Ganganzeige

Publiziert am 26.12.2010

  Suzuki Bandit 1200S (Bj. 2004, WVA9, K4, Pop)

Seitenübersicht

  1. Alternativen von Ganganzeigen
  2. Informationssuche für den Eigenbau
  3. Teilequelle
  4. Elektronik im Eigenbau & Bauteileliste
  5. Aufbau der Platine
  6. Umbau des Leerlaufschalters
  7. Kostenlose Leistungssteigerung (Gear-Pack, G-Pack)?
  8. Verkabelung des Leerlaufschalters
  9. Bitte beachten: Eingegangene Hinweise von Nachbauern
  10. Rückmeldungen erfolgreicher Nachbauten

In eigener Sache

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Nachtrag vom November 2015

Zur Beachtung:
Anfragen zur Ganganzeige werde ich bis auf weiteres nicht mehr beantworten!

Bei dutzenden von versendeten Bauanleitungen innerhalb von fünf Jahren habe ich lediglich 7 Rückmeldungen erhalten.
Ein ganz Schlauer wollte sogar ganz frech, daß ich ihm ein Platinenlayout erstelle, damit er eine Kleinserie hätte anfertigen lassen können. Gehts noch? Ist das dummdreist oder bloß stinkend faul?
Das alles finde ich sehr enttäuschend. Letzteres macht mich auch sprachlos und sauer! Aber so ist das wohl, wenn man andere an seiner Idee teilhaben läßt. Gierige Abräumer und Schmarotzer übertreiben es immer wieder.
Deshalb versende ich die Bauanleitung für meine Ganganzeige nicht mehr und werde auf Anfragen in diese Richtung auch nicht mehr reagieren. So weit, so schlecht.

Fertige konfigurierte „Universal-Ganganzeigen“ bei diversen Online-Händlern entdeckt


„Universal-Ganganzeige“
Ein Mailkontakt hat mir berichtet, daß er im Web auf eine „Universal-Ganganzeige“ gestoßen ist.
Die kosten weniger, als die Summe der Teile für meinen Selbstbau ausmacht und werden ganz offensichtlich im asiatischen Raum gefertigt.
Die günstigste ist schon für knapp 5 Euro zu haben, Versand inklusive.
Auch wenn diese „Universal-Ganganzeigen“ nicht schwer zu finden sind, hier ein paar Anlaufstellen:

  1. www.google.de/…led+universal+ganganzeige…
  2. www.ebay.de/…led+universal+ganganzeige…
  3. de.aliexpress.com/…LED-Universal-Digital-Gear-Indicator…

Details über deren Verarbeitungsqualität, Aufbau und Funktion sind mir nicht bekannt. Deshalb kann und werde ich Fragen zu diesen Ganganzeigen auch nicht beantworten.

Nachfolgend mein Artikel zur Ganganzeige…

Eine Ganganzeige muß her!

In 2004 kam der Wunsch nach einer Anzeige des eingelegten Gangs. Im Frühjahr 2005 recherchierte ich nach Informationen und stieß dabei auf die kleine Multifunktionsanzeige von Armin Pastula, alias „Armpas„. Die limitierte Serienproduktion seiner Eigenentwicklung hatte er da bereits eingestellt. Und weil andere seine Idee in bare Münze umgesetzt hatten, hält er sich seither auch mit der Veröffentlichung seiner Anleitungen und Beschreibungen zurück.
„Lupus“ hat ebenfalls in diese Richtung gebastelt und eine Schaltung mit intelligentem Display veröffentlicht.
Eine fertige Kaufversion von Armins Variante konnte ich nicht auftreiben und Lupus Eigenentwicklung war mir zu umfangreich. Mir sollte eine einfache Ganganzeige reichen. So recherchierte ich nach Informationen, die ich für einen Eigenbau benötigte.

Alternativen von Ganganzeigen

Bei meiner Suche bin ich dabei unter anderem auch auf eine Ganganzeige gestoßen, die per Mikroschalter am Schaltgestänge ein Signal an eine Auswerteelektronik weitergibt. Diese Variante hatte ich mehrfach bei eBay gesehen und ist scheinbar eine etwas unzuverlässige Methode, wie ich mehrfach gelesen hatte. Bei einer anderen Variante wird aus Geschwindigkeit und Drehzahl der eingelegte Gang berechnet.

  1. Ein Beispiel einer digitalen Ganganzeige mit Mikroschaltern, bzw. einem Servo, habe ich unter anderem auf alpentourer.de gefunden. Diese Ganganzeige wurde dann noch weiterentwickelt: Anstelle von Mikroschaltern wird dort ein Hallgeber eingesetzt und die Elektronik ist in C-Mos-Bauweise auf einer gedruckten Platine untergebracht.
  2. An dieser Stelle soll auch die Ganganzeige von Christian Vieth nicht unerwähnt bleiben, die er für seine Yamaha FZS 1000 Fazer gebaut hat. Der Elektroniker hat in sein „Schweizer Messer„, wie er es nennt, auch noch andere Anzeigen und Funktionen integriert: Tankinhalt, Wasser- und Lufttemperatur, Batteriespannung, Stoppuhr und Beschleunigungsmessung.
  3. Ähnlich umfangreiches hat auch „CrazyHarry“ mit seinem „Bike Informations System (B.I.S.)“ verwirklicht und im Banditforum vorgestellt.

Entscheidung

Ich schließe ich mich der Meinung von Armpas an: Eine Variante mit irgendwelchen Schaltern am Schaltgestänge kommt nicht in Frage. Zudem würde der TÜV für solche Anbauten wohl seinen Segen verweigern und die Letzterwähnten schießen über mein Ziel hinaus.
Somit ist die Idee, ein definiertes Signal des eingelegten Gangs über einen angepaßten Leerlaufschalter abzugreifen, zum Einen zuverlässig. Zum Anderen ist die Umsetzung laut den Angaben von Armpas und Lupus relativ einfach umzusetzen.

