Bandit Evo

Publiziert im Mai 2011

  Suzuki Bandit 1250S (Bj. 2010, WVCH/10, L0, Evo)


Mein Reisegefährt seit Mai 2011: Bandit EVO 1250 SA
Bei einem kleinen Reparaturaufenthalt meiner 1200er beim Suzuki-Händler hatte mir der Verkäufer ein unschlagbares Angebot für die dort stehende 1250′er bei Inzahlungnahme meines weitgereisten und mittlerweile doch ein wenig ramponierten Dickerchens gemacht.
Obwohl er von dem Beinahe-Totalschaden in Italien und dem nicht mehr ganz taufrischen Zustand wußte, hatte er mir ungesehen 2.500 Euro geboten, wenn ich ihm für 8.500 Euro die 1250er aus dem Ausstellungsraum abnehme. Ein paar kostenlose Teile aus dem Zubehörkatalog hatte ich ihm bei dem unverbindlichen Gespräch abringen können.
Um sein Angebot zu verifizieren, war ich am nächsten Tag bei einem größeren, aber etwas weit entfernten Händler vorstellig geworden. Nach einer kurzen Probefahrt mit meiner 1200er wollte er höchstens 1.600 Euro anbieten. Dafür müßte ich aber das erst zwei Jahre zuvor neu eingesetzte Lenkkopflager tauschen, alle Bremsbeläge wechseln und einen neuen Hinterreifen aufziehen lassen. Bei der Preisverhandlung für eine neue 1250er winkte er bei 9.100 Euro ab. Kostenloses Zubehör oder ein Entgegenkommen beim Kundendienst schloß er aus.
Dann nannte ich ihm das Angebot seines Händlerkollegen für dessen 1250er. Den Namen rückte ich bei seiner Frage danach natürlich nicht heraus. Er stutze und meinte nach einer Weile, ich solle sofort zuschlagen, wenn kein Haken an der Sache sei. Weiter meinte er, daß sein Kollege dabei keinen Gewinn, sondern mit Sicherheit einen Verlust einfahren würde.
Ein paar Tage wägte ich ab, bis ich mich letzlich etwas wehmütig zum Tausch entschloß. Schließlich hatten ich und meine 1200er in sechs Jahren auf 88.000 km viele europäische Länder bereist und dabei allerhand Erlebnisse gesammelt. Kein einzige Mal hatte sie mich dabei im Stich gelassen.
So hat also meine geschätzte 1200er S-Bandit Anfang Mai 2011 ihren Platz in der Garage mit dieser 1250′er SA-Bandit aus dem Produktionsjahr 2010 mit Tageszulassung und nicht mal 40 Kilometern auf der Uhr getauscht.

Technische Daten

Zweirad-Grisse hat eine komplette Übersicht der technischen Daten zusammengestellt. Einige davon findet man nicht mal auf der Seite des Bikebauers: Zweirad-Grisse.de/…

Zusätzliche Ausstattung, Extras und Anbauten

  1. meine favorisierte Bereifung: Michelin Pilot Road 3
  2. nachgerüstete LED-Ganganzeige, in der Serie nicht vorhanden
  3. nachgerüsteter Stromanschluß in der hinteren Seitenverkleidung
  4. Hinterradabdeckung mit integriertem Kettenschutz, war zuvor an der 1200er
  5. Motorschutzbügel
  6. Wasserkühler-Schutzgitter
  7. Lenkererhöhung um 20 mm
  8. 2 Kfz-Hupen, relaisgeschaltet
  9. Ölthermometer im Einfüllstutzen
  10. Daytona-Heizgriffe
  11. Handprotektoren als Wetterschutz
  12. Vario-Touringscheibe von Suzuki mit verstellbarem Spoiler
  13. Topcase mit 20 Liter Volumen
  14. Seitenkoffer Kappa K40 + Träger mit Schnellverschluß + Diebstahlsicherung

Hoffnung in die Zuverlässigkeit

Bleibt zu hoffen, daß mich die neue Bandit auf meinen zukünftigen Reisen ebenso wenig im Stich lassen wird, wie mein „altes“ Schätzchen auf immerhin 88.000 km in sechs Jahren.

Nachtrag zur Verlässlichkeit

Nach 30000 km in zwei Saisons kann ich sagen, daß die Suzuki-Techniker sehr gute Arbeit abgeliefert haben. Bis auf den Komplettausfall des Kupplungsschalters und der eingelaufenen Messinghülse des Kupplungshebels gibt es nichts auszusetzen.
Was da genau los war, werde ich hier noch berichten.

Als Inzahlungnahme zurück zum Händler

Fahrzeugwechsel: Von der großen Bandit zur V-Strom 1000 ABS


Endgültig: Die Dicke geht zurück zum Händler
11.12.13 – Servus, Goodbye, Adieu!
An dem für Hochzeitspaare besonders begehrten Datum ging meine 1250er Bandit per Klein- transporter zurück an meinen Suzuki-Händler. An dem Tag hat sogar der Himmel immer wieder mal ein wenig geweint.
Für 6000 Euro kam sie weg als Inzahlungnahme für die Ende Oktober 2013 bestellte V-Strom 1000 ABS, deren Liefertermin voraussichtlich im März 2014 sein wird. Ein wenig traurig ist mir schon ums Herz, schließlich war die Dicke von Mai 2011 bis November 2013 ein äußerst zuverlässiger Begleiter auf meinen Touren durch Europa. Während dieser Zeit haben sich immerhin 37601 km auf der Tachouhr summiert.

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