Heck- & Seitenkoffer

Publiziert am 26.10.2010

Wie das mit den Reisevorbereitungen meist ist: Es wird ständig zu viel eingepackt. Auch wenn in einem Anbaukoffer ausreichend Platz für die Reiseutensilien vorhanden ist, ist das am Motorrad auch eine Gewichtsfrage. Bei entsprechend bleiernen Koffern verlagert sich der Schwerpunkt in Richtung Hinterreifen, was schon mal für die eine oder andere überraschende Lastwechsel- reaktion sorgen kann oder zu unerwünschtem Fahrverhalten des Motorrads, wie z.B. Hochgeschwindigkeitspendeln, führt. Fährt zusätzlich noch eine Reisebegleitung auf dem Soziusplatz mit, verstärken sich diese Eigenschaften noch. Das zulässige Gesamtgewicht sollte dabei auch noch im Hinterkopf behalten werden. Es schadet keinesfalls, vor Antritt der Reise mit dem fahrfertig gepackten Motorrad eine Runde zu drehen, um sich mit den veränderten Gegebenheiten etwas vertraut zu machen.


Kappa K40 von Polo (299,- €)
Bei meiner ersten großen Reisetour hatte ich es ebenfalls mit dem Gepäck übertrieben, wo ich die jeweils 40 Liter meiner beiden Seitenkoffer „Kappa K40“ mit Wäsche vollgepackt hatte und in den Lücken dazwischen noch diverse Utensilien wie zusätzliche Landkarten, Ketten- und Reifenpannenspray verstaut waren.

Wieder zu Hause, machte ich mir dazu Gedanken. Da ich auf meinen Touren alleine unterwegs bin, reicht ein Koffer für die Unterbringung von Wäsche, Schuhe, Körperpflegeartikel, etc. selbst für mehrwöchige Touren vollkommen aus. Schließlich bieten sich unterwegs Möglichkeiten, getragene Wäsche zu waschen oder neu zu kaufen.

Der zweite Seitenkoffer fungiert seither als „Werkzeugkoffer“ und beherbergt:


Kupplungshebel
Bremshebel
Ersatzblinker
Original-Bordwerkzeug
kleiner Reservekanister
1 Liter Motoröl
3 x Kettenspray
2 x Reifenpannenspray
1 x Reifenflickzeug
4 x Spanngurte
Bremsscheibenschloß
Seilschlösser
Taschenlampe
Regenkombi
Reparatur-Knetmasse
Auspuffbandage
Multimeßgerät
Gummihandschuhe
Einmalhandschuhe
Handwaschpaste
Helmpolsterreiniger
Allzweckreiniger
Teerentferner
Visierreiniger
Putzlappen
Papiertücher
Leuchtmittel für
– Abblendlicht
– Fernlicht
– Nebellicht
– Standlicht
Werkzeugbox:
– Zündkerzen
– diverse Sicherungen
– kl. Ratschenkasten
– Inbussatz
– Schraubenschlüssel
– Schraubendreher
– kleine Zangen
– Kabelschuhe
– Kabelbinder
– selbstverschw. Isolierband
– Schrunpfschläuche
– Kabelstücke
– Feuerzeug

Um den Inhalt einigermaßen rüttelsicher zu gestalten und damit auch bei ungünstigem Wegezustand nichts allzu sehr durcheinander gerät, habe ich die Deckel der drei Dosen Kettenspray mit ausreichend Heißkleber mittig am vorderen Rand des Kofferbodens direkt nebeneinander fixiert. So fungieren sie als Pseudo-Unterteilung und kleine Barriere für die Utensilien, die dahinterliegen.

Auf der Unterseite der Werkzeugbox habe ich mit Heißkleber Klettpunkte angebracht, die Gegenstücke dazu auf der rechten Seite im Kofferdeckel. So ist im Deckel auch noch ausreichend Platz für die Unterbringung eines Regenkombis.

Den so gestalteten „Werkzeugkoffer“ bringe ich auf der rechten Motorradseite an. So bleibt der Inhalt an seinem Platz, wenn das Bike auf dem Seitenständer in Schräglage steht und ich mal den Koffer öffnen muß.


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