Informationssuche für den Eigenbau

Offiziell stellt Armpas wegen des Eingangs erwähnten Ideendiebstahls seiner Ganganzeige keine Unterlagen mehr zur Verfügung. So mußte ich mich als „fortgeschrittener Laie“ in Sachen Elektrotechnik anderweitig nach nutzbaren Informationen umsehen. Das betraf vor allem einen Schaltplan, da ich zwar mit einem Lötkolben umgehen kann, mir aber das fachliche Wissen fehlt, eine solche Schaltung von Grund auf selbst zu entwerfen.
Auf kart-mal-anders.de hat man sich ebenfalls dieses Themas angenommen. Dort hatte ich eine Anleitung samt nutzbaren Schaltplan gefunden, aus dem ich die erforderlichen Elektronik-Bauteile entnehmen und kleine Anpassungen vornehmen konnte.
Im Frühjahr 2006 besorgte ich bei Reichelt die erforderlichen Elektronikteile. Die Schaltung baute ich im folgenden Winter auf einem Stück Lochrasterplatine auf, deren Funktionstest am Basteltisch zu meiner Freude auf Anhieb funktionierte.

Es zieht sich…

Jetzt fehlte nur noch ein Leerlaufschalter, der nach Anleitung zum Ganggeber für die Elektronik umgebaut werden mußte. Meinen eigenen wollte ich dafür nicht opfern und auf die Schnelle konnte ich keinen auftreiben, so daß das Vorhaben wieder zum Ruhen kam.
Zwischenzeitlich war es November 2010. Bei der Durchsicht meiner Notizen und Einpflegen in die Homepage stieß ich wieder auf das Projekt und das Interesse flackerte wieder auf. Schließlich war die Elektronik schon lange fertig, es fehlte nur noch ein Leerlaufschalter.

Teilequelle

Schließlich konnte ich einen Leerlaufschalter auftreiben. Rolf Kliem war hierfür mal wieder meine Anlaufstelle. Eine kurze Anfrage per eMail an ihn genügte und frühmorgens am nächsten Tag war ein Angebot über 16 € inkl. Versand in meinem Postfach.
Über eBay wurde ich auf Rolf aufmerksam, als ich nach meinem Auffahrunfall 2009 in Italien auf der Suche nach Teilen für meine Bandit war. Dort hat er unter seinem eBay-Namen „taunustreiber“ allerdings nur einen Bruchteil seiner Teile eingestellt, so daß eine kurze eMail (rolfkliem@gmx.de) oder ein Anruf (Tel. 0151/50709162 oder 08686/984536) bei ihm fast immer zu einer erfolgreichen Teilebeschaffung führen. Immerhin hat er neuwertige und gebrauchte Teile für Bandits aller Herstellungsjahre am Lager. Wie er sagt, kann er auch Besitzer der Suzuki-Modelle GSX 1100 (ab Bj. 1980), GSX 1100F und GSX 1100G, GSX 1400SV, SV 650 und SV 1000, sowie DL 1000 V-Storm mit Teilen versorgen.


Durch die Grafikkonvertierung wurde die Farb-
intesität der 7-Segment-LED leider etwas blaß.

Elektronik im Eigenbau

Wer Erfahrung mit einem Lötkolben hat und mit Bedacht zu Werke geht, sollte sich anhand meiner Teileliste und dem Schaltplan nicht schwer tun.
Ich bitte vor dem Nachbau den Hinweis am Seitenende zu beachten!
Die Bauteile auf der Platine habe ich so dicht wie möglich angeordnet, daher baut das Ergebnis relativ klein.
Die Maße der fertigen aufgebauten Platine:
Länge = 54 mm, Breite = 20 mm, Höhe = 10 mm

Bauteileliste

Die erforderlichen Bauteile können u.a. bei Conrad bestellt werden. Die Bauteileliste wurde zuletzt aktualisiert im Februar 2013. Preise oder Artikelspezifikationen können zwischenzeitlich geändert worden sein. Evtl. wird eine Versandkostenpauschale fällig.

Pos. Anz. Best.-Nr. Artikel
€-Preis
1
1x
530791-62 Europlatine (Punktraster, Epoxy)
1x 3,99
2
1x
180165-62 Zener-Diode (10V – 0,5A)
1x 0,11
3
1x
419389-62 Widerstand (33 Ohm)
1x 0,11
4
7x
418250-62 Widerstand (1,0 K-Ohm)
7x 0,11
5
7x
420654-62 Widerstand (200 Ohm)
7x 0,11
6
8x
162272-62 Diode (1N4007)
8x 0,09
7
1x
172782-62 CMOS-IC 4023
1x 0,54
8
1x
189618-62 14-pol. Stecksockel für CMOS-IC 4023
1x 0,61
9
1x
173860-62 CMOS-IC 4543
1x 0,88
10
1x
189626-62 16-pol. Stecksockel für CMOS-IC 4543
1x 0,68
11
1x
180584-62 7-Segment LED-Anzeige (SMD, gemeinsame Anode)
1x 1,42
12
1x
743089-62 Stift- und Buchsenleiste, abgewinkelt (3-polig)
1x 1,32
13
1x
743097-62 Stift- und Buchsenleiste, abgewinkelt (5-polig)
1x 1,64
14
1x
743100-62 Stift- und Buchsenleiste, abgewinkelt (8-polig)
1x 2,04
15
1x
607258-62 Decoder-Litze (1 x 0.05mm²; Rot; 25m)
1x 4,49
16
1x
609670-62 Flachbandkabel (Polzahl: 10, 0.09mm²)
1x 1,09
17
2x
604057-62 Datenleitung (5 x 0.25mm², Schwarz)
2x 2,49
18
1x
603202-62 Kabel (2 x 0.75mm²)
1x 1,39
Teilekosten gesamt
27,55 €

