel im Handgepäck sind generell nicht verkehrt.

Wer im Urlaub sparen muß, kann an Bord auch irgendwo in den öffentlichen Bereichen übernachten. Entweder in den Gängen auf dem Boden oder in einem der wenigen und oft durchgesessenen Polstermöbel. Da habe ich aber nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht, denn irgendwas weckt einen immer wieder mal. Erholsam ist das ganz und gar nicht.
Selbst die kostenpflichtigen Pullman-Sitze sind dafür wenig geeignet. Entweder läßt sich bei denen die Rückenlehne nicht verstellen (Moby) oder die nicht klappbaren Armlehnen (Tirrenia) verhindern ein Mitnutzen der evtl. freien Nachbarplätze. Zudem fehlt es an Fußstützen für eine entspannte Sitzposition.
Eine Liegeposition wird dadurch nicht mal annähernd erreicht. Die Sauberkeit der Polster läßt hin und wieder auch zu Wünschen übrig und es müffelt schon mal unangenehm.

Da ist es nicht verwunderlich, daß ich nach der morgendlichen Ausfahrt aus der Fähre meist mehr oder weniger übermüdet und unkonzentriert war. Einmal hatte ich deswegen ein etwas haariges Erlebnis und mir dann zu meiner eigenen Sicherheit ein Schlafplätzchen abseits der Straße gesucht. Seither buche ich bei der Überfahrt immer eine Kabine.

4. 3.  Fahrzeugsicherung auf den Fähren

Die Besatzungen der Fähren zeigen per Handzeichen, wo das Motorrad abgestellt werden soll. Ich empfehle, nicht zu nah an der Bordwand oder festen Schiffsbauten zu parken, auch wenn das die Einweiser gerne so haben wollen. Bei Wellengang federt das Motorrad schon mal ein und aus, was bei Fremdkontakt zumindest zu Kratzern am Bike führen wird. In jedem Fall darf nicht vergessen werden, den ersten Gang einzulegen. Die Lenkradsperre hatte ich nie einrasten lassen.
Die Verzurrung des Motorrads wurde immer und ausnahmslos von den Einweisern an Bord übernommen. Hinweise in diversen Foren von fehlenden oder öligen Halte-/Zurrseilen kann ich nicht bestätigen. Es ist aber nicht verkehrt bei verschmutzten Leinen ein Auge darauf haben, daß das Personal einen Lappen untergelegt. In der Regel hatten die aber selbst darauf geachtet.

4. 4.  Fährverbindung zwischen Korsika und Sardinien

Ein Fährticket von Korsika nach Sardinien und zurück läßt sich schnell und einfach buchen:
   – https://www.mobylines.de/…/santa-teresa-bonifacio-santa-teresa/
Trotz Vorab-Buchung und ausgedrucktem Ticket geht es im kleinen Fährhafen von Bonifacio auf Korsika leider nicht so einfach und reibungslos wie sonst in den großen Fährhäfen vonstatten. Die dortigen Einweiser haben nämlich keine Handscanner für eine schnelle Abfertigung. Man muß sich deshalb mit dem Ausdruck der Online-Buchung am Ticketschalter im Hafengebäude registrieren.
Bei der Gelegenheit bekommt man dort auch gleich einen handschriftlichen Zettel, den der Einweiser bei der Auffahrt auf die Fähre verlangt. Ohne diesen Zettel wir in der Regel die Auffahrt auf die Fähre verweigert.

Einmal hatte ich mich in der Zeit vertan und kam nur wenige Augenblicke vor dem Ablegen an der Mittagsfähre in Bonifacio an. Zu meinem Glück winkten mich die Einweiser zu sich auf das Schiff mit der noch offenen Ladeluke, was bei mir für eine enorm große Erleichterung und bei den Einweisern für Schmunzeln mit einem Schulterklopfer sorgte. Da wurde dann noch nicht mal das Fährticket verlangt.

Alternativ kann man natürlich auch gleich am Schalter eine Überfahrt buchen. Da rate ich aber unbedingt zu einer frühzeitigen Ankunft, denn vor allem an den Wochenenden oder in den Ferienzeiten ist die kleine Fähre übervoll mit Fahrzeugen. Wer da zu spät kommt, hat selbst mit einem Motorrad das Nachsehen.

An dem Ticketschalter sollte man sich übrigens nicht sehr nah an den Lautsprecher in der Trennscheibe stellen. Da gibt es nämlich eine Dame die dermaßen in ihr Mikrofon plärrt, daß es einem die Trommelfelle raushaut. Die Toiletten im Hafengebäude sind eher was für Hartgesottene, denn die Reinlichkeit spottet seit vielen Jahren jeglicher Beschreibung.

5.  Sehenswürdigkeiten

Auf Korsika gibt es allerhand zu sehen. Und bei jedem Besuch der Insel läßt sich was Neues entdecken. Das hier aufzulisten und zu beschreiben würde die ohnehin schon sehr umfangreiche Seite noch mehr aufblähen.
Eine Google-Suche listet eine ganze Menge an guten Treffern. Keine schlechten Anlaufstellen für die Insel sind z.B.
  – korsika-urlaub.eu
  – motorradonline.de/reiseberichte/reise-unterwegs-auf-korsika.459028.html
  – korsika.fr/a1016/articles/1016/motorrad-touren-durch-die-insel-der-schonheit/



Zur Beachtung:

Alle Angaben wurden mit Sorgfalt und nach bestem Wissen zusammengestellt. Ich übernehme allerdings keinerlei Verantwortung für deren Richtigkeit und/oder Fehlerfreiheit. Der Leser erklärt sich einverstanden, alle Angaben eigenverantwortlich zu nutzen.


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