Unangekündigte Änderungen im Conrad-Sortiment

In meiner Teileliste gehe ich für alle Widerstände von der Bauform 0207 (ØxL: 2,5×6,5 mm) aus. Bei einer Sortimentänderung kam es in der Vergangenheit vor, daß stattdessen die Bauform 0414 (ØxL: 4,0×11,9 mm) unter der jeweiligen Bestellnummer angeboten wurde. Auf der Artikelseite ist diese Nummer unter „Bauform“ angegeben.
An der Funktionalität ändert sich dadurch nichts, allerdings reicht durch die größere Bauform der Platz auf dem unten angegebenen Platinenstück nicht mehr für die Anordnung aller Bauteile aus.
Da wegen des Fahrzeugwechsels im Mai 2011 mein Interesse nur noch am Rande bei dieser Ganganzeige liegt und ich mich nicht ständig über Änderungen im Conrad-Sortiment informieren kann, muß ich die Bauteileliste deshalb leider als „bedingt aktuell“ bezeichnen!
Sollten mir weitere Änderungen bekannt werden, wird das am Seitenende unter dem Punkt „Eingegangene Hinweise von Nachbauern“ nachzulesen sein. Ich werde zeitnah versuchen einen Alternativartikel zu finden und die Liste entsprechend zu aktualisieren.

Bemerkungen

  1. Die Zener-Diode (Pos. 2) und der 33 Ohm-Widerstand (Pos. 3) stellen die Spannungsversorgung der Schaltung auf 10 Volt ein (in meinem alten Schaltplan bewerkstelligte das ein Festspannungsregler 7810 und zwei Kondensatoren).
  2. Das 7-Segment in SMD-Bauweise (Pos. 11) ist ein Vorschlag meinerseits. Es war das von den Abmessungen her Kleinste, das ich finden konnte. Bei Verwendung eines anderen 7-Segments ist darauf zu achten, daß der Schaltplan für ein 7-Segment mit gemeinsamer Anode ausgelegt ist. Wird eines mit gemeinsamer Kathode werwendet, muß lediglich dessen Kathode mit dem Minus der Stromversorgung verbunden werden. Wird ein anderes als das angegebene 7-Segment verwendet, müssen evtl. die Vorwiderstände (Pos. 5) anders dimensioniert werden.
  3. Die Stift- und Buchsenleisten (Pos. 12, 13, 14) zum Anschluß der Kabel (Pos. 16, 17, 18) an die Platine müssen nicht unbedingt verwendet werden. Die Kabel können auch direkt auf die Platine gelötet werden. Allerdings wird durch die Stift- und Buchsenleisten die Montage am Motorrad vereinfacht.
    Bei Verwendung die vorkonfektionierten Kabel an den Buchsenleisten bis auf 1-2 cm kürzen, mit den entsprechenden Kabeln aus der Bestellliste verlöten und die Lötstellen mit Schrumpfschläuchen ummanteln. Schrumpfschläuche sind bei Conrad sehr teuer (ein Set um die 20 €). Ein Schrumpfschlauch-Sortimentskasten mit verschiedenen Größen aus dem Baumarkt oder Elektronikladen ist dagegen vergleichsweise preiswert (ca. 3 €).
    Für die Stromversorgung hätte es anstelle der 3-poligen Stift- und Buchsenleiste (Pos. 12) natürlich auch eine 2-polige getan. Allerdings habe ich im Conrad-Sortiment keine mehr gefunden.
  4. Die Dekoder-Litze (Pos. 15) habe ich für die elektrischen Verbindungen der Bauteile ausgewählt. Es kann auch jedes andere Kabel mit kleinem Querschnitt benutzt werden.
  5. Das Flachbandkabel (Pos. 16) stellt die Verbindung von der Platine zum 7-Segment her. Anstelle des grauen Flachbandkabels aus obiger Teileliste kann auch ein farbkodiertes Flachbandkabel benutzt werden (Best.Nr. 744224-62). Es werden nur 8 Adern benötigt, deshalb die restlichen beiden der insgesamt 10 Adern abtrennen.
    Diese beiden abgetrennten Adern können auch anstelle der Dekoder-Litze (Pos. 15) verwendet werden um die elektrischen Verbindungen der Bauteile herzustellen.
    Weitere Alternativen zur Verbindung von Platine und 7-Segment ist ein IDE-Kabel (Best.-Nr. 744224-62) oder ein IC-Steckverbindungskabel (Best.-Nr. 731307-62).
    Wer eines davon unbenutzt zu Hause rumliegen hat oder im Computerzubehör für kleines Geld (um die 50 Cent) erwischt, kann daraus 8 Adern abtrennen und benutzen.
    Die Adern der beiden letztgenannten Alternativen sind extrem dünn und lassen sich deshalb leicht zwischen die Gehäuseschalen des Tachogehäuses klemmen. So kann man sich den Aufwand sparen eine Öffnung im Tachogehäuse zu suchen oder gar ein Loch in das Tachogehäuse zu bohren, sofern dickere Kabel benutzt werden.
  6. Das Datenleitungskabel (Pos. 17) zur Verbindung von der Platine zum Gangsensor stellt nur einen Vorschlag dar und sollte mit 2 Metern Länge ausreichend dimensioniert sein. Es kann stattdessen auch ein Telefonkabel benutzt werden (eine Ader je Gang ist Voraussetzung).
  7. Als Stromversorgungskabel (Pos. 18) kann auch ein dünnes Lautsprecherkabel benutzt werden.
  8. Bevor die beiden IC’s angefaßt werden ist es ratsam, sich zu erden. Ein blankes Metall an einem Heizkörper ist dazu ideal (kurz an die Heizkörperentlüftung fassen). Die Erdung des menschlichen Körpers ist auch notwendig vor dem Beginn oder nach Unterbrechung des Zusammenbaus der Schaltung. Die beiden IC’s sind zwar relativ unempfindlich, allerdings kann durch die statische Aufladung des menschlichen Körpers die Zerstörung dieser Bauteile nicht ausgeschlossen werden.
  9. Ein paar Kabelbinder zur Befestigung der Kabel am Motorrad schaden auch nicht.


7-Segment-Anzeige
Die Beschaffung einer geeigneten 7-Segment-Anzeige war die größte Herausforderung. Reichelt, der im Vergleich zu Conrad wesentlich günstiger ist, hatte keine geeignete im Sortiment.
Um sie in eine der Tachoscheiben einzulassen, darf sie nur eine niedrige Bauhöhe haben, weshalb ich eine in SMD-Bauweise ins Auge faßte.
Mit der ELSS505SURWA/S530-A4 (gemeinsame Anode) hatte ich nach langer Suche eine bei Conrad gefunden, die nur 4 mm hoch ist und mit 7200 µcd über eine hohe Lichtstärke verfügt.
Leider wird diese nicht mehr hergestellt. Dafür ist die in der Bestellliste angegebene ein mehr als würdiger Ersatz, da sie bei gleichen Abmessungen mit 14,3 mcd über die doppelte Lichtstärke verfügt.

Aufbau der Platine

Um eine größtmögliche Packungsdichte der Bauteile zu erreichen kann nach untenstehenden Bildern vorgegangen werden. Im Beispiel und wie von mir in die Praxis umgesetzt, ist ein Platinenstück von nur 20×8 Lötpunkten erforderlich. Beim Zuschneiden der Platinenstücks ist ein Dremel recht hilfreich, ansonsten tut es auch eine Säge. Unsaubere Kanten können mit einer Feile geglättet werden. So ist die fertig aufgebaute Platine nur unwesentlich größer als eine Streichholzschachtel.
Die elektrischen Verbindungen werden mit selbst herzustellenden Kabelstücken hergestellt.

„Helfende Hand“
Durch die dicht beieinander stehenden Bauteile ist bei der Lötarbeit eine ruhige Hand gefordert und ein Lötkolben mit feiner Spitze die erste Wahl. Ansonsten kann es zu ungewollten Brücken benachbarter Lötpunkte und damit zu Kurzschlüssen kommen.
Eine sog. „Helfende Hand“ ist recht hilfreich, siehe rechtes Bild. Conrad hat sie für knapp 8,- € unter der Bestellnummer 588221-62 im Sortiment. In Supermärkten ist sie auch hin und wieder zu finden.



erforderliche Platinengröße (20×8 Lötpunkte)

schematische Bestückung der Platine

Bei der schematischen Bestückung verwendete Symbole:

  Diode, stehende Montage          Widerstand, stehende Montage



fertige Platine, Lötseite

fertige Platine, Bestückungsseite

Funktionstest


Durch die Grafikkonvertierung wurde die Farb-
intesität der 7-Segment-LED leider etwas blaß.
Die Stecker wie vorgesehen auf die Stiftleisten stecken und die Platine mit Spannung versorgen. Wer hat, nimmt dafür ein Labornetzteil und stellt am Ausgang 12 Volt ein. Ansonsten kann eine 9 Volt-Blockbatterie benutzt werden. Dabei auf die richtige Polung achten. Evtl. Schäden durch falsche Polung und Kurzschluß wird durch die Diode auf der Platine zwischen Plus und Minus verhindert.

Ist alles richtig verlötet, zeigt das 7-Segment eine 0 (Leerlauf) an.
Bleibt das 7-Segment dunkel, kann das an einer Verpolung der Stromzufuhr liegen.
Leuchten nur einzelne Segmente, stimmt etwas mit der Verdrahtung nicht oder es wurde statt des 7-Segments mit gemeinsamer Anode eines mit gemeinsamer Kathode verwendet. In diesem Fall wird einfach die gemeinsame Kathode mit Minus verbunden.
Eine Fehlanzeige könnte auch ein defektes IC (4023, 4543B) erzeugen, was durch deren relativer Unempfindlichkeit aber eher auszuschließen ist.

Die Anzeige der Gänge wird simuliert, indem die fünf Kabelenden, die von der Platine zum Leerlaufschalter führen, abwechselnd auf den Minuspol der Stromversorgung gelegt werden.

Wohin mit der Platine?

An meiner 1200er S-Bandit hatte ich geplant die kleine Platine unter der Kunststoffabdeckung der Tachos zu verstecken. Eine weitere Möglichkeit findet sich bestimmt irgendwo unter der Sitzbank.
Platine gegen Feuchtigkeit schützen:

  1. In Kunststoffolie eintüten und mit Isolierband umwickeln sollte ausreichen.
  2. Evtl. bietet sich dafür auch ein Stück eines alten Fahradschlauchs an, dessen Enden per Vulkanisationskleber geschlossen werden.
  3. Im Fachhandel gibt es entsprechend große Schrumpfschlauchstücke.

Leerlaufschalter

Der Umbau des Leerlaufschalters

Der gebrauchte Leerlaufschalter brauchte eine Säuberung mit Motorrad-Totalreiniger, Bremsen- und Haushaltsreiniger. Danach waren auf der Kontaktseite vier runde Kontaktflächen zu erkennen (linkes Bild). Wie ich zuvor unter anderem in den Bandit-Basteleien von „Lupus“ dazu recherchieren konnte, markiert der Kleinere die Leerlaufposition, der rechts daneben liegende den zweiten Gang und der rechts von diesem den dritten Gang. Der mittlere Kontakt ist die gemeinsame Masse. Auf Letzterem hat der Dorn des Kontaktschleifers eine kleine Vertiefung hinterlassen.



Leerlaufschalter mit Stecker


Kabelfarben und Kontaktbelegung


Anordnung der Gänge

Im obigen mittleren Bild ist die Rückseite des Leerlaufschalters mit bereits entfernter Vergußmasse zu sehen. Gut erkennbar sind dort die Kabelfarben für den 2. (rot) und 3. (grün) Gang, sowie für die Neutralstellung (blau) und die gemeinsame Masse (schwarz).
Im Bild oben rechts ist auf der Oberfläche der Weg des Kontaktschleifers gut zu erkennen, der seine Kratzspur als Kreisausschnitt hinterlassen hat. Auf diesem Kreisausschnitt sind noch viele eng beieinander liegende kleine Kratzer in der Größe eines der Metallkontakte zu erkennen. Dort muß wohl der vierte Gang liegen. Das hat auch „Lupus“ auf der Seite zu seiner Ganganzeige beschrieben, so daß ich mit dieser Annahme wohl nicht falsch liege.

Gedankenspiel vorab

Somit verläuft die aufsteigende Reihenfolge der Gänge (1 bis 5) auf diesem Kreisausschnitt entgegen dem Uhrzeigersinn. Daraus läßt sich ableiten, daß am Anfang des Kreisausschnitts (links neben dem kleinen Leerlaufkontakt) der neue Kontakt für den ersten Gang liegen muß und am anderen Ende des Kreisausschnitts der neue Kontakt für den fünften Gang.
Die eng beieinander liegenden kleinen Kratzer an der Position des vierten Gangs bedeuten wohl, daß die neuen Kontakte für die Gänge 1, 4 und 5 nicht übertrieben präzise positioniert werden müssen. Gleiches vermutete auch „Lupus“.

Vergußmasse entfernen


schwarze Pfosten ohne Kontakt
Zunächst muß die gummiartige weiße Vergußmasse entfernt werden. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Masse vollständig herauszukratzen. Dafür habe ich ein Taschenmesser, kleine Schraubenzieher und zum Schluß eine alte Zahnbürste benutzt. Scheinbar verwendet Suzuki diesen Leerlaufschalter nicht nur für die 1200’er Bandit, sondern auch für andere Modelle und Zwecke, denn unter der Vergußmasse kamen nicht nur die Pfosten der vorhandenen Kontakte von der Vorderseite zum Vorschein.
Bei genauerer Betrachtung sind zwei sich gegenüberliegende kleinere Pfosten zu sehen, von denen einer belegt ist und für das Leerlaufsignal verwendet wird.

Positionen für die Nachrüst-Kontakte bestimmen

Die sechs großen Pfosten stehen für sechs Gänge, wobei das Getriebe der Bandit nur 5 Gänge hat. Vier der Pfosten sind gleichmäßig auf einer Kreisbahn im Winkel von 60° angeordnet. Diese Anordnung haben auch schon „CrazyHarry“ und „Lupus“ erwähnt, so daß es mit dieser Information und dem allgemeinen Schulwissen nicht schwer ist, die Position für die Kontaktlage der Gänge 1, 4 und 5 zu bestimmen, die ich nachrüsten will.

Schablone zum Anzeichnen der Nachrüst-Kontakte anfertigen


Schablone
Es muß also ein Kreisumfang in sechs gleiche Kreisbögen unterteilt werden. Vor vielen, vielen Jahren habe ich in der Schule gelernt, daß dazu nur ein Zirkel nötig ist. Für die Schablone bietet sich transparentes Paket-Klebeband geradezu an, das ich auf ein Stück Plastik klebe, von dem ich es später abziehen kann. Es können auch einige Steifen Tesa überlappend nebeneinander geklebt werden. Zur Not kann auch Pergament-, Butterbrot- oder Backpapier verwendet werden.
Der Durchmesser des Kreises, den der Schleifer auf der Oberfläche meines Leerlaufschalters hinterlassen hat, mißt 16 mm. Der Radius beträgt also 8 mm, die am Zirkel möglichst genau eingestellt werden.
Damit ritze ich auf dem Paket-Klebeband einen Kreis und trage auf den Umfang dieses Kreises sechs weitere Kreise mit der gleichen Zirkeleinstellung auf. Der Mittelpunkt des ersten äußeren Kreises kann auf dem Umfang des bestehenden Kreises willkürlich gewählt werden.
Das Ergebnis ist nebenstehendes Beispielbild. Die roten Kreuze bezeichnen dabei die Schnittpunkte und stellen die anzuzeichnenden Punkte auf dem Leerlaufschalter dar.

Schablone auf den Leerlaufschalter übertragen

Meine Schablone ziehe ich von der Plastikunterlage ab und klebe sie so über den Leerlaufschalter, daß der Mittelpunkt des inneren Kreises (blaues Kreuz) mit dem Mittelpunkt des Massekontakts und einer der äußeren Kreismittelpunkte (ein rotes Kreuz) mit dem Mittelpunkt des Kontaktes vom 3. Gang zur Deckung kommen. Mit der Zirkelspitze drücke ich durch die äußeren Kreismittelpunkte und markiere damit die Positionen für die späteren Bohrlöcher auf dem Leerlaufschalter.
Anmerkung: Als Ausgangspunkt für das Anzeichnen darf nur der Kontakt des 3. Gangs verwendet werden, da der Kontakt des 2. Gangs wegen des links daneben liegenden Neutralkontaktes nicht exakt in einem 60°-Winkel angeordnet ist. Der Neutralkontakt kommt als Ausgangspunkt für das Anzeichnen übrigens absolut nicht in Frage!

Löcher bohren und Gewinde schneiden

Als nachzurüstende Kontakte kommen Messingschrauben mit M4-Gewinde zum Einsatz. Für die Gewindegröße M4 ist laut einschlägigen Tabellen ein Kernloch mit 3,3 mm Durchmesser zu bohren. Da ich diese Bohrergröße nicht habe, muß einer mit 3,5 mm herhalten. Weil die Schrauben beim Eindrehen mit Sekundenkleber im Gewinde gesichert werden, sollten sie sich nicht lösen.
Zuerst bohre ich die Löcher an den gesetzten Markierungen mit einem 2 mm-Bohrer aber erstmal vor, um das Zentrum genau zu treffen und mit dem erwähnten 3,5 mm-Bohrer nach. Bei dieser Gelegenheit fallen auch gleich praktischerweise die nicht belegten Pfosten auf der Unterseite ab, bzw. hängen nur noch an Materialresten und können dadurch leicht entfernt werden. Neue oder geschärfte Bohrer sind dazu äußerst empfehlenswert!

relativ große Abplatzungen
Jetzt gehts ans Gewindeschneiden. Da gerade kein Schneideisen zu Hand ist, nehme ich vorschnell eine VA-Schraube mit M4-Gewinde und drehe die in eines der Bohrlöcher. Als hätte ich es nicht gewußt, hebt sich doch tatsächlich die Oberfläche des Gebers und zeigt Risse, als die Schraube schon fast durch ist. Dieser Geber ist wohl hinüber, denn eine möglichst plane Oberfläche muß das Ziel sein. Ich bohre das Loch mit einem 5 mm-Bohrer auf, um dort ersatzweise ein M6-Gewinde zu schneiden, doch leider sind die Risse zu weit ins Material gegangen und Stücke platzen ab. Mist!

Argh! Leerlaufschalter hinüber, ein neuer muß her


Anordnung der Gänge
Ich nehme noch einmal mit Rolf Kliem, alias „taunustreiber“ Kontakt auf. Einen Leerlaufschalter er noch am Lager. Ich bestelle, werde so wieder 16 € inkl. Versand los und halte ihn ein paar Tage später in Händen. Nach einer Grundreinigung und Entfernung der Vergußmasse halte ich einen Zwilling des ersten Leerlaufschalters in Händen: Die Farben der Kabel und ihre Zuordnung ist die gleiche, ebenso kamen unter der Vergußmasse die gleichen Pfosten zum Vorschein (siehe oben).
Auf diesem Leerlaufschalter hat der Kontaktschleifer ganz ausgeprägte Vertiefungen an den Positionen hinterlassen, an denen er zum Liegen kam. So sind die jeweiligen Schleiferpositionen der Gänge 1, 2, 3 und 4 ganz ausgezeichnet zu erkennen. Somit kann ich die Anordnung in 60°-Winkel bestätigen, wie sie bereits von „CrazyHarry“ und „Lupus“ erwähnt wurde.

Messingschrauben als Nachrüst-Kontakte


Messingschrauben als Kontakte
Ich klebe meine Schablone aus Paket-Klebeband auf den Leerlaufschalter und zeichne die Bohrpositionen für die nachzurüstenden Gangkontakte an. Ein Bekannter verfügt über eine Profi-Standbohrmaschine, dem ich meinen Leerlaufschalter zum Bohren der Kernlöcher mit 3,3 mm Durchmesser mitgeben konnte. Da ich nicht nur die Bohrpositionen für die Kontakte der Gänge 1, 4 und 5, sondern auch noch für den (an der Bandit nicht vorhandenen) 6. Gang angezeichnet hatte, bekam ich meinen Leerlaufschalter mit 4 anstatt 3 Löchern wieder. Aber egal. M4-Gewinde hat er auch noch geschnitten.
In die Gewinde drehe ich einfache Messingschrauben mit M4-Gewinde, die kosten im Schraubenhandel nur ein paar Cent. Schrauben aus Messing deshalb, weil Alu- oder Stahlschrauben nicht oder nur schwer verzinnt werden können um daran Kabel anzulöten. Schrauben aus Kupfer empfehle ich nicht, da Kupfer sehr weich ist und sich der Schleifkontakt mit der Zeit darin sehr tief eingraben könnte. Allerdings sieht es so aus, als ob die drei Original-Kontakte aus Kupfer bestehen würden.
Wer an Messing-Madenschrauben in M4x8 (8mm Höhe) herankommt, kann sich sich das Kürzen des Gewindes sparen. Auf das Schraubengewinde habe ich vor dem Eindrehen zwei Tropfen Sekundenkleber gegeben, der die Schrauben im Gewinde bombenfest hält. Die Schrauben müssen in einem Zug mit etwa 1-2 mm Überstand eingedreht werden, da der Kleber sonst aushärtet, bevor die Schrauben ihre endgültige Positionen haben.
Über Nacht hatte ich den Kleber aushärten lassen, um am nächsten Tag den überflüssigen Teil der Schrauben auf der Rückseite auf Höhe der vorhandenen Kontaktenden mit einem Dremel und einer kleinen Trennscheibe abschneiden zu können. Sinnvoller wäre es allerdings gewesen, vor dem Einkleben die erforderliche Gewindelänge von 10 mm (davon 2 mm für den Überstand) von den Schrauben abzuschneiden, da zum nachträglichen Abtrennen der Schraubenköpfe der wenige Platz selbst für eine kleine Trennscheibe kaum ausreicht und ich deshalb ein wenig in das Plastikgehäuse des Leerlaufschalters geschnitten hatte. Zudem kann die Schraube beim Schneiden sehr heiß werden, was dann evtl. zu Verformungen des Gehäuses führt. Dem beabsichtigten Schraubenüberstand auf der Vorderseite war ich mit einer Feile zu Leibe gerückt, die Oberfläche habe ich dann noch mit Schmirgelpapier und einem Schleifschwamm plangeschliffen.

Kontaktseite des Leerlaufschalters vergießen

Zum Vergießen des Gangsensors muß keine spezielle Vergußmasse verwendet werden. Silikon aus dem Baumarkt tuts wohl auch. Allerdings muß das dann säurefrei sein, sonst korrodieren die Metalle und Kontaktprobleme werden entstehen.

Ein Nachbauer hat Rückmeldung gegeben, der haushaltsüblichen Heißkleber zum Vergießen benutzt hatte. Er teilt mit, daß sich nach der Fahrt bei abgestelltem Motor der Heißkleber verflüssigt und auf den Boden tropft. Er entfernte die Kleberreste und hat dann mit Silikon vergossen. Seither sei alles gut. Danke für den Hinweis!
Hier möchte ich nochmal darauf hinweisen, säurefreies Silikon zu verwenden um Korrosion der Kontakte zu vermeiden!

Kostenloses Gear-Pack (G-Pack) zur Leistungssteigerung

An den Bandits ist aus Zulassungsgründen die Motorleistung im 2. und 3. Gang werksseitig gedrosselt, deshalb sind am originalen Leerlaufschalter auch Kontakte für diese beiden Gänge vorhanden. Über diese Kontakte erhält die Motorelektronik (CDI) die Information, ob einer der beiden Gänge eingelegt ist und reduziert die Zündvorverstellung entsprechend.
Ein Schelm könnte nun darauf kommen, die Original-Kabel nicht mehr mit diesen Kontakten zu verbinden, damit die Motorelektronik kein Auswertesignal mehr erhält und diese beiden Gänge dadurch keine Drosselung mehr erfahren. So einfach gehts aber nicht.
Theorie und Praxis eines G-Packs werden hier ausführlichst beschrieben: http://www.pm-fighter.de/pdf/gpack2.pdf. Dort steht auch unter anderem zu lesen, daß zur Entdrosselung ein zusätzlicher Widerstand vonnöten sei.

Drei nicht von der Hand zu weisende Gründe, die Drosselung beizubehalten:

  1. Wie ich aus unterschiedlichen Quellen erfahren konnte, ist diese Leistungssteigerung unbedeutend, weil nur wenig bis überhaupt nicht bemerkbar. Gleiches ist auch hier nachzulesen: G-Pack, „Stecker ziehen“ – „Leistungssteigerung“ – oder doch nicht?.
  2. Die Zulassung des Motorrads am öffentlichen Straßenverkehr würde durch eine Entdrosselung verlustig gehen.
  3. Zwangsläufig ginge auch der Versicherungsschutz verloren.

Verkabelung des Leerlaufschalters herstellen

Um die Drosselung beizubehalten, damit die Zulassung nicht gefährdet wird, löte ich die Original-Kabel wieder an ihre alten Kontakte. Allerdings müssen durch den Umbau des Leerlaufschalters die Original-Kabel für den 2. und 3. Gang entkoppelt werden, da die Motorelektronik (CDI) sonst Schaden nehmen kann/wird. Diese Entkoppelung erledigt je eine Diode (z.B. 1N4007, siehe obige Bestellliste) pro Gangkabel, die zwischen Kabel und Kontakt eingelötet wird, wobei der Kathodenstrich zum Kontakt zeigt. Optimalerweise wird die Diode direkt an den Gangkontakt gelötet und daran das jeweilige Gangkabel.
Hintergrundinfo zur Entkoppelung: http://www.elektronik-kompendium.de/forum/…

Abbruch und Schluß – Ende, Aus, Finale

Hier hat diese Bastelei aufgrund des Fahrzeugwechsels sein vorzeitiges Ende gefunden.

Eingegangene Hinweise von Nachbauern

  1. Beim Anschluß der 7-Segment-Anzeige (180584-62) aus meiner Bestellliste hatte ein Nachbauer ein Probleme mit der PIN-Belegung. Er teilte mir mit, deren Belegung würde nicht mit meinem Schaltplan übereinstimmen. Die Anzeige habe nur Unsinn angezeigt, durch Versuche aber die richtige Belegung ermitteln können.
    Das kann ich nicht nachvollziehen. Meinen Schaltplan hatte ich auf Grundlage eines funktionierenden Versuchsaufbaus erstellt. Zu einem späteren Zeitpunkt hatte ich eine weitere Platine anhand dieses Schaltplans problemlos nachgebaut. Aus dem Conrad-Datenblatt zum 7-Segment konnte ich ebenfalls keine Änderungen erkennen.


Rückmeldungen von Nachbauern

Erfreulicher Weise gibt es gibt nicht nur Bauplan-Schnorrer, die sich nicht mehr melden!

Feedback #1: Raik aus Hamburg

Raik hat mich über seine Nachbau-Fortschritte dankenswerter Weise auf dem Laufenden gehalten, so daß ich mit seinem Einverständnis hier seinen gelungenen Eigenbau veröffentlichen kann. Vielleicht gibt das dem einen oder anderen den letzten Anstoß, selbst zum Lötkolben zu greifen. Anhand einiger seiner Infos konnte ich auch den Schaltplan und die Anleitung anwenderfreundlicher gestalten.
Raik’s Motorrad: Suzuki GSX-R 1100 vom Baujahr 1991
Umbau des Leerlaufschalters: Wie er mich wissen ließ, ist der Leerlaufschalter seiner GSX-R bauartgleich zu dem oben beschriebenen.
Einbauorte von LED-Anzeige und Platine: Die LED-Anzeige bezog im originalen Kontrolleuchten-Instrument der GSX-R ihre Wohnung. Weil die Platine sehr klein baut, konnte er sie ohne Aufwand hinter der Lampenmaske verstauen. Zum Schutz vor Witterungseinflüssen hat er sie mit selbstverschweißendem Klebeband umwickelt.

Feedback #2: Sepp aus der Schweiz

Sepp hat im Frühjahr 2013 die Ganganzeige ebenfalls erfolgreich nachgebaut und mir einige Infos und Fotos zukommen lassen. Vielen Dank dafür!
Sepp’s Motorrad: Yamaha XJR 1300 vom Baujahr 2001
Einbauorte von LED-Anzeige und Platine: Die LED-Anzeige hat er in das Tachoblatt des Drehzahlmessers integriert. Die Platine hat er in einer kleinen Plastikschachtel verstaut, dann in eine Warmschrumpfkappe eingeschrumpft und unter der Sitzbank verstaut.


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7 Reaktionen zu "Ganganzeige"

  1. thopue schreibt:

    Sehr gut gemachte Seite und klasse Erläuterungen zum jeweiligen Thema
    Gruß
    thopue

  2. Dr.Sentinel schreibt:

    Hi,
    die Seite finde ich toll, super Infos.
    Ich bin auf der Suche für eine Lösung an der XJR 1200
    und werde mir hier bestimmt einige Infos ziehen können.
    Danke 🙂

  3. Rolf40HH schreibt:

    tolle Seite, leider suche ich eine Ganganzeige für eine Bandit 650 und mein Neutralschalter sieht definitv ganz anders aus.

  4. Lambardo schreibt:

    DU BESCHTER(bester) MANN !!!
    Werde diese Infos an meiner SV650 Bj.2000 einsetzen.
    Wenigstens(natürlich voll ausfürlich) ein Einblick in diese Materie ist top vorhanden in diesem Artikel!!!
    VIELEN DANK!!!

  5. Dieter schreibt:

    Hallo, erst mal vielen Dank für die sehr gut gemachte Seite. Hat mir bei dem Leerlaufschalter Umbau sehr geholfen. Möchte an dieser Stelle mal meine Erfahrung und den Grund des Umbaus als Feedback abgeben. Der Grund des Umbaus ist weil ich mit meiner Bandit 1200 nicht heize sondern im unteren Drehzahlbereich dahin gleite, was man wegen dem Getriebe eigentlich vermeiden sollte, aber so ist halt mein Fahrstil und beim hochschalten versuche ich regelmässig vom 5 in den 6 Gang zu schalten den es garnicht gibt. Also musste mit geringsten Aufwand eine Anzeige für den 5 Gang her. Dank dieser Seite habe ich mich für die Nachrüstung am Leerlaufschalter für den 5 Gang entschieden. Das Teil ausgebaut, Vergußmasse entfernt, gesäubert und siehe da, der sieht genauso aus wie hier beschrieben. Nun leuchtet mir nicht ein warum ich eine Schablone zum Bohren anfertigen sollte wenn auf der Rückseite die Pfosten genau die Stelle anzeigen. Also mit einem 2mm Bohrer genau mittig in den Pfosten für den 5 Gang
    durch gebohrt, dann mit 3mm von vorne erweitert. Da das Material des Leerlaufschalters weich ist reicht ein 3mm Bohrer. Den Rest vom Pfosten Plan entfernt. Nun 4mm Gewinde geschnitten, aber nur mit dem 1 und 2 Schneider, den 3 weg gelassen damit die Schraube schön stramm reingeht. Nun Messingschraube verbaut wie hier beschrieben. Kabel an Schraube angelötet und mit im Schutzschlauch verlegt, das ganze mit Heißklebepistole vergossen, funktioniert einfach und tadellos. Da ich mit geringsten Aufwand ein Ergebnis haben wollte, habe ich nun das Kabelende des 5 Ganges mit dem Kabel von der Leerlaufleuchte mit einem Microschalter am Stecker verbunden, das spart Kabelverlegung und extra Leuchte. Die Funktion: Die grüne Neutrallampe zeigt jetzt nicht nur den Leerlauf an sondern auch den 5 Gang. Den Microschalter habe ich nur vorsichtshalber dazwischen gesetzt, wenn bei Nachtfahrt die Leuchte zu hell sein sollte, dann habe ich unter der Sitzbank den Schalter zum Ausschalten des 5 Ganges. Bin damit schon ein paar Runden gefahren und bin sehr zufrieden,
    ist genauso wie ich mir das vorgestellt habe, eine Nachtfahrt war noch nicht dabei.
    Mit freundlichen Grüßen Dieter

    • Dieter schreibt:

      Hallo, hiermit möchte ich einen Nachtrag von meinem Feedback vom 1.Februar abgeben. Da ich jetzt schon einige Km gefahren bin wollte ich meine Erfahrung mit meinem Umbau weiter geben, falls jemand es genauso machen möchte. Die grüne Neutrallampe als 5. Ganganzeige bei Nacht ist gewöhnheitsbedürftig hell, ist aber noch akzeptabel. Was gar nicht geht, das ist den Leerlaufschalter mit einer Heißklebepistole zu vergießen. Es hat sich herrausgestellt das der Kleber nach der Fahrt bei abgestellten Motor wieder weich wird und dann am Boden liegt. Habe alles gesäubert und mit Silikon vergossen, nun ist alles gut.
      Mit freundlichen Grüßen Dieter

      • Reiner von on2r.eu schreibt:

        Danke für die Rückmeldung zum Heißkleber!
        Das habe ich zur Info für alle interessierten Nachbauer im Textabschnitt bei „Kontaktseite des Leerlaufschalters vergießen“ aufgenommen.

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